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Microsofts Weihnachtsgeschäft: Sorgen um Windows

Der Turnaround läuft auf Hochtouren: Microsoft-CEO Satya Nadella
Der Turnaround läuft auf Hochtouren: Microsoft-CEO Satya Nadella

Hektisches Treiben nach Handelsschluss: In dieser Woche legt die Crème de la Crème der Technologie- und Internetbranche Rechenschaft über die Geschäftstätigkeit im so wichtigen Weihnachtsquartal ab. Den Anfang machte gestern Microsoft: Anleger reagierten trotz ermutigenden Absatz-Zuwächsen bei Smartphones und Tablets ernüchtert, weil ausgerechnet die gewinnträchtige Windows-Sparte schwächelt.

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Satya Nadella kommt im Alltag an. Ein Jahr nach der Ernennung zum Vorstandschef von Microsoft sind die Vorschusslorbeeren an der Wall Street zunächst aufgebraucht – Anleger wollen nicht länger Ankündigungen, sondern Zahlen sehen. Die lieferte der nach Apple zweitwertvollste Techkonzern der Welt nach Handelsschluss für das wichtigste Quartal des Jahres ab.

Mit durchwachsenem Erfolg: Zwischen Oktober und Dezember konnte der Techpionier seine Umsätze um immerhin 8 Prozent auf 26,5 Milliarden Dollar steigern und damit die Analystenschätzungen leicht schlagen. Die Gewinne kamen jedoch wegen Restrukturierungskosten für die von Nokia übernommene Smartphone-Sparte leicht unter Druck. Im Vergleich zum Vorjahresquartal reduzierte sich der operative Gewinn um zwei Prozent auf 7,77 Milliarden Dollar oder 71 Cent je Aktie; netto verdiente Microsoft 5,86 Milliarden Dollar.

Sorgen um Windows-Erlöse sorgen für Kursrutsch nach Handelsschluss
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Wachstumssignale sendete der Hardware-Bereich: Die Tablet-Unit (Surface) legte um 24 Prozent auf Absätze von 1,1 Milliarden zu, während die von Nokia übernommene Smartphone-Sparte (Lumia) schon 2,3 Milliarden Dollar erlöste. Die Spiele-Konsole setzte dagegen mit 6,6 Millionen Einheiten weniger ab als im Weihnachtsquartal vor einem Jahr.

Rückläufig  entwickelten sich auch die Windows-Absätze von Privatkunden. Gleich 13 Prozent weniger Erlöse verzeichnete die Cash Cow im jüngsten Dreimonatszeitraum durch Endkunden, die das Betriebssystem mit einem neuen Computer erwarben (OEM). Da halfen auch steigende Lizenz-Umsätze von Windows nicht (plus drei Prozent), um die Zweifel der Aktionäre zu verstreuen, zumal sich die Erlös-Erosion bei Microsofts Betriebssystem durch das für Bestandskunden kostenlose Upgrade auf Windows 10 weiter beschleunigen dürfte.

Anleger flüchteten nach Handelsschluss aus der Aktie und schickten Anteilsscheine von Microsoft um mehr als vier Prozent nach unten. Der IT-Pionier büßte durch den Kursrutsch mehr als 16 Milliarden an Börsenwert ein.

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