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Vollbremsung für Startup-Überflieger? Google soll einen Uber-Konkurrenten planen

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Vermeintlicher Scoop von Bloomberg: Wie die US-Wirtschaftsjournalisten berichten, arbeitet Google ebenfalls an einem Online-Fahrservice. Kurios: Google selbst zählt zu den größten Investoren des boomenden US-Start-ups.

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Wiederholt sich die Geschichte? Schon einmal partnerte Google eng mit einem vermeintlich Verbündeten, um dann doch wenig später in dasselbe Geschäftsfeld zu drängen – so geschehen bei Apple kurz nach dem iPhone-Launch.

Acht Jahre später deutet sich eine ähnliche Konkurrenzsituation zu einem deutlich kleineren Partner an, dem der Internetriese über seine Investmentgesellschaft Google Venture bereits 258 Millionen Dollar zur Expansion zur Verfügung gestellt hatte: zum sechs Jahre alten Online-Fahrvermittlungsdienst Uber.

Konkurrenzsituation mit Google wäre schwerer Schlag

Wie Bloomberg berichtet, arbeitet Google nun ebenfalls an einem Fahrvermittlungsangebot – Ubers Aufsichtsrat soll darüber bereits informiert worden sein und Screenshots der Google-App gesehen haben.

Für das am höchsten bewertete Start-up des Silicon Valleys wäre eine Konkurrenzsituation mit Google fraglos ein schwerer Schlag – zumal mit den langfristigen Perspektiven eines selbstfahrenden Google-Autos. TechCrunch wiederum berichtet, auch Uber wolle die Forschung an automatisierter Autosteuerung aufnehmen.

Uber wird bereits mit 41 Milliarden bewertet

2014 erlebte Uber trotz einer PR-Panne nach der anderen ein Jahr auf der Überholspur. Das sechs Jahre alte US-Unternehmen, das mit seiner Taxi-App Fahrgäste und Fahrer zusammenbringt, soll 2014 einen Umsatzsprung auf 10 Milliarden Dollar anpeilen, bei dem nach Zahlungen an die Fahrer immer noch Erlöse in Höhe von 2 Milliarden Dollar überbleiben, berichtete der Business Insider zuletzt.

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Lohn der Umsatzexplosion: Die Bewertung legte 2014 ebenso exponentiell zu und zog in der jüngsten Finanzierungsrunde bis auf enorme 41 Milliarden Dollar an, obwohl nur einen Monat zuvor noch eine Maximalbewertung von 30 Milliarden Dollar möglich schien.

Investoren sehen Bewertungspotenzial von 100 Milliarden Dollar 

Geht es nach dem früheren Internetaktienanalysten Henry Blodget, der heute das Blogkonglomerat Business Insider verantwortet, sind im Falle eines IPOs noch ganz andere Summen vorstellbar: „Investoren erwarten, dass Uber in einigen Jahren zu einer Bewertung von 50 bis 100 Milliarden Dollar an die Börse geht“, bemerkte Blodget unlängst.

Ein Markeintritt des weltgrößten Internetkonzern könnte den Fahrvermittler dabei möglicherweise aber zur Vollbremsung bringen. Nach Handelsschluss schien Google indes erstmal Entwarnung zu signalisieren. Der Internetriese postete in Richtung von Bloomberg: „Wir glauben, Uber und Lyft funktionieren ziemlich gut.  Wir nutzen sie dauernd.“

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