Anzeige

Droht das iPod-Schicksal? Staranalyst sagt iPad-Sterben voraus

Stetiger Schrumpfkurs: Immer weniger Käufer greifen zum iPad
Stetiger Schrumpfkurs: Immer weniger Käufer greifen zum iPad

Es ist der erste richtige große Rückschlag der Tim Cook-Ära: Der Absturz des iPads. Seit eineinhalb Jahren zeigt die Absatzkurve nach unten – zuletzt steil. Daran wird auch ein Maxi-iPad in 13-Zoll nichts ändern, glaubt etwa Ming-Chi Kuo. Der stets gut informierte Staranalyst von KGI Securities prophezeit einen Absatzeinbruch von mehr als 50 Prozent im laufenden Quartal.

Anzeige
Anzeige

Es ist ein rarer Fleck auf einer weißen Weste: Das iPad verdirbt von Quartal zu Quartal Apples Traumbilanz. Nicht im Gesamtabsatz, denn der ist im vergangenen Quartal mit 9 Milliarden Dollar, die die Tablet-Sparte erzielte, höher als das, was etwa Facebook mit seiner gesamten Geschäftstätigkeit in einem halben Jahr umsetzt.

Nur die Richtung stimmt eben nicht: Die Absätze brechen von Quartal zu Quartal zweistellig ein. Daran wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern, prognostiziert Staranalyst Ming-Chi Kuo von  KGI Securities. Im Gegenteil:  Das dicke Ende stehe Apples jüngster Produktsparte erst noch bevor.

Staranalyst prognostiziert im laufenden Quartal Absatz-Einbruch beim iPad um mehr als 50 Prozent  

Kuos Einschätzungen haben Gewicht. Im abgelaufenen Weihnachtsquartal erst gelang dem Analysten die treffsicherste Prognose bei den iPhone-Absätzen: Kuo sagte 73 Millionen verkaufte Einheiten voraus – so viel wie kein anderer Analyst –, Apple vermeldet am Ende sogar 74,5 Millionen Stück.

Trifft Kuos Prognose bezüglich der künftigen iPad-Absätze auch nur annähernd ein, sollten sich Apple-Aktionäre auf einiges gefasst machen. Einen erdrutschartigen Einbruch von nicht weniger als 52,7 Prozent sagt Kuo im laufenden Quartal voraus – das entspricht einem Absturz auf nur noch 10,1 Millionen verkaufte Einheiten.

Ming-Chi Kuo: iPad-Absatz fällt auf Niveau von 2011 zurück 
Anzeige

Für das Gesamtjahr 2015 ist Kuo entsprechend skeptisch. Mehr als 45 Millionen verkaufte Einheiten seien nicht drin, so der Analyst. Wohlgemerkt: In diesen Schätzungen sind bereits die 21,4 Millionen aus dem Weihnachtsquartal – dem ersten von Apples Fiskaljahr – enthalten. In anderen Worten: Im zweiten und dritten Kalenderquartal traut Kuo Apple kaum mehr iPad-Absätze oberhalb von 7 Millionen zu – dem schwächsten Wert seit 2011.

Entsprechend würde die iPad-Sparte nach einem harten Absatzeinbruch von 30 Prozent damit zahlenmäßig unter die drei Vorjahre zurückfallen und sich gerade so über der Marke von 2011 halten. Die Erosion ist umso erstaunlicher, zumal Tim Cook im jüngsten Conference Call Zuversicht für die Tablet-Sparte zu verbreiten versucht und die Branche mit dem baldigen Launch des iPad Pro rechnet – eine Maxi-Version des iPad in 13 Zoll.

Das Apple-Phablet kannibalisiert nun das Apple-Tablet 

Doch selbst ein iPad Pro würde die unaufhaltsame Schrumpfung des Apple-Tablets nicht verhindern, ist sich Kuo sicher – das iPad folgt damit im erst fünften Jahr seines Bestehens dem Vorbild des iPods, der nach dem Launch des iPhones redundant wurde.

Eigentlich sollte das noch immer jüngste Produkt des Kultkonzerns aus Cupertino einmal das iPhone beerben – doch spätestens mit der Einführung des 5,5 Zoll großen iPhone 6 Plus kannibalisiert nun das Apple-Phablet das Apple-Tablet.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Apple hat letztes Quartal mehr Tablets verkauft als alle anderen Hersteller zusammen! Sieht so ein Sterben aus? Das ich nicht lache …
    Und mit dem neuen iPad Plus wird Apple diese hohe Niveau weiter hoch halten!
    Und wenn nicht, dann bringt die Apple Watch den Schwung.
    Die Leistung des A8X ist schon jetzt der Wahnsinn. Sollte der A9 / A9X SoC noch mal so eine Schippe im Vergleich zum A8X auf die Performance drauf legen, wie seinerzeit der A8X ggü dem A7 können sich alle anderen Hersteller noch wärmer anziehen als jetzt schon.
    Ich wette auf deutlich mehr als 50 Mio iPads für 2015.
    Bitte dann in 2016 zitieren 🙂
    So long …

  2. Das iPhone6+ nimmt nur dem iPad Mini seine Daseinsberechtigung. So ein Telefon würd ich niemals gegen (m)ein normales IPad eintauschen. Das wären 4,5 Zoll Unterschied.

  3. @Christian Röös, @Rainer Maria Ehrhardt: Stimmt leider nicht, denn Apple schraubt immer weiter am iOS herum ohne die alten iPads dafür tauglich zu machen. Wer also sein Tablet inklusive der Apps vernünftig nutzen will, kommt in bestimmten Zeitabständen gar nicht drum herum, sich ein neues zu kaufen.

  4. Mal wieder eine reißerische Überschrift des Autors über einem Beitrag mit wenig Substanz. Interessanter als Prognosen eines „Staranalysten“ über die Verkaufszahlen der nächsten Monate wäre mal eine Analyse des Tablet-Marktes ingesamt und die Zukunftsaussichten dieser Produktkategorie. Aber dazu scheint der „Wirtschaftsjournalist und Internetexperte“ nicht in der Lage zu sein, wie ich seit Jahren hier und in Maclife beobachten muss.

  5. Wenn ich das richtig gelesen habe, stimmt die Überschrift leider gar nicht, der »Staranalyst« sagt einen Absatzeinbruch voraus, nicht das Verkaufsende der iPads. Das hat sich scheinbar der Autor dazugedichtet.

  6. „Leider“ ist so ein iPad dermaßen hochwertig verarbeitet, dass es für die meisten nicht den geringsten Grund gibt, es gegen ein neueres Modell einzutauschen. Gerade nicht-computeraffine Menschen sind mit den Leistungen ab iPad2 völlig zufrieden. Warum sollen die Geld für ein neues iPad ausgeben, das im Grunde doch dasselbe kann wie das vorhandene Gerät? Die technischen Innovationen von Generation zu Generation fallen doch dem normalen User überhaupt nicht auf.

    1. Absolut richtig. Das iPad2 ist bei uns trotz intensiver Nutzung immer noch fit wie am ersten Tag. Erst das iPad Air 2 haben wir uns später noch zugelegt, weil es dann doch um einiges leichter und leistungsfähiger ist. (Auch durch Handyvertrag subventioniert.)

  7. Ein wichtiger Unterschied des Ipad zum iPhone (egal welcher Größe): Ein Smartphone holen sich viele Vertragskunden zum subventionierten Preis alle zwei Jahre neu – ein Tablet kauft man höchstens einmal und behält es dann erstmal. Es kann und wird also nie das stetige Wachstum eines iPhone erreichen. Das gleiche wird wohl für die Apple Watch gelten – auch hier werden, nachdem die erste Nachfrage-Welle abgeebbt ist, die Verkaufszahlen zurückgehen.

    1. Ja, in dieser Produktkategorie gibt es praktisch keine Innovation mehr, es gibt keinen Grund sich ein neues Gerät zu kaufen.

      Und fürs Surfen im Netz und das Nutzen von ein paar Apps, dazu reicht heute auch ein 50 Euro No-Name Pad

      Ausserdem glaub ich, diese Tablets werden grundsätzlich nicht stark genutzt, werden/wurden gekauft und liegen dann rum.

      Umsatz steigern kann Apple eigentlich nur noch mit einer neuen Produktkategorie die richtig teuer ist – und schon deswegen wird man den Apple TV 2015 bringen.

      1. „Ausserdem glaub ich, diese Tablets werden grundsätzlich nicht stark genutzt, werden/wurden gekauft und liegen dann rum.“

        Ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen: In unserem Haushalt (2 Erwachsene, 2 kleine Kinder) sind die iPads das am meisten genutzte elektronische Gadget überhaupt: Zocken, Youtube, Schoppen, schnell mal was im Web nachsehen … da ist der Laptop zu schwerfällig und das Smartphone zu klein.

  8. Da quält man sich Leser durch einen Haufen Zahlen und Einschätzungen und das wichtigste steht im letzten Satz. Ich schätze das Meedia Portal sehr für seine informativen Blogs. Aber das geht gar nicht. Warum schicken Sie den letzten Satz nicht voraus und dröseln den Absturz des I-Pads danach auf?
    Beste Grüße

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*