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Apple-Fernseher: Analyst Gene Munster verbreitet neue TV-Hoffnung

Schon unter Steve Jobs gab es anhaltende Gerüchte um den Apple-Fernseher
Schon unter Steve Jobs gab es anhaltende Gerüchte um den Apple-Fernseher

Ooops, er tut es schon wieder: Gene Munster, in den Nullerjahren der unumstrittene Apple-Staranalyst, hat sich mit einer neuen Prognose zu Apple TV vorgewagt. Die Set-Top-Box werde zu Apples Konter auf Nest, ein Fernsehgerät folge 2016 oder 2017.

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Es ist nicht leicht, Gene Munster zu sein. Über ein Jahrzehnt war kein Analyst akkurater und entsprechend gefragter, wenn um die Prognose von Apple-Bilanzen und Kurszielen ging. Der heutige Senior Analyst von Piper Jaffray erkannte frühzeitig das Potenzial, das im iPod steckte und empfahl die Apple-Aktie erstmals im Juni 2004 bei Kursen von etwas über 2 Dollar.

Es ging immer höher mit der Apple-Aktie und Munsters Karriere als Staranalyst – die Businesswerk widmete dem coolen Analysten 2012 eine längere Story. Es sollte der vorläufige Gipfel von Apple und des Piper Jaffray-Analysten sein. Was folgte, ist hinreichend dokumentiert: Ein bemerkenswerter Absturz der Apple-Aktie, den Munster nicht kommen sah und auf den er zu spät mit immer neueren, prozyklischen Kurszielen reagierte – genauso wie seit 2014 wieder auf das Comeback. Ein typisches Analystenschicksal.

Munster prognostiziert neues Apple TV für Herbst

Der wirklich dicke Fleck auf Munsters einst weißer Analystenweste kommt indes von seinen Prognosen zum Apple-Fernseher, den der inzwischen 43-Jährige seit 2011 wirkliches Jahr – 2012, 2013, 2014 – auf Neues vorhersagte. Munster steckt im ultimativen Prognose-Dilemma: Tatsächlich galt das TV-Gerät lange Zeit als ausgemachte Sache – es erschien nur nicht. Mutmaßlich, weil Cupertino die Content Deals mit den führenden Kabelnetzbetreibern nicht gelangen.

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Entsprechend defensiv äußerte sich Munster kurz vor Jahreswechsel: der Apple-Fernseher komme immer noch – nur diesmal nicht im nächsten, sondern im übernächsten Jahr (2016). Den Fahrplan dahin präzisierte Munster nun in einer Mitteilung an Bankkunden, die dem Business Insider vorliegt: Auf der WWDC Anfang Juni dürfte Tim Cook einen Ausblick auf die nächste Generation der Set-Top-Box Apple TV geben, deren Upgrade nach drei Jahren mehr als überfällig ist.

Apple-Fernseher kommt 2016. Oder 2017…

Erscheinen dürfte die vierte Generation aber erst im Herbst. Nach Munsters Einschätzung soll es die bislang größte Überholung in der dann auch schon neunjährigen Historie des viel zitierten „Hobbys“ werden: Das neue Apple TV soll neue Content- und Gaming-Angebote umfassen und HomeKit integrieren – also die Schnittstelle zu Heimautomatisierungslösungen.

In anderen Worten: Apple TV könnte Cupertinos Tor zur Smart Home-Welt werden – und damit gleichzeitig die Antwort auf den von Google übernommenen Raumthermostat- und Rauchmelder-Anbieter Nest. Doch das ist natürlich nur der Software-Auftakt zur Hardware-Vervollständigung. So wie auf iTunes wenig später der iPod folgt, soll binnen eines Jahres auf das neue Apple TV der physische Fernseher kommen. Vorausgesetzt, Munster hat sich nicht wieder im Jahr geirrt.

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