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„Eine gute Zeitung erkennt man an ihren Lesern“: SZ mit neuer Image-Kampagne

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Während Cordt Schnibben im Spiegel darüber nachdenkt, dass die Journalisten und die Leser wieder näher zueinander finden müssen, startet die Süddeutsche Zeitung eine neue Image-Kampagne, in der gerade die Leser in den Vordergrund gestellt werden.

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Passender Claim zur Idee: „Eine gute Zeitung erkannt man an ihren Lesern“. Die Macher hoffen, dass es mit den Motiven gelingt, die Qualität der Süddeutschen Zeitung und ihren Mehrwert faktisch und emotional herauszustellen.

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Initiiert wurde die Kampagne vom Fachbereich Lesermarkt der Süddeutschen Zeitung. Für die Entwicklung war die Leadagentur der SZ, Wunderhaus, verantwortlich. Zum Start der Kampagne werden acht Motive in Print, Online und auf Außenwerbeflächen zu sehen sein. Zudem investieren die Münchner auch in Rundfunkwerbung.

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Alle Kommentare

  1. Yeah, und bald ist SZ-Leser das neue BILD-Leser oder RTL2-Zuschauer

    Kontra-Indikator Zeitung, wenn man einen mit so ner Postille sieht, weisste sofort Bescheid. Einfach auslachen…

  2. Sehr schön, erinnert mich aber an den Claim des Mitbewerbers: „… dahinter steckt immer ein kluger Kopf.“

    1. Erinnert – nun ja. Mehr aber auch nicht. FAZ setzt auf Promis, die sich hinter der Zeitung klugerweise (halbwegs) verstecken. Sozusagen als Frankfurter Allgemeines Feigenblatt. Ob sie dieses Blatt auch lesen, behauptet niemand. Man könnte auch meinen, man will als Promi einfach nicht von der Plebs erkannt werden.

      Die Süddeutsche wiederum wagt sich an eine Binsenweisheit – die aber keinerlei Bezug zu ihrem eigenen Produkt herstellt. Vielleicht gilt das ja auch nur und viel mehr für Die Zeit. Ich kann aus den Bildchen von Passanten, die SZ lesen, nicht den geringsten Rückschluss ziehen, ob das eine „gute Zeitung“ ist oder nicht. Vielleicht studieren sie ja gerade Münchner Wohnungsanzeigen. Bild-Leser dürften nicht viel anders aussehen (zumindest nicht alle).

  3. Amüsant.
    Die SZ versucht die Leute mit Ihrem Geltungsdrang zu ködern.
    „Mit uns bist Du ein besonderer Denker, Wisser und natürlich Zukunftskenner.
    Mit unsere Infos denkst Du am besten.“

    Die Kampagnen der deutschen Qualitätspresse sind die reinste Satire.
    Welches geistes Kind diese Vereine sind kann man an derBezahlschranke erkennen.
    Wer seine Cookies nicht löscht wird abkassiert.
    Man mißbraucht die Ahnungslosigkeit der Menschen skrupellos.
    Tagesgeschäft scheint das bei denen zu sein.

    1. Das Gegenteil ist der Fall: Wer seine Cookies löscht (löschen lässt: dazu gibt es nette Addons bei Firefox) und seine IP ändert (dito), für den fängt die 10-er-Freikarte an der Bezahl“schranke“ wieder von null an.

      Aber Internet und Tot-Holz-Journalismus waren schon immer getrennte Welten.

  4. Nichts dazugelernt. Die Image-Kapagne zielt auf den Leser? Ja, indem sie ihm schon wieder suggeriert, wie er sich im Bezug auf das Produkt zu fühlen, zu verhalten hat und welchen Bedarf die SZ beim Leser weckt.
    Wie gehabt halt. Aber nicht der Leser wird sich der SZ anpassen – und die wird auch nicht attraktiver dadurch, dass sie den Leser formt.
    Ein Image, dass sich an den Leser richtet – das würde in den Vordergrund stellen, was die SZ für den Leser tun kann.

  5. Ich finde die Idee gut, schließlich ist das Thema Leser-Blatt-Bindung wichtig und rückt immer stärker in den Vordergrund. Diese Image-Kampagnen – warum nicht? Sie zeigen, dass Zeitungen nicht von oben herab berichten dürfen und dass nur Anzeigenkunden das Zepter in der Hand haben. Ohne Leser kann jede Zeitung einpacken – so naiv das auch klingt, so realistisch ist es. Und da macht es keinen Unterschied, ob wir jetzt von einer Provinzzeitung reden oder von FAZ, Süddeutsche oder ZEIT. Jeder muss um seine Leser kämpfen. Und mit dieser Kampagne wird zumindest mal ein Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Das sollte der Spiegel auch mal lernen. Und diese deutsche DAGEGEN-Mentalität braucht dabei kein Mensch.

  6. Das ist wirklich lustig, erst vergrault die „Alpen-Pravda“, mit der Mutter aller Fehlentscheidungen, Unmengen treue Leser und nun versucht man seit Monaten mit unzähligen teuren Werbemassnahmen neue Leser gewinnen, wohl damit man sich selbst weiter in die Tasche lügen kann.

    Es wird nicht funktionieren, irgendwann wacht auch Meedia auf, von wegen alles nur wegen der Abendzeitungs-Zahlen.

  7. Lustig. Was die SZ wirklich von ihren Lesern hält, hat man bei der Reglementierung des Forums gesehen. Alles nur Fassade und durchschabar. So wird das nix.

    1. Ich lese die SZ seit Jahren und ich bin sehr froh, dass es dort ein Forum gibt, das man lesen kann ohne sich zu entsetzen. Ich schätze diese Zeitung.

      1. Was entsetzlich ist, ist immer Ansichtssache, aber dass nur noch Konsenssoße auf den Tisch kommt, ähnelt doch sehr der Neuen Deutschland in früheren Zeiten.
        Wohin das führt, wenn kein Disput entstehen darf, hat man dann, zum Glück, gesehen. Die SZ hält ihre Leser für doof, das ist Fakt.

      2. Ich (habe ge-) lese (n) die Süddeutsche seit sehr vielen Jahren. Ich habe sie sehr geschätzt und manches von dem was ich daran so wertschätzte gibt es dort immer noch zu finden. Das Forum ist dabei für mich zweitrangig, ich habe erst begonnen darin zu lesen, als ich meine SZ nicht mehr wiedererkennen konnte.

        Heute muss ich sagen, fehlt mir an der SZ in zu vielen Bereichen vor allem das versprochene Commitment, wie vom Testimonial versprochen: „…muss auch kritisch sein, wer nicht eigenständig denkt und schreibt…“.

        Wo es im Wirtschaftsteil schon lange so war, was ich überging, ist der propagandistische Exzess in Sachen Ukraine (der arabische Frühling und Syrien waren Vorläufer) für mich zuviel. Wenn ich mich in zentralen Fragen anderweitig informieren muss, um nicht desinformiert zu werden, brauche ich das Medium nicht mehr. Es leistet nicht mehr das was ich von ihm erwarte. Das ist der Stand aktuell. Da macht es Sinn, jetzt gerade die verlorene superior Selling Position werblich zu penetrieren.

        Auch hier ein interessanter Gleichklang zwischen den ehemaligen Qualitätsmedien: Der Spiegel hält werblich auch gerade die historische Aufklärermonstranz ins Spot-Licht, die man gerade verschludert hat.

        Kein Zufall: Ist die Substanz verraten, kann man ja zumindest noch mit dem abgelösten Etikett rumfuchteln. Nur: Wie viele aus der nativen Kern-Zielgruppe für diese Message sind denn noch übrig, die sich nicht gerade zuletzt genau deshalb abgewendet haben, weil das Versprechen nicht mehr eingelöst wird?

        Die waren Leser und sind es nicht mehr. Die Kampagne wird es nicht mehr ändern. Fazit: Ich würde es eher mit Katzenbildern und Exklusiventhüllungen zu Schmidts Geliebten versuchen. Passt besser.

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