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Mitarbeiter des Hamburger Abendblatts schreiben Brandbrief gegen Spar-Maßnahmen der Funke-Gruppe

Mitarbeiter des Hamburger Abendblatt haben sich in einem dramatischen Brandbrief an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat der Funke Mediengruppe gewandt. In dem von newsroom.de dokumentierten Schreiben, fordert die Belegschaft der Zeitung, einen Stop des Personalabbaus, einen Wiedereintritt in den Tarif und neue Strategien.

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Anfang Februar mussten 14 freie Mitarbeiter des Hamburger Abendblatt gehen. Von einem weiteren Stellenabbau ist die Rede. Das Hamburger Abendblatt wurde von der Axel Springer SE zusammen mit zahlreichen weiteren Zeitungen und Zeitschriften an die Funke Gruppe verkauft. In dem von 167 Mitarbeitern gezeichneten Brief, den newsroom.de in voller Länge veröffentlichte, heißt es:

Alljährlich weit über der allgemeinen Teuerungsrate liegende Preiserhöhungen bei gleichzeitiger Verschlechterung der journalistischen, vertrieblichen und Service-Qualität sind ein sicherer Weg in den ökonomischen Abstieg.

Die Mitarbeiter weisen auf die verschärfte Konkurrenzsituation in der Hansestadt hin. Die Zeit ist seit vergangenem Jahr mit einem eigenen Hamburg.Teil auf dem Markt, die Bild am Sonntag hat eine Hamburg-Beilage angekündigt und Springers Welt will ab Mai die Hamburg-Berichterstattung digital ausbauen. In dem Brief heißt es: „Das Abendblatt reagiert in dieser Situation mit Sparprogrammen und Outsourcing: Ab Sommer 2015 werden die Seiten für Politik, Wissen und Allgemeines in Berlin von einer neuen GmbH produziert – weitere könnten folgen.“

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Dadurch, dass Funke nicht im Arbeitgeberverband Mitglied ist, besteht für das Abendblatt außerdem keine Tarifgebundenheit. Es seien bereits viele Arbeitsverträge geschlossen worden, die dramatisch schlechtere Bedingungen beinhalten würden, beklagen die Mitarbeiter.

Sie fordern einen Verzicht auf weiteren Personalabbau, egal ob feste oder freie Mitarbeiter, den Eintritt in die Tarifgemeinschaft für Redaktion sowie kaufmännische und technische Abteilungen und die Entwicklung neuer Strategien statt Personalkürzungen. Der Brief schließt mit den Worten:

Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie das Hamburger Abendblatt aus kurzfristigem und -sichtigem Profitinteresse gegen die Wand gefahren wird!

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Alle Kommentare

  1. …herrje, verehrte „Wilma Blasen“,
    wie wichtig doch hier ein gekündigter „Schlussredakteur m/w“ gewesen wäre -natürlich gegen Bezahlung – um Ihrer schweren Legasthenie abzuhelfen!

    1. Haha, was für ein extrem lustiges Pseudonym, Frau Doktor. Und Scheißerei schreibt sich übrigens mit „ß“ – wie auch herrje mit „Doppel-r“.

      Ansonsten: Weiterhin einen schönen Tag.

      D.R.

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