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Premium-Flirt-Dienst Tinder Plus: Wer über 28 ist, zahlt das Vierfache!

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Die Dating-App Tinder, bei der im Idealfall ein Klick zur Bekanntschaft reicht, versucht ihr schnelles Wachstum endlich zu monetarisieren. Das rund zwei Jahre alte Start-up führt daher nun die Premium-Variante Tinder Plus ein, der allerdings ein sehr spezielles Gebührenmodell zugrunde liegt: Wer über 28 Jahre alt ist, zahlt das Vierfache!

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Die Frage, ab wann man alt ist, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Dating-App Tinder zieht nun einen Strich und erinnert paarungsbereite Singles an ihre Halbwertszeit. Bis 27 Jahre und 364 Tage zählt man zum jungen, begehrenswerten Reproduktionsmaterial: Älteren Nutzer werden kräftig zur Kasse gebeten – den vierfachen Preis, bitte!

Kein Witz: So funktioniert tatsächlich das neue In-App-Kauf-Modell Tinder Plus, das in den vergangenen Tagen in Europa testweise bei ersten Nutzern kursierte und nun seit 1. März in Großbritannien offiziell ist. Wer unter 28 ist, muss „nur“ 4 Pfund (5,50 Euro) investieren, um via Tinder Plus künftig auch in anderen Städten auf Singlesuche gehen zu können.

Ab 28: In Großbritannien kostet das Tinder-Vergnügen 15 Pfund – pro Monat 

Dumm nur: Ab 28 fängt das Erwachsenenleben erst so richtig an – dafür werden Singles Ü28 gleich um das fast Vierfache zur Kasse gebeten. 15 Pfund (20 Euro) kostet die Tinderei ab 28 Jahre pro Monat. Wer künftig weiter kostenlos tindern will, muss sich auf eine limitierte Swiping-Auswahl einstellen – das Tinder-Vergnügen wird eingeschränkt („You’re out of Dates“).

In den USA startete Tinder Plus ebenfalls mit einem unterschiedlichen Gebührenmodell: Nutzer unter 30 zahlen 9,99 Dollar für die Annehmlichkeiten der gezielten Suche, ab dem vierten Lebensjahrzehnt wird es in Amerika ähnlich teuer wie in Großbritannien schon zwei Jahre zuvor.

Wall Street hält nichts vom Premium-Model, Nutzer nichts von der Alterdiskriminierung

Der sanfte Druck zum In-App-Kauf hatte Tinder-Nutzer in Europa, wo das neue Premium-Feature vorab ausgerollt wurde, bereits verärgert und an der Wall Street für Kopfschütteln gesorgt. „Tinder wird wenig Erfolg mit der Monetarisierung durch ein Abo-Modell haben“, watschte Morgan Stanley die Hype-App unlängst ab, die zum Internet-Konglomerat IAC zählt und inzwischen mit einer Milliarde Dollar bewertet wird.

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„Nach unserem Modell werden höchstens fünf bis sechs Prozent der Nutzer für Tinder bezahlen“, glaubt Morgan Stanley. Das dürfte nach der Altersdiskriminierung kaum besser werden. Die Reaktionen auf Twitter sind entsprechend.

Vielleicht führt Tinder Plus aber auch zu einem Massenphänomen, für das sich Mark Zuckerberg kaum bedanken wird: Auf Facebook erfahren Nutzer plötzlich eine mirakulöse Verjüngungskur und sind über Nacht plötzlich wieder 27 …

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