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Medienjournalisten-Legende David Carr stirbt mit 58 Jahren im Newsroom der New York Times

David Carr, der Medien-Kolumnist der New York Times und einer der bekanntesten Medienjournalisten überhaupt, starb am Donnerstag im Alter von 58 Jahren. Er brach im Newsroom der New York Times tot zusammen. Carr galt als unbestechlich, blitzgescheit und war ein gefürchteter Formulierer.

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David Carr überlebte eine Krebs-Erkrankung und die Drogensucht. In seiner Autobiografie „The Night of the Gun“ aus dem Jahr 2008 beschrieb er schonungslos offen sein wildes Leben Ende der Achtziger Jahre, als er Kokain-süchtig war.

In der Kino-Dokumentation “Page One: Inside The New York Times” aus dem Jahr 2011 war Carr einer der Protagonisten. Ihm gegenüber stand der Blogger und Social-Media-Fan Brian Stelter. Carr über den Nonstop-Twitterer Stelter im Film:

Das Roboter-hafte an ihm ist, dass er seinen kleinen Finger bewegt und sofort Content dabei herauskommt. Während er chattet, tweetet und bloggt er gleichzeitig. Und am nächsten Tag ist er auf Seite eins mit einem synthetischen Stück über TV-Analysen oder New media, was er auch noch beackert. Wenn Brian nicht so ein netter Typ wäre, hätte ich ihm vermutlich schon was ins sein Essen gemischt oder ihn still und leise mit einem Kissen erstickt.

Legendär auch Carrs Interview mit den Vice-Machern. Als der Vice-Chef sich brüstet, dass sie in Kriegsgebiete reisen, während die New York Times belangloses Zeug schreibt, stoppt Carr mit dem Klappern auf seiner Laptop-Tastatur und stutzt die New-Media-Stars in wenigen Worten gewohnt knarzig zurecht:

Seine montägliche Medienkolumne „The Media Equation“ war nicht nur in den USA Pflichtlektüre. Hier der Nachruf auf ihn in der New York Times. Hier einige Reaktionen auf den Tod von David Carr bei Twitter:

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