Anzeige

Oscars 2015: Birdman und Grand Budapest Hotel räumen ab

oscar2015.jpg

Hollywood ehrt seine Besten. Bei der 87. Oscar-Verleihung setzten sich die Favoriten durch: "Birdman" gewann die Auszeichnung als Film des Jahres, "The Grand Budapest" heimste ebensoviele Preise ab – nämlich gleich vier Academy Awards. Bedingt schlagzeilenträchtig: Moderator Neil Patrick Harris.

Anzeige
Anzeige

Der große Social Media-Moment des Vorjahres blieb aus. Auch wenn Moderator Neil Patrick Harris kein Selfie für Filmgeschichte anzubieten hatte – die Lacher und den Applaus hatte der „How I met your mother“-Star immerhin zumeist auf seiner Seite. Großer Aufreger: Der Fast-Nackt-Auftritt als Hommage an Michael Keatons große Performance im später großen Siegers des Abends – „Birdman„.

Die von Alejandro González Iñárritu verfilmte Low Budget-Produktion mit Michael Keaton in der Hauptrolle, die bereits im Vorfeld als einer der Topfavoriten galt, wurde als „Film des Jahres“ ausgezeichnet.

Die schwarze Komödie um den alternden Schauspieler Riggan Thomson – großartig verkörpert vom inzwischen 64-jährigen Ex-„Batman“-Darsteller Keaton –, der sich mit der Inszenierung einer Kurzgeschichte von Raymond Carver am Broadway noch einmal künstlerisch beweisen will und dafür alles auf eine Karte setzt, ist sowohl eine Ode an die Schauspielkunst als auch eine bissige Branchensatire.

Gleich vier Academy Awards heimste „Birdman“ insgesamt ein (Film des Jahres, beste Regie, bestes Drehbuch und beste Kamera)  – ebenso viele wie die britisch-deutsche Komödie „The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson, die in den Nebenkategorien „Bestes Szenenbild“, „bestes Kostümdesign“, „bestes Make-up“ und „beste Filmmusik“ ausgezeichnet wurde.

Immerhin drei Auszeichnungen gingen an das Musikfilmdrama „Whiplash“ (Bester Nebendarsteller, bester Schnitt und bester Ton); „Citizenfour„, das Porträt über den Whistlebloswer Edward Snowden, wurde als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Die begehrten Oscars als Hauptdarsteller sicherten sich Julianne Moore für ihre Rolle im Alzheimer-Drama „Still Alice“ und Eddie Redmayne in seiner Verkörperung des Physikgenies Stephen Hawking in „The  Theory of Everything„. 

Für die beste weibliche Nebenrolle wurde Patricia Arquette in „Boyhood“ ausgezeichnet; die 46-Jährige machte sich in ihrer Dankesrede für die Gleichberechtigung von Frauen – auch in der Bezahlung – stark und erntete dafür frenetischen Applaus.

Politisch wurde es ebenso in der Dankesrede von „Birdman“-Regisseur Iñárritu, der auf die schwierigen Lebensbedingungen mexikanischer Einwanderer hinwies, als auch bei den Musikern John Legend und Common, die an die Aktualität von Rassismus erinnerten.

Skandalauftritte blieben aus. Eine Peinlichkeit erlaubten sich zumindest „Fifty Stades of Grey“-Hauptdarstellerin Dakota Johnson und ihre Mutter Melanie Griffith, die sich den Sadomaso-Schmachtfetzen partout nicht ansehen will – sehr zum Missfallen ihrer Tochter.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Da es hier niemand nennt, und vielleicht ja auch gar nicht weiß, mindestens zwei der Oscars für Grand Budapest Hotel gehen nach Deutschland, konkret nach Brandenburg. Denn der Film wurde vom Studio Babelsberg produziert und hier sowie in Guben (ebenfalls Brandenburg) gedreht.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*