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Apple gibt Vollgas: Das iCar könnte schon 2020 losbrettern

iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter
iCar-Pläne: Apple-Chef Tim Cook wird konkreter Foto: dpa

Es war fraglos das Thema der Woche: Die überbordenden Spekulationen um Apples iCar. Neu angeheizt werden die Gerüchte in der Nacht von Bloomberg. Der Finanzinformationsdienst berichtet, dass Apple bereits in fünf Jahren Elektroautos auf den Markt bringen will.

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Immer neue Gerüchte um das iCar: Wie Bloomberg berichtet, hat Apple extrem ambitionierte Ziele beim Einstieg in den Auto-Markt. Bereits 2020 soll die Produktion des Elektroautos aus Cupertinos beginnen. Damit würde Apple den typischen Branchenzyklus unterbieten: die Autoindustrie braucht normalerweise fünf bis sieben Jahre, um ein neues Modell zu entwickeln.

Apple dürfte auf dem noch jungen Markt für Elektroautos mit Tesla und auch Traditionsautobauer General Motors konkurrieren, die 2017 Modelle für den Massenmarkt unter 40.000 Dollar herausbringen wollen. Aktuell liefert der hochgewettete Elektroauto-Hersteller Tesla das Premium- und Mittelklasse-Modell Roadster und Modell S aus und setzt pro Jahr gerade mal 31.000 Wagen ab – mit Verlust.

Ein iCar müsste Porsche weit hinter sich lassen, um für Apple relevant zu sein

Um überhaupt zu einem nennenswerten Faktor in der Geschäftsbilanz zu werden, müsste ein iCar Sportwagenhersteller Porsche deutlich hinter sich lassen, rechnete jüngst Henry Blodget vom Business Insider vor. Im vergangenen Rekordgeschäftsjahr setzte Porsche 162.000 Autos ab, erlöste dabei 14,3 Milliarden Euro und behielt davon unterm Strich 2,6 Milliarden Euro über. Zum Vergleich: Apple verdiente allein im jüngsten Weihnachtsquartal den Rekordgewinn von 18 Milliarden Dollar.

Losgetreten wurden die Spekulationen um ein Apple-Auto in der vorvergangenen Woche, nachdem der Nachrichtensender CBS in den Straßen San Franciscos einen mysteriöser schwarzen Mini-Van gesichtet hatte, der auf Apple zugelassen wurde. Sofort kochten die Gerüchte hoch: Arbeitet Apple heimlich auch an einem selbstfahrenden Auto wie Google?

Apple wirbt Tesla-Mitarbeiter angeblich aggressiv ab
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Die aufkommenden Spekulationen stützte wenig später ein nichtgenannter Apple-Mitarbeiter gegenüber dem Blog-Konglomerat Business Insider. Mitarbeiter vom Elektroautohersteller Tesla würden nach Cupertino überlaufen, „weil Apples neuestes Projekt einfach zu spannend ist, um es sausen zu lassen“, wird die Quelle zitiert.

CEO Elon Musk bestätigte vergangenen Woche Apples aggressives Vorgehen: Demnach werbe der iPhone-Hersteller Tesla-Mitarbeiter mit einer 60-prozentigen Gehaltserhöhung und einer Bonuszahlung von 250.000 bei Vertragsunterschrift ab.

Am vergangenen Wochenende meldete sich dann plötzlich das gewichtigste Organ des Wirtschaftsjournalismus zu Wort: „Apple schaltet beim Elektroauto einen Gang höher, um Tesla herauszufordern“, titelte das Wall Street Journal. Wie das WSJ berichtet, steht ein Elektroauto bei Apple als Zukunftsprojekt hoch im Kurs.

Geheim-Unit namens „Titan“ arbeitet seit einem Jahr am iCar

So arbeiten beim iPhone-Hersteller nach Angaben des Murdoch-Blattes aktuell bereits etliche hundert Mitarbeiter in einer geheimen Unit namens „Titan“ an einem Elektroauto, das aktuell wie ein Minivan aussehen soll. Auf bis zu tausend Mitarbeiter könnte das Team aufgestockt werden. Geleitet wird die Entwicklung von Apple-Manager Steve Zadesky, ehemals in Diensten des Autobauers Ford. Offenbar haben Apple-Angestellte bereits Produktionsstätten unter die Lupe genommen, darunter das österreichische Werk von Magna Steyr in Graz.

„Apple hofft, dass es dem Markt für Elektroautos ähnlich den Stempel aufdrücken kann wie der Smartphone-Industrie mit dem iPhone“, zitiert das Wall Street Journal einen nicht genannten Insider. So wären führende Apple-Mitarbeiter mehrfach nach Österreich geflogen, um sich mit dem Zulieferer Magna zu treffen. Bereits seit einem Jahr soll Apple an dem Geheimprojekt arbeiten. Kommentiert hat Apple die zirkulierenden Gerüchte, die – wie Staranalyst Gene Munster mutmaßt – auch bewusst gestreut sein könnten, bis heute nicht.

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Alle Kommentare

  1. Ihr solltet mal bisschen besser Recherche betreiben, Tesla hat 2014 35.000 Model S gebaut und davon 33.600 ausgeliefert. Der Roadster wird weder gebaut noch verkauft. Der angezielte Preis für das Model 3 von Tesla (ihr Massenmarkttaugliches Auto) beläuft sich auf 35.000$. Auch zu erwähnen wäre das Tesla bereits seit längerem auch Mitarbeiter von Apple abwirbt. Ungefähr 150 Angestellte haben sie dem Technikkonzern abgenommen, mehr als von jeder anderen Firma.
    Sonst finde ich den Artikel sehr gut, mir gefällt das die Gerüchte auch als Solche behandelt werden.

  2. Planen und realisieren sind immer noch zweierlei Dinge. Wenn Apple das iCar so bauen lässt wie iPhone & Co, also billig, unter menschenunwürdigen Bedingungen in China, braucht GM oder Tesla und erst recht nicht Porsche, Mercedes & Co Bange zu sein. In Europa erhält die Karre nämlich dann nicht mal eine Zulassung.
    Vielleicht ist hier etwas weniger Enthusiasmus angebracht, Fanboy…

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