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Shoppen statt glotzen: Second-Screen-Nutzung während des TV-Konsums steigt immer weiter an

Second-Screen-Nutzung während des TV-Konsums nimmt immer weiter zu.
Second-Screen-Nutzung während des TV-Konsums nimmt immer weiter zu.

Nahezu jeder TV-Sender macht sich Gedanken, wie er sein Programm erfolgreich auf den so genannten Second Screen verlängern kann. 74 Prozent der TV-Zuschauer nutzen beim Fernsehen parallel Smartphones oder Tablets. Ein Zuwachs von sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, so eine Studie der Mediaagentur Initiative.

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Die Parallelnutzung steigt seit Jahren konsequent an, was auf die Verbreitung von Smartphones und Tablets zurückzuführen ist. „Die Nutzung weiterer Bildschirmfoto 2015-02-18 um 16.33.04Bildschirme parallel zum TV ist mittlerweile zur Normalität geworden“, erklärt Studienleiterin Meike Schnoor. Im Vergleich zu ihrer vorangegangenen Studie sei nicht nur die Anzahl der Parallelnutzer angestiegen, sondern habe auch die Intensität der Nutzung zugenommen. Auch stelle man fest, dass der zweite, meist kleinere Bildschirm nicht mehr überwiegend zur Kommunikation mit anderen genutzt werde, sondern auch für die Recherche von TV-Inhalten (70 Prozent) oder für Online-Shopping (68 Prozent, + 5 Prozent) eingesetzt werde.

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Wie generell in der Medienbranche heißt es auch für Second-Screen-Anwendungen „mobile first“. Das meistgenutzte Gerät ist mittlerweile das Smartphone (47 Prozent, + 11 Prozent) vor dem Laptop (38 Prozent), gefolgt von Tablets (20 Prozent) und dem stationären PC (20 Prozent).

Parallelnutzung während der Werbepausen am höchsten
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TV-Sender, aber auch andere Medienunternehmen, probieren sich intensiv im Feld der Second-Screen-Anwendungen aus. Bisher ohne bahnbrechende Erfolge, obwohl die Chancen für eine Vermarktung durch die hohe Nutzungsrate des Second Screen keine schlechten sind. Ärgerlich für TV-Vermarkter: Besonders in den Werbezeiten lassen sich Zuschauer gerne vom Smartphone ablenken. 90 Prozent der von Initiative Befragten tippen in den Werbepausen auf dem Second Screen herum. Talkrunden, Serien oder Scripted-Reality-Formate verlieren in dieser Zeit 74 bis 80 Prozent der Zuschauer ans Smartphone oder das Tablet. Die größte Aufmerksamkeit bekommen Nachrichten oder Spielfilme. Doch auch hier liegt die Parallelnutzung bei noch 60 Prozent.

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Die höchste Parallelnutzung weist vor allem die junge Zielgruppe zwischen 14 und 29 Jahren auf. Von ihnen sitzen 87 Prozent mit einem zweiten Gerät vor dem Fernseher. 30- bis 39-Jährige nutzen zu 81 Prozent den Scond-Screen. In der Altersgruppe der 40 bis 49-Jährigen gibt es 72 Prozent Parallelnutzer, bei den 50 bis 59-Jährigen sind es immerhin noch 61 Prozent.

Über die Studie: Als Basis wurden 1.055 Online-Interviews mit Deutschen im Alter von 14 – 59 Jahren geführt, die Smartphone, Tablet-PC, Laptop oder stationären PC parallel zum TV mindestens einmal pro Halbjahr nutzen. Die Studie wird mit dem Initiative-eigenen Connections Panel erhoben und erscheint regelmäßig.

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