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Aua, AfD! Wie die Protestpartei vergeblich versuchte, den NDR auszutricksen

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Beim Wahlkampf auf den Straßen Hamburgs interessiert sich kein Passant für die AfD-Flyer des Spitzenkandidaten Jörn Kruse. Da der Politker aber von einem NDR-Kamerateam gefilmt wird, schlüpft spontan ein Parteiaktivist in die Rolle des interessierten Bürgers.

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In Hamburg stehen die Bürgerschaftswahlen vor der Tür und auch die AfD wirbt fleißig um Wähler. Im Stadtteil Poppenpüttel will Jörn Kruse, der Spitzenkandidat der Partei, AfD-Flyer an Passanten verteilen – und ist dabei nicht wirklich erfolgreich. Einer nach dem anderen schüttelt den Kopf und läuft weiter. Das ist besonders ärgerlich, da ein NDR-Kamerateam den Politiker für die Sendung „Panorama“ im Wahlkampf begleitet.

Doch dann bleibt endlich ein Interessent stehen: Der junge Mann hört Jörn Kruse aufmerksam zu und nickt zustimmend – es scheint, als habe Kruse einen neuen Wähler gefunden. Tatsächlich ist er aber selber ein AfD-Aktivist, wie das „Panorama“-Video beweist. Der Reporter spricht den Politiker auf diesen „Zufall“ an und kann sich dabei ein Lachen nicht verkneifen. Kruses Reaktion: „Das ist… wahrscheinlich so, ja.“

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In einem zweiten Video-Ausschnitt bleibt ein älterer Herr am AfD-Stand stehen, doch auch dieser „zufällige“ Passant wirkt wie ein Laienschauspieler: „Sie sprechen mir aus dem Herzen“ antwortet er pathetisch – und auffallend schnell – auf den Hinweis von Kruse, es gebe „eine ganz akute islamistische Gefahr“.

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Alle Kommentare

  1. Wie erklärt sich dann das zweistellige Wahlergebnis der AfD am 15 . ?
    Diese Partei ist nicht mehr weg zu diffamieren….

  2. Wie wär`s denn, wenn NDR ,ZDF undARD statt solche Marginalien groß herauszustellen, mal einige Worte über die antidemokratische Ungeheuerlichkeit verlieren würden, daß fast 90% der AFD-Wahlplakate zerstört, beschädigt oder entfernt worden sind??

  3. Die Herrschaften üben halt noch. Die etablierten Parteien hätten von vornherein zwei Dutzend Anhänger dorthin gekarrt, wenn die „Lügenpresse“ sich ankündigt oder auftaucht. (Da in den Rundfunkräten die Partei-Kollegen sitzen, dürften sich die Journalisten-Kollegen Hohn und Spott aufgrund der Schere im Kopf in diesen Fällen wohl auch verkneifen.) Nein – die AfD ist mir auch suspekt. Aber dass sie das Klavier auch einmal spielen wollen, ist doch noch kein Zeichen von besonderer Niedertracht.

  4. Die AfD ist eine junge Partei. Das abgezockte der etablierten Parteien kommt mit der Zeit von alleine. Aber irgend wie ist das für mich trotzdem authentischer, weil er zugibt, dass es so war und nicht versucht drumherum zu sülzen.

  5. Repressionssystem funktioniert halt (noch).

    Welcher Normalo will sich bei sowas schon gern auf Video bannen lassen, es drohen die Vernichtung der beruflichen Existenz und Hausbesuche vom Antifa-Schlägertrupp.

  6. Mein Gott, der Kampf gegen die AfD wird immer kleinteiliger. Kaum ein Politiker geht noch in eine Talksendung ohne seine Claqueure, die Inszenierung von Politik ist das Schwarzbrot der Kaste. Und daraus macht ihr einen Sondernewsletter?

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