FDP, Binden oder Mett? Wie ein kleines Video-Experiment den neuen Lidl-Imagespot entzaubert

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Marketing Von wegen Premium und gut. Am vergangenen Freitag stellte Lidl seinen neuen Image-Spot vor. Die Fachpresse feierte das 90-Sekunden-Werk euphorisch. Zuschauer und Agentur-Profis sehen das allerdings anders. Für die meisten ist der Clip "Werbung ohne Realitätsbezug" bzw. nur eine Aneinanderreihung von hübschen Bildern ohne Sinn und konkreter Aussage. Meterware aus dem Imagespot-Generator. Ein kleines Experiment der Satire-Website Schleckysilberstein verdeutlicht das.

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Wie wenig Text und Bild des Hochglanz-Spots mit dem Premiumverspechen des Discounters zu tun haben, beweist ein kleines Experiment. Schleckysilberstein zeigt in seinem Blog vier Varianten des Clips. Am Ende wird jeweils für ein anderes Produkt geworben. Einmal für die FDP, Binden, Bier oder Mett. Der Clou: Irgendwie passen die Bilder und Texte auch dazu. Denn die  zugegeben – schönen Bilder passen zu allem und zu gar nichts.

Hier noch einmal der Original-Spot:

Und nun die zwei Abwandlungen. Alle vier gibt es im Blog Schleckysilberstein:

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Alle Kommentare

  1. Als ich den Spot das erste Mal sah, fand ich ihn super. Dann kam das Lidl Logo und ich war mehr als verwirrt. Für mich ein Versuch emotional zu kommunizieren ohne vorher sich im Klaren zu sein, wie das Unternehmen sich in den letzten Jahren positioniert hat. Hier stand klar im Fokus: Schicke Bilder nichts dahinter. Schade.

  2. was hast du mein Kind gemacht. Achso GESICHT unser NAHRBARN ,falsche FREUND !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Tatsächlich das übliche Image-Blabla, abgelöst von jedem Bezug zum beworbenen Unternehmen/Produkt.

    Das dürfte den Leuten eigentlich langsam zu den Ohren herauskommen, und die Macher solcher Filmchen sollten das wissen. Dazu die obligatorische, pseudo-kindliche weibliche Quäkstimme (sind alle Produzenten und/oder Rezipienten solcher ‚Botschaften‘ eigentlich pädophil?); wahlweise erfolgt ein solcher Vortrag aber auch in der Geschmacksrichtung ‚männlich-sonor‘.

    Ein köstliches Beispiel dafür, wie man derlei Filme sehr gekonnt persifliert und dabei tatsächlich Imagewerbung für den Kunden macht, ist der Spot für ‚Didis Obststandl‘ in München:

    https://www.youtube.com/watch?v=DXIsTTH2wzg

    P.S.: Ich arbeite NICHT in der Werbe-Branche!

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