Wie Sie als Journalist im Internet richtig Geld verdienen

Wenn man mit der eigenen Webiste im Internet so richtig Geld verdienen will, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden
Wenn man mit der eigenen Webiste im Internet so richtig Geld verdienen will, müssen einige wichtige Punkte beachtet werden Fotolia 2015

Digital Economy Es klingt so einfach. Eine Idee haben, Content entwickeln, Fans bekommen, Werbung schalten, Geld verdienen, Fertig. Doch wie baut man eine persönliche Marke richtig auf? Wie geht man das Thema an? Beim ersten Digital Bootcamp im Google Headquarter wurden solche Fragen in drei Tagen Seminar beantwortet.

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Von Linda Gondorf

MEEDIA hat die wichtigsten Erkenntnisse in einem Leitfaden zusammengefasst und erklärt in acht Punkten, wie Sie als Journalist im Netz Geld verdienen können.

1. Seien Sie eine Marke
Finden Sie ein Thema, das Sie interessiert und auf dem Sie sich Expertenwissen aneignen können. Machen Sie im Netz deutlich, dass Sie ein guter Ansprechpartner auf Ihrem Gebiet sind. Legen Sie sich einen Blog an, präsentieren Sie sich in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Instagram oder Pinterest. Sie sollten immer überall das gleiche professionelle Profilbild und den gleichen Nicknamen haben. Am besten: einfach, kurz und keine Zahlen. Querverlinkungen zwischen allen Kanälen sind äußerst wichtig, genauso wie die Bündelung auf der eigene Domain/dem eigenen Blog. Persönlich sollten folgende Punkte beim Start beachtet werden: Tonalität, Erreichbarkeit, Diskursfreude, Offenheit ,Neugier und Authentizität.

2. Setzen Sie auf gut recherchierte Inhalte
Finden sie Ihre Nische und bieten sie einzigartige Inhalte. Aktuell, kontrovers und bestens recherchiert. Wenn Sie beliebig sind, haben Sie schon verloren. Rund 80 Millionen User sind im Internet, da ist es eigentlich nicht schwer Reichweite aufzubauen. Durch den deutschen Werbemarkt ist das tatsächlich machbar. Es gibt schließlich auch Strickwaren-Portale, die pro Monat 250.000 Visits haben. Tipp: Lassen Sie die Finger von Autorenportalen wie z.B. Textbroker.de, Content.de oder Textprovider.de. In den meisten Fällen verdienen Sie für den Aufwand viel zu wenig und präsentieren sich in einem qualitativ schwachen Umfeld.

3. Wie unterscheidet Google guten vom schlechten Content?
Google erkennt das Hauptthema einer Website und bewertet danach wie gut und ausführlich das Thema beschrieben wird. Grammatik genauso wie maschinelle Führung spielt eine große Rolle. Achte sie auch auf Dateinamen von Bildern. Diese sollten zum Thema passen. Alle Dateien sollten gut benannt sein.

4. Achten Sie auf Keywords
In der Printwelt sind Journalisten gewohnt zu schreiben, was gut klingt. Online wissen Redakteure schon längst: Man muss sich auf den Kunden – und auf Googles Algorithmus – einstellen, um gefunden zu werden. Denn: Leser suchen im Netz eher nach „DSDS“ als „Deutschland sucht den Superstar“. Keyword-Planer sind unerlässlich im Online-Bereich. Mit dem Tool Google AdWords finden Sie heraus, welche Keyword für bestimmte Themen geeignet sind.

Wenn Sie Traffic auf Ihre Seite bringen wollen, müssen Sie sich begrifflich anpassen. Ein Beispiel: Beim Begriff „Sportgeräte“ liegt die Handelskette Lidl bei Google auf Platz 2. Sie haben mit der Platzierung und Ihren Keywords alles richtig gemacht. Benutzen sie das Tool Google Trends um zu sehen, wann welche Begriffe und Themen gerade verwendet werden und aktuell sind.

5. Bauen Sie sich Ihr Netzwerk
Der Aufbau einer Community sollte langsam und behutsam passieren. Mit SEO und SEA, Search Engine Advertising, können Sie ihre Seite so optimieren, dass sie von Google schnell gefunden wird. Dazu sollten auf Ihrer Homepage maximal drei ihrer Top Keywords stehen – ansonsten könnte Google ihre Seite unter „Spam“ einordnen.

Denken Sie nicht daran, Follower oder Fans zu kaufen. Einfach nur eine große Zahl an fake-Interessenten zu besitzen, bringt keinen echten Traffic auf die Seite – lieber 100 aktive und authentische Follower als 1000 Bots. Arbeiten Sie ohne Penetranz, aber fordern sie die Nutzer gerne zum Teilen Ihrer Inhalte auf. Mischen Sie sich selbst in Debatten ein, kommentieren und liken Sie.

6. Lassen Sie sich auf Werbung ein
Werbung lässt sich am einfachsten über Google Ad Sense schalten. Somit kommt die Werbung direkt auf die Seite. Google Ad Sense ist somit der Vermittler. Zwei bis drei Werbeplätze auf der Startseite sind vollkommen ausreichend. Überladen Sie die Seite nicht. Achten Sie darauf, dass die Werbung zu Ihrer Zielgruppe passt. Weitere Affiliate Netzwerke: Zanox, Affilinet, Trade Tracker – die stellen den Mittelsmann, zwischen Publisher und dem Werbetreibenden und nehmen das ganze Handling ab.

7. Senden Sie einen Newsletter
Der Newsletter ist in den Weiten des Internets ein mit Abstand unterschätztes Tool. Idealerweise erreichen Sie Ihre Leser morgens, wenn sie sich ohnehin informieren. Sie selbst müssen dafür nicht mal wirklich aktiv werden. Benchmarks RSS-to-email ermöglicht es zum Beispiel ihre Newsletter automatisch zu versenden. Ein großer Verteiler ist wahres Geld wert. 55 % des Geldes in den USA wird von Unternehmen damit ausgegeben um die e-Mail-Adresse von Kunden zu bekommen.

8. Ein Plus könnte Videomarketing sein

Ein Video verkauft drei Mal mehr als ein Text. Noch effektiver ist ein Video mit Text. Der neueste Trend: Video-Sales-Letter. Jemand liest einfach Sätze ab, die auch eingeblendet werden. Marketer setzen auf Webinare/Onlineschulungen: Beim Webinar suchen sich Interessenten einen Termin aus, an dem sie alle Infos zu einem Thema erhalten. Klinken sie sich aber aus dem Webinar aus, bricht auch der Informationsfluss ab. Bewegtbild ist auf dem Vormarsch und gerade soziale Netwerke setzen immer mehr auf kurze Clips, die den Zuschauer emotional ansprechen sollen. Probieren Sie Video aus, wenn es zu Ihrem Thema passt.

9. Fangen Sie an zu monetarisieren
Vor allem bei immateriellen Gütern kann die Monetarisierung sehr aufwendig und kompliziert sein – nicht umsonst ist es die größte Herausforderung der Branche. Ideen gibt es schon einige und wenn Sie alle sieben vorigen Punkte umsetzen, sind Sie auf einem guten Weg.

Darüber hinaus monetarisieren viele Webseiten mithilfe so genannter Freemium-Modelle. „Free“ und „Premium“ beschreibt ein Geschäftsmodell, das darauf abzielt, Kunden zu gewinnen, indem diese zunächst durch kostenlose Services auf eine Plattform gelockt werden und dann an kostenpflichtige Premium-Features herangeführt werden.

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Alle Kommentare

  1. Google Ad Sense mag am Anfang recht gut sein, aber über kurz oder lang
    wird der Account gesperrt und man muß sich neue Wege suchen , zum Beispiel
    einen aktiven Listenaufbau, denn das Geld liegt in der Liste….
    BG
    Horst Strub

  2. Um ein eigenes Portal aufzubauen, dass genügend Sichtbarkeit, dadurch Traffic und dann auch die nötigen Klicks auf die Anzeigen generiert, muss man schon viel investieren. Zu Themen wie Finanzen oder Reisen braucht man als Einzelkämpfer gar nicht erst antreten. Da hat man praktisch kaum eine Chance, Relevanz bei Google zu erlangen. Das funktioniert nur (noch) mit Nischenthemen.
    Was soll auch wieder das bashen von Portalen wie content.de und Co? Wenn Frau Gondorf schreibt „präsentieren sich in einem qualitativ schwachen Umfeld“ zeigt sie nur, dass sie das Konzept nicht verstanden hat. Erstens kann man auf diesen Portalen anonym schreiben, zweitens werden die Texte nicht (wie bei Suite 101 etc) auf einem Plattformeigenen Portal veröffentlicht, sondern auf den Webseiten der Kunden. Da sind viele große Namen dabei (Zalando, Otto usw.). Außerdem kann man als guter Autor seinen Wortpreis selber festlegen und so echt angenehme Wortpreise erzielen. Riesiger Vorteil: Das Honorar ist sicher und wird sofort ausgezahlt. Bis meine eigene Seite AdSense Einnahmen generiert, dauert es eine ganze Weile.
    Solche Portale eignen sich auch für gute Journalisten, um Aufträge zu akquirieren und Leerkapazitäten auszugleichen.

  3. Diese Tipps sind allgemeingültig und höchtens der Anfang, die Grundvoraussetzungen. Sie garantieren aber keinesfalls ein Einkommen, weder als Journalist noch in anderen Branchen.

  4. Vielen Dank für die guten Tipps. Es ist ein sehr langer Weg, mit einem eigenen Blog wirklich Geld zu verdienen. Da braucht man viel Geduld und Spucke!

    viele Grüße, Lukas

  5. Also, ja ich gebe den Kommentaren recht, der Artikel ist erst der Anfang und man verdient aber nicht über Nacht Geld. Und ich kann auch bestätigen, dass das Modell sehr wohl funktioniert (und das seit Jahren). Man muss einfach dran bleiben.

  6. Hello leute,

    die Heimarbeit (Nebenjobs) im Internet werden immer populärer. Das interesse an Informationen zu Möglichkeiten und Wegen zum Geld verdienen allgemein und speziell auch zum Geld verdienen im Internet ist groß. Viele Menschen suchen nach einer Methode, mit der sie dauerhaft mit einem Nebenjob Geld verdienen oder zumindest kurzfristig Ihr Taschengeld aufbessern. Geld verdienen im Internet kann man mit hunderten verschiedenen Angeboten. Aber, zu oft trifft man im weltweiten Netz auf verlockende Angebote, welche einem schnell und viel Geld versprechen, doch nur selten steckt auf wirklich etwas dahinter. Wer das große Geld innerhalb von kurzer Zeit verspricht, der lügt natürlich..

    Mehr information hier: http://geldverdieneninfo24.coverblog.de/euroclix-gelg-sparen/

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