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Reaktion auf Apples Rekordquartal: Carl Icahn will Kursziel anheben

Carl Icahn
Carl Icahn

Ein wahrer Lovestorm für Apple nach dem erfolgreichsten Quartal der Wirtschaftsgeschichte. Die Banken überboten sich mit Upgrades und neuen Kurszielen. Vor allem jedoch ein Großinvestor machte erneut für Apple Stimmung: Carl Icahn zeigte sich auf CNBC hocherfreut von Apples Performance und will sein ohnehin schon luftiges Kursziel nach oben anpassen.

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Der Tag danach. Apple-CEO Tim Cook hat mit Vorlage der Bilanz für das Weihnachtsquartal nicht nur geliefert, sondern die Erwartungen der Wall Street förmlich pulverisiert. 18 Milliarden Dollar hat Apple in gerade mal drei Monaten verdient – in der Wirtschaftsgeschichte ein absoluter Rekordwert. Dass die Apple-Aktie in Reaktion auf die Bilanz deutlich auf 115 Dollar zulegte, überrascht nicht – überraschend ist höchstens, dass die Anteilsscheine des wertvollsten Konzerns der Welt noch nicht wieder auf Allzeithochs notieren.

Traut man den Analysten der führenden Investmentbanken der Wall Street, dürfte das indes nur noch eine Frage der Zeit sein. Toni Sacconaghi von Bernstein merkte an, dass Apples iPhone-Superzyklus tatsächlich „atemberaubend“ sei. Ergo: Sacconaghi hob das Kursziel von 122 auf 135 Dollar an. Steve Milunovich von der UBS und Amit Daryanani von RBC hoben ebenfalls den Daumen, waren bei ihrer Zielmarke von 130 Dollar indes noch einiges vorsichtiger.

Wall Street hebt Kursziele bis auf bis zu 160 Dollar

Walter Piecyk von BTIG und Brian White, Cantor Fitzgerald gingen unterdessen in ihren Prognosen richtig in die Vollen: Piecyk, der 2013 richtig die Tiefstkurse identifizierte, hob das Preisschild auf 150 Dollar, White gar auf 160 Dollar.

Doch die kühnsten Berufsoptimisten verblassen angesichts der Prognosen einer Wall Street-Legende, die seit 2013 selbst in Apple investiert ist – und das mit beachtlicher Treffsicherheit. Carl Icahn legte sich die Anteilsscheine des seinerzeit schwer abgestürzten iPhone-Herstellers ins Portfolio und konnte seinen mehrfachen Milliarden-Einsatz in den vergangenen 18 Monaten fast verdoppeln.

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Carl Icahn: „Apple ist ein Selbstläufer, wie es ihn nur zwei-, dreimal im Jahrzehnt gibt“

Dass noch mehr drin ist, verdeutlichte Icahn gestern in einem Interview mit dem Finanzinfomationssender CNBC. „Ich empfehle nicht viele Aktien. Ich mache das nicht, es sei denn, es ist ein Selbstläufer“, wiederholte Icahn sein Plädoyer für Apple im Wortlaut der vergangenen Jahre.

Doch bei Apple wäre die Sache eben anders gelagert, weil sie so offensichtlich sei – nur für die Wall Street lange Zeit nicht. „Jedes Jahrzehnt gibt es vielleicht zwei oder drei dieser Gelegenheiten“, erklärte Icahn und merkte an, dass er sein Kursziel nun den neuen Gegebenheiten anpassen müsse – nach oben! Dabei gibt Icahn bereits jetzt die Marke von 203 Dollar aus, die per gestrigem Schlusskurs einem Plus von nochmals 75 Prozent entsprechen würden.

Der erfahrene Apple-Aktionär ahnt, was nun als Nächstes kommt: Ein langer, offener Brief vermutlich, ein Anruf – und vielleicht sogar ein neues Dinner-Angebot für Tim Cook. „Gereizt“ dürfte die Atmosphäre nach dem besten Quartal aller Zeiten kaum mehr sein …

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