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Yahoo: Marissa Mayer verzückt Anleger mit Alibaba-Abspaltung

Yahoo-Chefin Marissa Mayer
Yahoo-Chefin Marissa Mayer

Wenig Bewegung im Kerngeschäft von Yahoo: Der Internet-Dino vermeldete nach Handelsschluss an der Wall Street eine durchwachsene Quartalsbilanz. Die Umsätze stagnierten, die Nettogewinne gaben sogar deutlich nach. Ein Lichtblick: Die Mobilerlöse legten zweistellig zu. Für Anleger indes besonders interessant: Vorstandschefin Marissa Mayer hat eine Lösung für die Alibaba-Beteiligung gefunden, bei der sie Steuerzahlungen umgeht.

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Marissa Mayers zäher Kampf gegen die Stagnation geht weiter. Im Weihnachtsquartal konnte die frühere Google-Managerin keine größeren Fortschritte im Kerngeschäft vermelden: Die Umsätze stagnierten bei 1,18 Milliarden Dollar, die Nettogewinne gaben sogar um mehr als die Hälfte auf 166 Millionen Dollar nach.

Ein Lichtblick bleibt das Mobilgeschäft, das weiter zweistellig wächst. Die Werbeumsätze zogen im Vergleich mit dem Vorquartal um 23 Prozent auf 254 Millionen Dollar an. Insgesamt haben sich die Anzeigen-Erlöse aus dem Digitalgeschäft auf Jahressicht fast verdoppelt.

Marissa Mayer trennt sich von Alibaba…

Was Anleger indes wirklich interessierte: Wie Marissa Mayer mit den verbleibenden Anteilen am chinesischen Internet-Riesen Alibaba umgehen wollte. Seit 2005 ist Yahoo am boomenden E-Commerce-Giganten aus dem Reich der Mitte beteiligt, der im vergangenen September so furios an der Wall Street debütierte.

Tranchenweise veräußerten Mayer und ihre Vorgänger als CEO Anteile an Alibaba, doch auch nach dem Börsengang hielt Yahoo immer noch 15 Prozent am chinesischen Internet-Riesen, der längst den Löwenanteil an Yahoos Börsenwert ausmacht.

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…und bringt die Beteiligung als SpinCo gesondert an die Börse

In Zahlen: Die 15 Prozent-Beteiligung entspricht nach aktuellem Kursniveau einem Börsenwert von 40 Milliarden Dollar – vorausgesetzt, Yahoo kommt um eine Steuerzahlung herum, die in der Vergangenheit schon 30 Prozent Rendite gekostet hatte.

„Während meiner Amtszeit  haben wir unermüdlich an einer steuereffizienten Lösung gearbeitet, die den Wert unseres Alibaba-Investments für unsere Aktionäre maximiert“, erklärte Mayer. Die Lösung scheint nun gefunden: Alibaba-Anteile werden nicht verkauft – sondern an der Börse als eigenständiges Investment-Vehikel namens SpinCo im vierten Quartal ausgegliedert.

Der Clou dabei: Auf diese Weise vermeidet Yahoo Steuerzahlungen in Höhe von etwa 5 Milliarden Dollar. Entsprechend euphorisch reagierten Anleger nach Handelsschluss und feierten ein Quartal, bei dem es an sich wenig Grund zur Euphorie gab – die Aktie schoss nachbörslich um sieben Prozent in die Höhe.

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