Vier Tipps für konzentrierteres Arbeiten im Großraumbüro

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Großraum schafft Ablenkung. Ablenkung lässt die Produktivität sinken. Wie sehr die eigene Arbeitskraft unter Störungen im Arbeitsumfeld leidet, das hat eine aktuelle Studie herausgefunden. MEEDIA gibt Tipps, wie sie im Großraumbüro trotzdem fokussiert arbeiten können - und damit bessere Leistungen erbringen.

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Die Michigan State University hat 300 Studenten einen mehrstufigen Test absolvieren lassen. Dabei tauchten am Computer alle sechs Sekunden sogenannte Captcha-Fenster auf, die erst durch die Eingabe einer Reihe von Buchstaben und Ziffern wieder verschwanden. In der ersten Versuchsreihe war die Eingabe von vier Zeichen gefragt, in der zweiten von zweien. Während die Probanden bei Ersterem im Durchschnitt 4,4 Sekunden abgelenkt waren, waren es im zweiten Fall 2,8 Sekunden.

Wirklich interessant ist aber die daraus resultierende Fehlerquote. So verursachten die Probanden nach der Eingabe der zwei Zeichen langen Captcha-Eingabe rund doppelt so viele wie sonst üblich, bei vier Zeichen waren es schon dreimal so viele Fehler.

So kommt mehr Ruhe ins Großraumbüro

Für die Forscher hat das drei Gründe: Zunächst verlagert sich der Fokus durch eine Ablenkung weg von der ursprünglichen Tätigkeit hin zu etwas für den Prozess Irrelevantem. Darüber hinaus leiden das Verständnis von komplexen Sachverhalten und die Erinnerung an Vorangegangenes, wenn es zu einer Unterbrechung kommt.

In welchem Arbeitsumfeld kommt es besonders häufig zu Ablenkungen? Genau: im Großraumbüro. Das Konzept, das viele Jahre als Quelle der Kreativität und des Teamgeists gefeiert wurde, steht seit einiger Zeit in der Kritik, vielmehr ein Kreativitätskiller zu sein und sich negativ auf die Produktivität auszuwirken. Was ist die Lösung? Das Einzelbüro? Das muss nicht sein, wie Fast Company erklärt. Folgende vier Tipps können helfen, die Produktivät auf einem hohen Level zu halten:

Ruheräume schaffen: Es kann ein Konferenzraum oder ein Tisch in einer ruhigen Ecke des Büros sein, der für ruhiges, konzentriertes Arbeiten reserviert ist. Hierhin können sich Mitarbeiter zurückziehen, wenn sie aufgrund von Telefonaten ihre Kollegen nicht stören wollen oder selbst ungestört arbeiten wollen.

Zeiten festlegen: Basierend auf dem Workflow eines Unternehmens kann sich die Einrichtung von Zeiten anbieten, in denen sich die Belegschaft darauf einigt, keine Meetings abzuhalten und die Störungen im Großraum auf ein Minimum zu reduzieren.

Signale aussenden: Wenn Sie drigend Ruhe brauchen, kann auch das Etablieren bestimmter Signale helfen – wie etwa das Aufsetzen von Kopfhörern. Voraussetzung ist, dass Ihre Kollegen auch wissen, dass das Ihr Signal ist für “Ich will nicht gestört werden”.

Batch-Kommunikation: Es gibt Kollegen, die kommen mit jeder einzelnen Frage auf Sie zu. Vereinbaren Sie, dass Personen erst eine Reihe von Fragen sammeln, die Sie dann gemeinsam abarbeiten können. Das spart Zeit und minimiert Unterbrechungen.

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