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Glücksschreie bei Zalando: Modeversender weist Vorsteuergewinn für 2014 aus

Bullish: Der Zalando-Vorstand mit David Schneider (l-r), Robert Gentz und Rubin Ritter
Bullish: Der Zalando-Vorstand mit David Schneider (l-r), Robert Gentz und Rubin Ritter

Erste Jahresbilanz für Zalando nach dem Börsengang im vergangenen Oktober: Europas größter Online-Modeversender konnte im Geschäftsjahr 2014 erneut ein zweistelliges Umsatzwachstum ausweisen. Dank eines starken Weihnachtsgeschäfts reichte es auch erstmals für einen Vorsteuergewinn.

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Ob heute zu Handelsbeginn Glücksschreie bei Zalando-Aktionären angesichts der vorläufigen Quartalszahlen und Jahresbilanz ausgestoßen werden, bleibt noch abzuwarten. Auf den ersten Blick liest sich das ungewöhnlicherweise mitten in der Nacht veröffentlichte Zahlenwerk zumindest ansprechend.

Europas größter Online-Modeversender vermeldete für das Weihnachtsgeschäft einen Anstieg des Konzernumsatzes um rund 21 Prozent auf 666 Millionen Euro (Q4 2013: 550 Millionen Euro) und eine satte Steigerung des Gewinns vor Steuern und Abschreibungen (EBIT) von 12 auf 61 Millionen Euro.

Umsatzsteigerung von 26 Prozent im Geschäftsjahr 2014

Auch auf Jahressicht befindet sich Zalando weiter zackig auf Wachstumskurs: Nach  1,8 Milliarden Euro 2013 erlöste die Samwer-Beteiligung im Geschäftsjahr 2014 nach einer Umsatzsteigerung von 26 Prozent nunmehr 2,2 Milliarden Euro. Das EBIT lag bei 62 Millionen Euro – und damit nach dem Fehlbetrag von 114 Millionen Euro vor einem Jahr erstmals im positiven Terrain.  Ob es unterm Strich für einen Nettogewinn gereicht hat, werden die endgültigen Geschäftszahlen am 5. März zeigen.

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Solange wollte Rubin Ritter, Mitglied des Zalando-Vorstands, mit seinem positivem Jahresfazit indes nicht mehr waren. „Unser Ergebnis für 2014 unterstreicht, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist und signifikante Margen erzielen kann“, feierte Ritter die Bilanz. Für 2015 bestätige Zalando die Umsatzprognose mit einem Wachstumskorridor von 20 bis 25 Prozent. Das Internet-Unternehmen fokussiere sich auch weiter auf profitables Wachstum.

Aktie aktuell nur knapp über Ausgabekurs

Der Jahresbilanz vorausgegangen war ein turbulenter Börsenstart im vergangenen Herbst. Zu Kursen von 21,50 Euro war die Zalando-Aktie seinerzeit am Markt platziert worden und dann schnell unter Druck geraten. Nach einem Kurssturz von mehr als 20 Prozent rappelten sich die Anteilsscheine von Zalando schnell wieder auf und legten in der Spitze ebenfalls um 20 Prozent zu.

Vor Verkündung der Geschäftszahlen tendierte das Papier gestern bei Kursen von 22,50 Euro nur leicht über dem Ausgabekurs vom Oktober. Dennoch: Bei einem Börsenwert von nunmehr 5,5 Milliarden Euro ist Zalando an den Kapitalmärkten weiter wertvoller als die Dax-Konzerne K+S oder Lanxess.

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