Anzeige

Immonet & Immowelt: Springer baut Immobilien-Allianz

mathias-doepfner2_immowelt_immonet.jpg

Neuer Groß-Konkurrent für Immobilienscout24: Axel Springer Digital Classifieds übernimmt von der markt.gruppe 55 Prozent an Immowelt und bündelt beide Plattformen unter dem Dach der neue Immowelt Holding AG. Springer zahlt für die Mehrheit rund 131 Millionen Euro an die bisherigen Immowelt-Gesellschafter.

Anzeige
Anzeige

Diese bleiben allerdings als strategische Partner auch weiterhin beteiligt. Das gilt auch für die beiden Gründer der Immowelt AG. „Wir sehen in der Fusion von Immowelt und Immonet einen zukunftsweisenden Schritt. Daher haben wir der teilweisen Veräußerung von Anteilen an der erfolgreichen Immowelt AG zugestimmt“, erklären die Geschäftsführer der markt.gruppe, Harald Brenner und Johannes Werle.

Die markt.gruppe bündelt als Holding-Gesellschaft einige nationale Online-Rubrikengeschäfte. Zu ihr gehören unter anderem das Stellenportal Stellenanzeigen.de, das Kleinanzeigenportal markt.de, das regionale Rubrikenportal Kalaydo.de und das Automobilportal motoso.de. Sie gehört der Verlagsgruppe Ippen und der ProServ Medien Service GmbH (mehrheitlich Rheinische Post). Erst im vergangenen Jahr hatte die beiden Gesellschafter zu gleichen Teilen den 33 Prozent-Anteil an der Holding übernommen, den die Funke-Gruppe hielt.

Die markt.gruppe arbeitet – nach eigenen Angaben – mittlerweile mit mehr als 150 Tageszeitungen zusammen. Mit ihren Anzeigen-Portalen sollen jeden Monat mehr als 350 Millionen Page Impressions generiert werden. Zudem sollen mehr als sechs Millionen Anzeigen online einsehbar sein.

„Mit der Zusammenführung stärken wir unsere Position auf dem deutschen Immobilienmarkt signifikant. Gemeinsam wollen wir weiter investieren und wachsen“, erklärt Springer-Vorstand Andreas Wiele.

Anzeige

Den Verhandlungen soll eine Bewertung beider Unternehmen in Höhe von 420 Millionen Euro zugrunde gelegen haben. Allerdings steht die Transaktion noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden.

CEO des neuen Unternehmens soll Carsten Schlabritz (derzeit CEO Immowelt AG) werden. Jürgen Roth (derzeit CTO Immowelt AG), Ulrich Gros (derzeit CFO Immowelt AG) und Philip Schulze (derzeit Geschäftsführer der Immonet-Gruppe) sollen ebenfalls Vorstände der neuen Immowelt Holding AG werden.

„Mit der Fusion werden Immowelt und Immonet über die beiden Standorte Nürnberg und Hamburg hinweg gemeinsam zur starken Nummer zwei auf dem deutschen Online-Immobilienmarkt. Mit Axel Springer steht uns nun zusätzlich ein weiterer erfahrener Partner für eine erfolgreiche Zukunft zur Seite“, hofft der neue CEO. Der bisherige CEO von Immonet, Christian Maar meint. „Der Zusammenschluss der beiden Marken Immmowelt und Immonet ist der nächste konsequente Schritt, sich noch stärker im Immobilienmarkt zu positionieren.“

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. „Mit der Fusion werden Immowelt und Immonet über die beiden Standorte Nürnberg und Hamburg hinweg gemeinsam zur starken Nummer zwei auf dem deutschen Online-Immobilienmarkt. “
    Mir ist unverständlich, warum die beiden Webseiten nicht zusammengelegt werden. Die Positionen in der Rangfolge in Deutschland waren laut https://www.bauzinsen.com/immowelt/ am 15.11.2016
    immowelt 154
    immonet 191
    immobilienscout24.de 44
    Von der immonet.de könnte doch eine Weiterleitung auf die immowelt.de erfolgen und der Brand weiter ausgebaut werden. Die beiden Brands parallel weiter zu entwickeln macht doch keinen Sinn

  2. Toll, endlich mal mehr Konkurrenz im Markt. Bin mir sicher, dass der Platzhirsch hier schon passende Gegenmaßnahmen geplant hat. Neue Marktteilnehmer wie http://www.immobase.de könnten dabei ein wenig mitmischen. Es bleibt spannenden – vor allem mit der neuen und kommenden Gesetzgebung „Bestellerprinzip“ wird wohlmöglich bestehen Risiken, aber auch Chancen. Wir sind gespannt….

    1. Toll, endlich mal mehr Konkurrenz im Markt. Bin mir sicher, dass der Platzhirsch hier schon passende Gegenmaßnahmen geplant hat. Neue Marktteilnehmer wie http://www.immobase.de könnten dabei ein wenig mitmischen. Es bleibt spannenden – vor allem mit der neuen und kommenden Gesetzgebung „Bestellerprinzip“ wird wohlmöglich bestehen Risiken, aber auch Chancen. Wir sind gespannt….

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*