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Langstrecke: SZ experimentiert mit Longreads und nutzt Crowdfunding zum Markttest

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Ende März startet die Süddeutsche Zeitung ein Experiment mit so genannten Longreads, also besonders langen Lesestücken, in einem neuen Produkt namens Langstrecke, das vierteljährlich erscheinen soll. Für einen dazugehörigen Markttest nutzen die Macher die Crowdfunding-Plattform Startnext.

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In Langstrecke sollen künftig viermal pro Jahr die besten langen Lesestücke aus der Süddeutschen Zeitung gebündelt noch einmal erscheinen: Interviews, Reportagen und Essays. Die erste Ausgabe kommt am 31. März. Interessenten können im Vorfeld aussuchen, ob sie Langstrecke als Magazin, als Taschenbuch oder E-Book beziehen wollen. Frühbucher bekommen ein Poster dazu. Das Magazin soll im Jahresabo (vier Ausgaben) 25 Euro kosten, das Taschenbuch 35 Euro und das E-Book 15 Euro. Eine Anzeigenseite kostet 17.850 Euro.

Um herauszufinden, was die Leser bevorzugen, verwenden die Macher die Crowdfunding-Plattform Startnext. Allerdings handelt es sich nicht um ein echtes Crowdfunding, das Finanzierungsziel wurde mit 100 Euro unrealistisch niedrig angesetzt. Mit Hilfe von Startnext soll lediglich herausgefunden werden, in welcher Form – Buch, Magazin oder E-Book – ein solches Produkt am besten ankommt. Das mag bei dem Einen oder Anderen für Verwirrung sorgen, denn für solche Marktforschungszwecke ist eine Crowdfunding-Plattform eigentlich nicht gedacht.

Wer vorab Langstrecke bestellt, dem wird via Newsletter auch ein Einblick in den Entstehungsprozess des Magazins versprochen.

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Bei der SZ arbeiten vor allem Art Director Christian Tönsmann, Projektmanager Johannes Hauner und Dirk von Gehlen an dem Projekt Langstrecke. Die Macher haben auch einen Tumblr zu Langstrecke aufgelegt und ein entsprechendes Video produziert:

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Alle Kommentare

  1. Schön, wenn sich Bettel-Journalisten gegenseitig unterstützen ;–)

    Die SZ wird mit diesem Content-Recycling natürlich scheitern, schon weil die Zielgruppe viele dieser „Longreads“ bereits kennen dürfte.

    Preis ist natürlich eh lächerlich

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