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Geheimprojekt „Titan“: 1000 Apple-Spezialisten entwickeln Elektro-Auto

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Die seit einer Woche brodelnde Gerüchteküche um ein iCar hat am Wochenende hochkarätige Nahrung bekommen. Niemand anderes als das Wall Street Journal verbreitet exklusive Einblicke in Apples mutmaßliches Zukunftsprojekt, das intern den Codenamen "Titan" tragen soll. Angeblich würden rund 1.000 Apple-Mitarbeiter bereits seit einem Jahr an einem Elektroauto tüfteln.

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Nach einer Woche der Spekulationen, die von Tech-Blogs befeuert wurden, meldete sich plötzlich das gewichtigste Organ des Wirtschaftsjournalismus zu Wort: „Apple schaltet beim Elektroauto einen Gang höher, um Tesla herauszufordern“, titelte das Wall Street Journal am Wochenende.

Ist ein iCar also tatsächlich mehr als das Wunschdenken von Fanboys? Wie das WSJ berichtet, steht ein Elektroauto bei Apple als Zukunftsprojekt hoch im Kurs. So arbeiten beim iPhone-Hersteller nach Angaben des Murdoch-Blattes aktuell bereits entliche hundert Mitarbeiter in einer geheimen Unit namens „Titan“ an einem Elektroauto, das aktuell wie ein Minivan aussehen soll. Auf bis zu tausend Mitarbeiter könnte das Team aufgestockt werden. Geleitet wird die Entwicklung von Apple-Manager Steve Zadesky, ehemals in Diensten des Autobauers Ford. Offenbar haben Apple-Angestellte bereits Produktionsstätten unter die Lupe genommen, darunter das österreichische Werk von Magna Steyr in Graz.

Geheim-Unit „Titan“ soll bereits seit einem Jahr am Elektroauto arbeiten

„Apple hofft, dass es dem Markt für Elektroautos ähnlich den Stempel aufdrücken kann wie der Smartphone-Industrie mit dem iPhone“, zitiert das Wall Street Journal einen nicht genannten Insider. So wären führende Apple-Mitarbeiter mehrfach nach Österreich geflogen, um sich mit dem Zulieferer Magna zu treffen. Bereits seit einem Jahr soll Apple an dem Geheimprojekt arbeiten.

Das wiederum fiele zeitlich fast exakt mit den im Februar 2014 kolportierten Gerüchten zusammen, dass Apple die Übernahme von Tesla erwogen habe. Gespräche dazu hätten im Frühjahr 2013 stattgefunden, sich aber im Sande verlaufen, weil vor allem Unternehmenschef Elon Musk keine Verkaufsabsichten nachgesagt werden. Da Musk allerdings selbst einen atemberaubenden Expansionskurs verfolgt, könnte sich seine Haltung allerdings ändern: Mit Apple stünde ein finanziell extrem potenter Investor bereit, und die Marken passen vom Image her bestens zusammen.

Gerüchte ums „iCar“ halten sich seit Jahren

Ob Apples eigenes Elektroauto-Engagement am Ende eine Reaktion auf eine möglicherweise gescheiterte Tesla-Übernahme ist, erscheint am Ende ebenso spekulativ wie die Frage, ob Apple am Ende tatsächlich ein Auto Markt bringen wird. Experten sind sich einig, dass es selbst bei günstigsten Bedingungen noch Jahre dauern würde, bis ein marktreifes Fahrzeug zur Verfügung stünde.

In der „Steve Jobs“-Biografie von Walter Isaacson hatte der Apple-Gründer enthüllt, dass der Kultkonzern aus Cupertino traditionell an vielen Projekten arbeite, von dem sich dann nur ein Produkt in mehreren Jahren durchsetze. So waren die Prototypen des iPad und iPhone etwa zeitgleich fertig, doch das Apple-Smartphone erhielt aufgrund seiner Relevanz den Produktionsvorzug vor dem Tablet.

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Apple wirbt im großen Stil von Tesla ab

Die Gerüchte um ein „iCar“ halten sich mindestens seit 2012, als Apples Marketingchef Phil Schiller im Rahmen des Patentprozess gegen Samsung flachste: „Die Leute haben eine Menge vorgeschlagen: Baut eine Kamera oder ein Auto – verrücktes Zeug!“

In der vergangenen Woche nährte allerdings ein nichtgenannter Apple-Mitarbeiter gegenüber dem Blog-Konglomerat Business Insider die Spekulationen von einem geheimen Auto-Projekt: „Es wird die Branche verändern und Tesla herausfordern“, wird die Quelle zitiert.

Mitarbeiter vom Elektroautohersteller Tesla würden demnach nach Cupertino überlaufen, „weil Apples neuestes Projekt einfach zu spannend ist, um es sausen zu lassen“, wird die Quelle zitiert. Demnach hätten bei Apple bereits 50 ehemalige Mitarbeiter von Tesla angeheuert.

„Wenn Steve Jobs leben würde, würde er ein iCar designen“

In einem anderen Artikel zitierte das Tech- und Wirtschaftsportal von Henry Blodget den CEO des Bekleidungsherstellers J. Crew, Mickey Drexler, der gleichzeitig Aufsichtsratsmitglied bei Apple ist, mit den Worten, ein Apple-Auto habe zu Steve Jobs‘ Visionen gehört. „Wenn Steve leben würde, würde er ein iCar designen“, erklärte Drexler bereits vor einem Jahr auf einer Podiumsdiskussion.

Vorvergangene Woche hatte auch der Nachrichtensender CBS die Spekulationen vom Apple-Auto mit neuer Nahrung unterfüttert: In den Straßen San Franciscos wurde ein mysteriöser schwarzer Minivan gesichtet, der auf Apple zugelassen wurde.

 

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Alle Kommentare

  1. Ich glaube eher daran, dass es doch noch einen merger zwischen Apple und tesla gibt, vor allem wenn man die Marktkapitalisierung von 700 Mrd. zu 30 Mrd. Dollar sieht!

  2. Wenn Apple ein E-Auto baut, dann braucht es sicher ganz speziellen Strom von Apple. Und ganz spezielle LED-Birnen von Apple für die Scheinwerfer. Und ganz spezielle Reifen nur von Apple 🙂

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