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Marken-Offensive: Brigitte will 2015 zwei neue Titel starten

Das Jahr 2014 ist geschafft, die Redaktion schmerzhaft verkleinert, das Anzeigenminus von rund fünf Prozent verdaut. Ab sofort will Gruner + Jahrs Brigitte wieder voll durchstarten. Wichtigste Projekte für die kommenden Monate: Ab dem Sommer sollen zwei neue Titel an den Kiosk kommen. Bereits im Frühjahr platzieren die Hamburger eine eigene Beauty-Box, die das Erfolgskonzept von Glossybox kopiert.

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Die neue Kiste funktioniert nach einem klassischen Abo-Modell. Die Kunden zahlen 40 Euro pro Monat und bekommen dafür alle vier Wochen ein Paket voller Beauty-Produkte. Der Verlag verspricht dabei, dass der Wert der Düfte, Lotionen und Schminkutensilien weit über dem gezahlten Abo-Kosten liegen würde. Im Netz ist aus dieser Grundidee schon länger ein ganzes Startup-Segment entstanden, mit dem passenden Angebot für viele verschiedene Produkt-Gruppen.

Für den Verlag rechnet sich dieses Konzept gleich doppelt. So können die Hamburger regelmäßige Zusatzeinnahmen generieren, ohne viele weitere Kosten zu haben. Denn die Produkte, die in der Box verschickt werden, legen die Unternehmen kostenlos bei. Stets mit der Hoffnung verbunden, dass die Kundinnen sich spontan in ein Shampoo oder eine Creme verlieben.

„Brigitte ist zukunftsfähig, lebendig und stark“

Einen weiteren Boost auf der Marketing-Seite erhofft sich die Frauenmarke mit einer Fortführung der Veranstaltungsreihe Brigitte live und auch mit einer großangelegten Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse. Die Brigitte wird 2015 erstmals offizieller Medienpartner der Literatur-Schau.

Auch auf der redaktionellen Seite will Brigitte Huber und ihr Team von der vermeintlichen Defensive wieder voll auf Offensive schalten. Als sie in Hamburg am heutigen Mittwoch ihre Pläne für die kommenden Monate vorstellte, war die Präsentation mit dem Satz überschrieben „Brigitte ist zukunftsfähig, lebendig und stark“.

Für die Redaktion ein wichtiges Zeichen. Denn trotz des letztjährigen 60. Magazin-Geburtstags, blieb in den Köpfen der meisten Branchenbeobachter vor allem das Sparprogramm hängen. Neun Mitarbeiter mussten gehen, die Redaktion soll zudem verstärkt auf Freie setzen.

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Stand heute zählt die Brigitte und alle ihre Ableger noch immer 79 redaktionelle Mitarbeiter, von denen 60 für Print und 19 für die digitalen Produkte verantwortlich sind. Damit verfügen die Hamburger noch immer über die größte Frauenmagazin-Redaktion in Deutschland. „Das ganze letzte Jahr war extrem schwer“, sagte Huber zu den vergangenen Monaten. „Wir waren aber auch immer überzeugt, dass wir das hinkriegen “. Jetzt sieht sich die Chefredakteurin personell so aufgestellt, dass man auch alle neuen Sachen bewältigen  kann, „die wir vorhaben.“

Das ist nicht wenig. Neben den normalen Heften, laufen natürlich Brigitte Woman und Brigitte Mom weiter. Die beiden letztgenannten gelten im Verlag noch immer als absolute Erfolgsgeschichten. Dazu kommen auch in diesem Jahr wieder zwölf Sonderhefte.

„Das Heft ist noch immer in einer richtig guten Verfassung“

Dem aber nicht genug, entwickelt Huber noch zwei weitere Titel. Beide sollen nach dem Sommer an den Kiosk kommen und keine Sonderhefte sein, sondern eine echte Line-Extention. Für welche Zielgruppe und zu welchen Themen die Brigitte-Ableger angedacht sind, wollen die Macherinnen allerdings noch nicht verraten.

Mit Blick auf die Erfahrungen der Online-Redaktion könnte sich einer der Neulinge möglicherweise mit dem Thema Do-it-Yourself (DIY) beschäftigen. Immerhin will die Web-Redaktion vor allem in diesem Bereich kräftig Gas geben, weil die Selbermachen-Themen gerade so gut laufen. Zudem hoffen die Onliner ihren Wachstumskurs fortsetzten zu können und schon bald ernsthaft mit GoFeminin und Wunderweib um die Marktführerschaft zu kämpfen.

Alles in Allem scheint Huber mit dem Geleisteten zufrieden und schaut voller Vorfreude auf die kommenden Monate. „Ich finde, das Heft ist noch immer in einer richtig guten Verfassung“.

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