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Verlagsgruppe Rhein Main kauft Darmstädter Echo Medien

Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main
Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main

Das Darmstädter Echo wird Teil der Verlagsgruppe Rhein Main. Wie die RVM am heutigen Montag mitteilt schlossen die Mainzer mit den Gesellschaftern der Echo Medien GmbH einen Kaufvertrag über den Erwerb der Echo Mediengruppe. Durch den Deal wechseln insgesamt sechs Tageszeitungen (u.a. Darmstädter Echo) und die wöchentlich erscheinende Anzeigenzeitung SüWo den Besitzer.

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Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der Erteilung einer kartellrechtlichen Genehmigung. Das Ziel des Kaufes sei es, den Erfolg der Echo-Sanierung langfristig abzusichern.

„Die VRM kennt die Entwicklungen und Schwierigkeiten unserer Branche und arbeitet auf einem hohen Level an Antworten auf die drängenden Fragen der Zukunft. Wir freuen uns, künftig mit der VRM mehr Flughöhe, mehr Reichweite und mehr Schlagkraft zu erreichen“, kommentiert Hans-Peter Bach, Noch-Verleger der Echo-Medien.

„Wir bedauern die Entwicklung bei unseren Nachbar, freuen uns aber, zur Stabilisierung von Echo Medien beitragen zu können, kommentiert Hans-Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der VRM.

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Erst im Dezember 2014 hatte die Echo-Gruppe rund 180 Beschäftigten gekündigt und dies mit Sanierungserfordernissen begründet. „Schon damals gingen viele davon aus, dass die Sanierung einzig und allein dem Zweck dient, das Darmstädter Echo attraktiv für einen Käufer zu machen“, kommentiert Manfred Moos vom ver.di-Fachbereich Medien den Eigentümerwechsel. „Wir erwarten vom neuen Eigentümer, dass nunmehr ein langfristig tragfähiges Konzept für die Echo-Zeitungen vorgelegt wird und es nicht zu weiteren Arbeitsplatzverlusten kommt“.

Die Verlagsgruppe Rhein Main zählt sich selbst zu „den bedeutendsten und traditionsreichsten regionalen Medienhäusern in Deutschland“. Bislang publizierten die Mainzer 18 Tageszeitungen in Hessen und Rheinland-Pfalz und erreichen damit – nach eigenen Angaben – eine halbe Million Leser.

Eine weitere Konzentration des Medienmarktes scheint für Schnücker – vor allem auch wegen der steigenden Marktmacht der großen US-Technologie-Konzerne ein logischer Schritt zu sein. „In Zeiten sinkender Auflagen und steigenden Drucks durch Global Player wie Facebook oder Google ist die Notwendigkeit für Kooperationen zwischen regionalen Medienunternehmen größer denn je“.

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