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Bauers People: Ex-Bild-Mann Rolf Hauschild wird Junkersdorf-Vize

Machen gemeinsame Sache: Tom Junkersdorf (l.) und Rolf Hauschild bilden die Chefredaktion für die deutsche People.
Machen gemeinsame Sache: Tom Junkersdorf (l.) und Rolf Hauschild bilden die Chefredaktion für die deutsche People.

Rolf Hauschild, bis vergangenes Jahr Chef der Bild München, wird stellvertretender Chefredakteur der deutschen Ausgabe des People-Magazine, die derzeit von Tom Junkersdorf aufgebaut wird. Die Bauer Media Group hatte sich 2014 die Lizenzrechte der Time Inc.-Marke gesichert. Hierzulande gilt der Launch von People als Angriff auf Bunte und Gala.

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Hauschild, gelernter Sportjournalist, legte mit kurzzeitigen Unterbrechungen eine beachtenswerte Karriere bei der Bild-Zeitung hin, verantwortete unter anderem als Stellvertreter den Sportteil der Bundesausgabe und arbeitete zuletzt als Redaktionsleiter der Bild-Südausgaben. Eigenen Angaben zufolge ist der 57-Jährige seit Ausscheiden bei Axel Springer als Berater für die Chefredaktionen der Madsack Mediengruppe sowie für die Bauer Media Group tätig. Wie Bauer Media gegenüber MEEDIA einen W&V-Bericht bestätigt, gehört Hauschild bereits der Entwicklungsredaktion von People an.

People als Konkurrenz für Burdas Bunte

People ist als Promi- und Celebrity-Zeitschrift seit Jahrzehnten eine Macht in den USA und hat mit dem Titel „Sexiest Man Alive“ eine weltweite Marke geschaffen. Die verkaufte Print-Auflage liegt bei 3,5 Millionen Ausgaben in der Woche und erreicht eigenen Aussagen zufolge 58 Millionen Menschen. Auf dem US-Markt ist Bauer als Verleger der InTouch sowie des Jugendblatts J-14 ein direkter Konkurrent von Time Inc.

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Die deutsche Ausgabe wird von Bauers Top-Mann Tom Junkersdorf entwickelt und redaktionell verantwortet. Er baute für Bauer bereits die erfolgreiche Zeitschrift Closer auf und entwickelte diverse andere Zeitschriften mit. Bei Closer folgte ihm Tim Affeld, der gleichzeitig Chefredakteur von InTouch bleibt. Junkersdorfs Redaktion soll insgesamt 40 bis 50 Mann stark werden. Die deutsche People könnte, wie MEEDIA bereits berichtete, voraussichtlich im April oder Mai zum ersten Mal am Kiosk liegen.

Der Eintritt von People dürfte vor allem bei den Verantwortlichen von Burdas Bunte und Gruner+Jahrs Gala für Magengrummeln sorgen. People wird mit ihnen in direkter Konkurrenz stehen. Durch die Kooperation von Bauer und Time Inc. wird die deutsche Ausgabe der People vermutlich auch auf das redaktionelle Angebot der US-Kollegen zugreifen dürfen. Dort landen Exklusiv-Stories (und vor allem Verkaufsgaranten) wie eine Clooney-Hochzeit oder Pitt/Jolie-Geschichten, mit denen hierzulande zuletzt Bunte auftrumpfte, in der Regel zuerst.

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