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Tiedje-Firma WMP-Eurocom soll Image vom Billig-Klamottenladen KiK aufpolieren

WMP Eurocom übernimmt die Kommunikationsberatung für die Bekleidungskette KiK. WMP Eurocom ist die PR-Firma des früheren Bild-Chefs Hans -Hermann Tiedje, der den Vorstandsvorsitz Anfang Februar allerdings an Michael Inacker abgibt. Sowohl KiK als auch WMP Eurocom hatten schon mal so ihre Probleme mit dem Image ...

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Die Billigklamottenkette KiK stand in der Vergangenheit immer wieder in der Kritik: wegen angeblicher Billiglöhne, wegen Arbeitsbedingungen in Zuliefererländern und wegen Problemen bei der Gründung von Betriebsräten. Die Handelskette könnte ein wenig positive Publicity also gut gebrauchen.

Dass sie dafür WMP Eurocom beauftragt, mag den einen oder anderen überraschen, denn die PR-Firma des ehemaligen Bild-Chefs Hans-Hermann Tiedje hat zeitweilig selbst negative Schlagzeilen produziert. So warf der Spiegel der Firma einst „dubiose Seilschaften und fragwürdige Methoden“ vor. Das Engagement von Tiedjes Truppe brachte seinerzeit den damaligen Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, schwer in die Bredouille.

Seit einiger Zeit ist es stiller geworden um WMP Eurocom, was für eine Firma, die eigentlich im Hintergrund agieren sollte, nichts Schlechtes heißen muss. Michael Inacker arbeitet seit Mai 2014 bei der Firma. Vorher war er u.a. Chefkorrespondent der Welt am Sonntag, Leiter des Planungsstabes des Vorstandes von DaimlerChrysler, Journalist bei der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Vize-Chef der WirtschaftsWoche, Konzernkommunikationschef der Metro AG und Vize-Chef beim Handelsblatt. Mitte 2013 sollte Inacker Konzernkommunikator bei Siemens werden. Er trat den Posten aber nicht an, weil Vorstandschef Löscher selbst seinen Hut nahm.

WMP soll nun „die externe Kommunikation steuern und daran mitwirken, das Textilunternehmen öffentlich neu zu positionieren.“ KiK-Chef Heinz Speet: „Wir freuen uns mit WMP einen Partner gefunden zu haben, der unsere Branche und unser Unternehmen versteht und mit seinen breiten Netzwerken in Medien, aber auch Politik und Verbänden, unseren Anliegen Gehör verschafft. KiK ist eines der leistungsstärksten und modernsten Handelsunternehmen in Deutschland und Europa, das zu seiner sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden steht. Wir wollen diese Stärken besser positionieren und gleichzeitig aktiv den notwendigen Dialog bei allen für unsere Kunden und die Öffentlichkeit relevanten Themen führen.“

Inacker lässt sich in der Pressemitteilung mit den Worten zitieren: „KiK hat mit einem innovativen Konzept die Branche verändert. Zugleich verändert sich das Unternehmen mit seiner neuen Strategie. Es steht in der Mitte der Gesellschaft und seiner Kunden und ist deshalb auf Erfolgskurs. KiK ist ein Unternehmen mit einem Gesicht – und zwar einem sympathischen. Das werden wir gemeinsam vermitteln.“

Für einen echten Image-Wechsel wird es freilich mehr brauchen, als einige glatt gebügelte PR-Phrasen in Pressemitteilungen. Man darf gespannt sein, wie sich KiK künftig in der Öffentlichkeit präsentiert.

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