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„Es ist meine Schuld“: Twitter-CEO gibt Versagen im Kampf gegen Trolle zu

Twitter als Paradies für Trolle: In einem Memo übernimmt Dick Costolo, CEO des Zwitscher-Dienstes, die volle Verantwortung dafür, dass es die Struktur der Plattform so schwer machen würde, sich gegen Onlinebelästigung zu wehren. Tatsächlich ist der Manager sogar davon überzeugt, dass die Troll-Probleme viele Nutzer vertreiben würden bzw. vertrieben hätten.

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Auslöser für die – vor allem wohl intern heftig – geführte Debatte war ein Artikel von Lindy West im Guardian und American Life. Die Feministin hatte ihren Kampf und ihre innere Verzweiflung darüber aufgeschrieben, wie sich jemand bei Twitter das Foto und den Namen ihren verstorbenen Vaters zu eigen gemacht hatte.

„We suck at dealing with abuse and trolls“
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In einem internen Board kritisierte daraufhin ein Twitter-Mitarbeiter, dass der Dienst aus menschlicher Sicht zu wenig den Nutzern helfe. Selbst wenn sie rechtlich nicht dazu gezwungen wären. Darauf antworte Costolo mit dem überraschenden und klaren Geständnis. „We suck at dealing with abuse and trolls on the platform and we’ve sucked at it for years“. Das sei kein Geheimnis, sondern die ganze Welt würde seit Jahren darüber reden.

Gleichzeitig kündigte er Konsequenzen an. Ab sofort soll Twitter härter und konsequenter gegen Trolle vorgehen. Jeder im Management wisse wie entscheidend dies sei. Seit Monaten häufen sich die öffentlichen Beschwerden, dass das US-Unternehmen zu wenig gegen Belästigungen, Stalking und Beleidigungen unternehmen würde.

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