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They never come back: Zynga und Groupon enttäuschen weiter

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Quartalszahlen von US-Internet-Unternehmen, letzter Akt: Zum Ende der Berichtssaison legen auch die Kellerkinder des Internetsektors Rechenschaft vor ihren Aktionären ab. Obwohl die Anteilseigner von Zynga und Groupon seit Jahren Kummer gewohnt sind, enttäuschten die abgestürzten Highflyer vergangener Tage erneut die Erwartungen.

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Auch die letzte Reihe der Internetaktien muss irgendwann Farbe bekennen, selbst wenn der Anblick nicht der schönste ist. Alle drei Monate beginnt das Trauerspiel um zwei Dotcom-Unternehmen, die vor dem Facebook-IPO mit soviel Vorschusslorbeeren an die Wall Street gestartet waren, aufs Neue: Zynga und Groupon erlebten wenige Wochen nach ihren Börsendebüts 2011 / 2012 ein kurzes Hoch, um danach auf eine jahrelange Talfahrt zu gehen, von der sich beide Internet-Unternehmen bis heute nicht erholt haben.

Seit Jahresbeginn liegen etwa die Aktien von Groupon schon wieder um 10 Prozent hinten – binnen eines Jahres beträgt das Minus gar schon 31 Prozent. Und das, obwohl das Schnäppchenportal nach der Entlassung des Gründers Andrew Mason unter Mitbegründer Eric Lefkofsky einen harten Sanierungskurs eingeschlagen hat, der offenkundig Früchte trägt.

Groupons Ausblick enttäuscht

Im Weihnachtsquartal konnte Groupon die Umsätze zwar merklich von 786 auf 925 Millionen Dollar steigern und dabei unterm Strich endlich wieder schwarze Zahlen schreiben (der Nettogewinn betrug 8,8 Millionen Dollar). Aber: Der Umsatzausblick für die laufenden Geschäfte blieb mit einer Schätzung zwischen 790 und 840 Millionen Dollar deutlich unter den Erwartungen der Wall Street, die bei 857 Millionen Dollar gelegen hatten. Ergo: Die Groupon-Aktie geriet im nachbörslichen Handel mit einem Minus von rund zwei Prozent erneut unter Abgabedruck.

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Komplett unter die Räder kam fast standesgemäß die Aktie von Zynga. Der Anbieter von Social Games, der mit „Mafia Wars“ und „FarmVille“ einst den Durchbruch schaffte, galt zu Boomzeiten als Hebel auf Facebook – doch dann zogen die Nutzer weiter. Nur noch 108 Millionen Gamer tummelten sich zwischen Oktober und Dezember noch auf den Spiele-Angeboten von Zynga. Das ist ein weiterer Nutzerrückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Zynga-Turnaround fällt aus, Aktie kurz vor Allzeittiefs

Auch in Dollar und Cent gelingt CEO Don Mattrick der Turnaround nicht erkennbar. Die Umsätze konnten zwar leicht von 176 auf 192 Millionen Dollar gesteigert werden, Analysten hatten jedoch mit Erlösen in Höhe von 201 Millionen Dollar gerechnet.

Unterm Strich wuchs das Minus im abgelaufenen Quartal rasant von 25 auf nun schon 45 Millionen Dollar an. Zynga erklärte, noch über Cash-Reserven in Höhe 1,15 Milliarden Dollar zu verfügen. Der Börsenwert beträgt dabei gerade mal noch rund zwei Milliarden Dollar. Bei nachbörslich 2,28 Dollar kämpft die Zynga-Aktie nun gegen Allzeittiefs.

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