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Weihnachtsbilanz: Google enttäuscht die Wall Street erneut

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Immer auf der Suche nach neuen Geschäftsbereichen: Internet-Riese Google

Nichts Neues beim wertvollsten Internet-Konzern der Welt: Auch bei Vorlage der Weihnachtsbilanz gelang es Google nicht, die Erwartungen der Analysten zu treffen – sowohl der Umsatz als auch der Gewinn blieben hinter den Wall Street-Schätzungen zurück. Die Google-Aktie tendiert dennoch leicht fester.

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Wenn noch ein Vergleich nötig ist, der belegt, in welch unterschiedlichen Sphären sich die beiden wertvollsten Technologie- bzw. Internetkonzerne unserer Zeit bewegen, dann lieferte ihn Google nach Handelsschluss. Google setzte im Weihnachtsquartal 14,48 Milliarden Dollar um (abzüglich Traffic-Akquisitionskosten) und verfehlt damit erneut die Analystenschätzungen, die noch bei 14,61 Milliarden Dollar gelegen hatten.

Apple indes hatte zwei Tage zuvor einen bemerkenswerten Quartalserlös von 74,6 Milliarden Dollar vermeldet. In anderen Worten: Apple setzt in einem Quartal fünfmal mehr um als Google in einem. Bzw: Google schafft es nicht, in 15 Monaten das zu erlösen, was Apple in drei Monaten umsetzt.

Noch frappierender: Allein der Umsatz in Apples China-Geschäft (16,1 Milliarden Dollar) war im vierten Kalenderquartal größer als die Gesamterlöse, die Google erzielte. Und auch wahr: Apple hat mit 18 Milliarden Dollar mehr verdient als Google überhaupt umsetzt. Dass Google an der Börse trotzdem immerhin die Hälfte von Apple wert ist, gehört zu den Bewertungseigenheiten der Wall Street.

Google Glass hat sich nicht entwickelt wie erhofft
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Im abgelaufenen Weihnachtsquartal blieben 6,88 Dollar je Aktie hängen, nachdem Analysten noch mit 7,08 Dollar je Anteilsschein gerechnet hatten. In der anschließenden Telefonkonferenz führte CFO Patrick Pichette den starken Dollar als Grund für den schwächer als erwarteten Gewinn an.

Immerhin konnte der wertvollste Internetkonzern seinen Nettogewinn nach dem Vorquartal im Rückwärtsgang wieder um drei Prozent auf 4,73 Milliarden Dollar steigern (nach Non-GAAP-Bilanzierungsstandard). Das Geschäft mit bezahlten Anzeigen zog weiterhin zweistellig um 14 Prozent an. Allerdings: Die pro Klick erzielten Werbepreise fielen erneut um drei Prozent im Vergleich zum Vorquartal oder Vorjahr.

Interessanter Nebenschauplatz in der Analystenkonferenz: Die Datenbrille Google Glass habe sich bislang nicht so entwickelt wie erhofft, erklärte Patrick Pichette.  Daher also die jüngst verkündete Auszeit mit Neustart zum Jahresende. Aktionäre reagierten darauf unbeeindruckt und schickten die Google-Aktie im nachbörslichen Handel sogar um zwei Prozent nach oben, nachdem sie zuerst um vier Prozent gefallen war – sie hatten nach den enttäuschenden letzten Quartalen und einem Jahr mit Kursverlusten offenbar mit einer problematischeren Bilanz gerechnet.

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