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P7S1, Axel Springer, Xing: Alle Medienaktien fliegen hoch

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Griechenland-Krise? Euro-Crash? Überhitzte Kurse? Alles egal, deutsche Medienaktien kennen 2015 nur eine Richtung – und zwar steil nach oben! Axel Springer und Xing stellten gerade neue Allzeithochs auf, ProSiebenSat.1 steht kurz davor…

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Die Gesichter waren lang: Besitzer von deutschen Medienaktien blickten im Börsenjahr 2014 fast unisono in die Röhre, obwohl sich die Leitindizes seit- bis aufwärts bewegten. Anzeichen, dass die fünfjährige Hausse auslief?

Nicht so schnell. 2015 scheinen die Letzten die Ersten zu sein. Wer in den vergangenen sechs Wochen auf Medienunternehmen gesetzt hat, ist mit einem Turbo in das neue Jahr gestartet. Beispiel die RTL Group: Zwar dauert es noch bis Anfang März zur Verkündung der jüngsten Quartals- und Gesamtjahreszahlen, doch die Hoffnung auf ein Ende der absurd hohen Werbesteuer der Orban-Regierung in Ungarn und der gesamte Aufwärtstrend der deutschen Aktienmärkte seit Jahresbeginn beflügelte auch die RTL-Aktie um immerhin 8 Prozent.

Xing und ProSiebenSat.1 haussieren

Noch besser als Europas größter Fernsehkonzern performte Europas größter Digitalverlag. Die Axel Springer SE, vergangenes Jahr mit einem Plus von 7 Prozent erfolgreichste Medienaktie der Nation, konnte Anteilseignern seit Jahresbeginn nun schon ein Plus von 11 Prozent präsentieren – und damit genauso viel wie der Leitindex Dax.

Lohn der Kursrally:  Bei über 55 Euro sprintete Axel Springer auf den höchsten Stand seit dem Börsenlistung 1985.
Kurs auf neue Allzeithochs macht auch ein anderer MDax-Konzern. Die ProSiebenSat.1 AG schreibt an ihrer unglaublichen Turnaroundstory auch 2015 weiter:  Nach einer Wertsteigung von 3500 Prozent in den vergangenen knapp sechs Jahren zeigen die Münchner dem deutschen Nebenwerteindex auch im neuen Jahr die Rücklichter.

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Seit Anfang Januar liegen die Anteilsscheine von P7S1 schon wieder um 15 Prozent vorn – und das, obwohl immer mehr Banken den Daumen senken. So rät sowohl die Hamburger Berenberg Bank als auch die DZ Bank und die Citigroup inzwischen zum Verkauf;  die Schweizer InvestmentBank Credit Suisse stufte auf „neutral“ herab.

LinkedIn beflügelt Xing

Voll des Lobes ist die Analystenzunft unterdessen weiter für das Hamburger Karriere-Netzwerk Xing, das inzwischen mehrheitlich zu Burda gehört. Sowohl die Analysten der Berenberg Bank als auch der Close Brothers Seydler bestätigten zuletzt ihre Kaufempfehlung für die Xing-Aktien. Für positive Impulse sorgte zuletzt sowohl die Übernahme des Jobsuchmaschinen-Anbieters  Intelligence Competence Center AG als auch die starken Quartalszahlen des Rivalen LinkedIn.

Dabei vermeldet der internationale Marktführer LinkedIn ausgerechnet in der letzten Xing-Bastion, der DACH-Region, inzwischen schnelleres Wachstum als der deutsche Platzhirsch.  Xing kommt in Deutschland, Österrreich und der Schweiz (DACH-Region) per Ende vergangenen Jahres auf über acht Millionen Mitglieder. LinkedIn meldet, zum gleichen Zeitpunkt, die Sechs-Millionen-Mitglieder-Marke durchstoßen zu haben.

Dass LinkedIn Xing also selbst im Heimatmarkt den Spitzenplatz streitig machen könnte, scheint die Börse trotzdem nicht zu stören – der jüngste Kursschub auf neue Allzeithochs bei 113 Euro dürfte nicht zuletzt dem Bewertungsabschlag gegenüber LinkedIn geschuldet sein. Xing-Aktionären dürfte es ohnehin egal sein – sie liegen seit Jahresbeginn um 18 Prozent vorne.

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