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Werbe-Panne: Fanta und „die gute, alte“ Nazizeit

© Fanta

Fanta feiert sein 75-jähriges Bestehen. Doch das Jubiläum wird von einem Shitstorm überschattet. Denn das Erfrischungsgetränk will  mit der „Fanta Classic“ die „gute, alte Zeit“ zurückbringen. Allerdings ist damit Nazi-Deutschland gemeint. Nun ist der Getränkehersteller in Erklärungsnot.

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In einem einminütigen Clip erzählt Coca-Cola die Geschichte der Fanta nach. „Vor 75 Jahren waren die Rohstoffe für die beliebte Coke in Deutschland knapp“, hört man eine Sprecherstimme sagen. Gemeint ist die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Damals waren die Rohstoffe für Coca-Cola so knapp, dass der deutsche Coca-Cola-Chefchemiker Dr. Schetelig in Essen Fanta als Ersatzprodukt entwickelte. So musste Coca-Cola wiederum nicht auf das Deutschland-Geschäft verzichten.

Zwischen 1942 und 1949 gab es in Deutschland überhaupt keine Coca-Cola zu kaufen. Um die Inhaltsstoffe der Fanta vor Licht zu schützen, bestand die Flasche aus braunem Glas. Dieses Retro-Design und eine neue Geschmacksrichtung basierend auf der Original-Fanta bringt der Getränkehersteller nun unter dem Namen „Fanta Classic“ auf den Markt.

Oder wie es in dem Fanta-Clip heißt: „Um das zu feiern, bringen wir das Gefühl der guten alten Zeit zurück.“ Dass damit die Zeit des Zweiten Weltkriegs und Nazi-Deutschland gemeint ist, verschweigt der Spot. Die Empörung blieb nicht lange aus – und so löschte Coca-Cola kurzerhand das Video auf YouTube. Auf Vimeo ist es hingegen noch zu sehen.

Gegenüber Buzzfeed erklärte Coca-Cola nun, dass man das Video aufgrund der „missverständlichen Passage“ zurückgezogen hätte.“In keiner Form war die ‚gute alte Zeit‘ auf die Nazi-Zeit gemünzt. Vielmehr wollten wir an die Kindheit vieler Kunden erinnern“, wird ein Sprecher zitiert. Dafür spricht aus das Design der Flasche, das aus den Sechzigern stammt. „So ist zum Beispiel die Flasche aus den 60er Jahren. Coca-Cola distanziert sich in jeder Form von der Nazizeit.“ Der Clip soll nun in einer überarbeiteten Version erneut veröffentlicht werden.

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