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Gratiszeitung 20 Minuten plant Deutschland-Comeback – im Web

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Mögliches Deutschland-Comeback im Web einer längst gescheiteren Print-Marke. 1999 versuchte die Gratiszeitung 20 Minuten neben der Schweiz und anderen Ländern auch hierzulande Fuß zu fassen. In einer harten Abwehrschlacht gelang es damals Springer, Dumont & Co. den Konkurrenten zur Aufgabe zu bringen. Jetzt sollen die Schweizer einen neuen Anlauf planen - allerdings nur im Web.

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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es wiederum Springer, in Form seiner schweizer Handelszeitung ist, die als erster über die Deutschland-Pläne von 20 Minuten berichtet.

Zur Jahrtausendwende gehörte die Gratis-Zeitung noch zum norwegischen Medienkonzern Schibsted. In der Schweiz besitzt und produziert jedoch mittlerweile Tamedia die kostenlose Tageszeitung und das angeschlossene Online-Portal.

Zur Zeit suchen die Schweizer deutsche Redakteure für eine Testplattform, die mit Hilfe einer ausgewählten Leserschaft ausprobieren soll, welche News bei jungen Onlinenutzern in Deutschland ankommen könnten. Dann wollen die Eidgenossen entscheiden, ob sie einen neuen Versuch auf dem deutschen Markt übernehmen.

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So schlecht dürften die Chancen für 20 Minuten gar nicht sein. Der deutsche Web-Markt ist nur scheinbar zwischen Bild.de und Spiegel Online aufgeteilt. Gerade im Bereich der jungen Nutzer, ist noch viel Raum für ein gutes Nischenangebot, das sich noch besser auf der Schnittstelle zwischen Nachrichten-Portal, Social Media und Unterhaltungsseite bewegt. Genau in diese Richtung dürfte der Tamedia-Versuch wohl auch gehen.

Eine erste Entscheidung, ob die Schweizer, den Sprung nach Deutschland wagen, dürfte im Frühjahr fallen. Dann sollen die ersten Ergebnisse, der Testabteilung vorliegen.

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