Anzeige

Der Schweinebauch im TV: warum die nervtötende Check24-Werbung funktioniert

Everybody dance now
Everybody dance now

Während im RTL-Dschungelcamp die Langeweile regiert, bringt die Werbepause regelmäßig die Gemüter auf Twitter in Wallung. Vor allem eine Werbung hat sich dank penetranter Wiederholung zum Hassobjekt Nummer eins gemausert: die tanzenden Spießer aus den Check24-Clips. Für den Werbetreibenden muss der ganze Social-Hass nichts Schlechtes bedeuten ...

Anzeige
Anzeige

Verantwortlich für die Check24-Werbung – laut Google immerhin der siebt-meistgesehene YouTube-Werbeclip des Jahres 2014 – ist die Werbeagentur Havas aus München. In den Clips treten Normalos auf, allen voran ein dicklicher Typ, „Paul“ genannt und von einigen Fachmedien ob seiner nervtötenden Dauerpräsenz bereits zur „Kult-Figur“ hochgeschrieben.

Der Clou ist nun, dass die versammelten Spießbürger zu Klängen von 90er-Jahre-Tanzbodenfegern anfangen, professionelle Moves hinzulegen, weil sie sich so schrecklich über die Rabatte freuen, die sie mit dem Check24-Portal erhalten haben. Das Ganze ist – man muss es sagen – zunächst einmal keine schlechte Werbung. Die Aussage stimmt, die Musik ist gut, die Produktion professionell und die Grundidee noch nicht einmal unoriginell.

Die Werbung nervt aber trotzdem, und zwar alleine aufgrund ihrer unglaublichen Präsenz. Wer in zig-Werbepausen und vor unzähligen Online-Videos wieder und wieder mit denselben tanzenden Grinseköppen konfrontiert wird, der möchte irgendwann zur Kettensäge greifen. Wer wissen will, was Check24-Dauerbedröhnung mit Zuschauern anstellt, der werfe nur einen Blick in Twitter während einer Werbepause des RTL-Dschungelcamps:

Anzeige

Und so weiter und so fort. Es gibt eine alte Werbe- und PR-Weisheit, die besagt, dass es keine schlechte Aufmerksamkeit gibt. Das gilt in der modernen Marken- und Werbewelt so nicht mehr. Denn natürlich gibt es schlechte Aufmerksamkeit. Schönen Gruß an Burger King nach den Enthüllungen des „Team Wallraff“. Ein Unternehmen, eine Marke vor allem, kann heutzutage massive Probleme bekommen, wenn der Shitstorm dräut. Das kann mit Produktmängeln zusammenhängen, wie im Falle von Missständen in Burger-King-Filialen, aber auch mit missratenem Marketing.

Bei Check24 ist das freilich eine andere Sache. Die Check24-Werbung ist extrem aufmerksamkeitsstark und wegen ihrer ständigen Wiederholung extrem nervig. Dadurch setzt sich der Name gnadenlos im Hirn der Zuschauer fest. Diese mögen Check24 zwar mit negativen Gefühle verbinden, für den Werbezweck ist das hier aber egal. Denn Check24 ist in Wahrheit gar keine Marke. Check24 ist so etwas wie die Übersetzung der berühmt-berüchtigten Schweinebauch-Anzeigen in die digitale Welt. Mit Schweinebauch-Anzeigen bezeichnet man in der Print-Welt billige Abverkaufswerbung, vor allem von Lebensmittel-Discountern. Schweinebauch heute frisch – 1,99 das Kilo. Da braucht es keine Markenpflege. Und wenn der Nutzer vor dem PC hockt und einen Preisvergleich sucht … welcher Name fällt einem da zu den hämmernden Klängen von „Everybody dance now“ wohl am ehesten ein?

Letztlich piepegal, ob einer Check24 für einen sympathischen Überflieger-Laden hält oder für die hiesige Zweigstelle von Sauron Inc. Für eine echte Marke, die an langfristigen Beziehungen zu Kunden und einem positiven Image interessiert ist, wäre die Holzhammer-Mediastrategie von Check24 freilich tödlich. Für eine Klickbude, die auf Provisionsbasis arbeitet und daher auf Masse setzt, ist diese Strategie vermutlich genau richtig. Check24 und die Werbeagentur Havas haben also nichts falsch gemacht.

Allerdings sollten sich große TV-Sender fragen, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn ihre Werbeblöcke statt mit hochwertiger Image-Werbung mit aufdringlicher, lärmender Abverkaufswerbung befüllt werden. Der Schweinebauch ist ist im Digitalen angekommen (Google, YouTube) und jetzt auch im Fernseh-Hauptprogramm.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Zumindest ist der Specky nun berühmt. Aber die Tante die die Werbung macht für Kinder Pingui muss doch wissen das sie nur dämlich rüber kommt. Voll Peinlich

  2. es nervt ja nicht nur dieses quiekende Monster. Werbung allgemein nervt.
    Sender wechseln nützt auch nicht mehr viel, da die Sender die Werbeblöcke schon zeitlich synchronisieren.
    das einfachste ist, keine Produkte mehr kaufen, für die im Fernsehen Werbung gemacht wird. es gibt für alle Produkte eine Alternative.
    wenn die Menschen in den deutschsprachigen Ländern nicht so dumm wären, dann würde sich das mit den Werbungen im Fernsehen schnell von selbst erledigen.

  3. Diese Familie erinnert mich irgendwie an so ne typische amerikanische, leicht dümmliche, Truppe ala Al Bundy. Ich würde El Bundy aber unrecht tun, wenn ich ihn mit diesem Mist vergleiche.
    Sobald diese Werbung auftaucht, wechsle ich den Sender. Es nervt total.

  4. Diese Werbung ist einfach nur nervig!!!!
    Irgendwelche Clowns, die sich echt miserabel präsentieren…. 🙂
    Lasst es einfach… ES NERVT…. vor allem diese stück Mann, der sich probiert lustig zu präsentieren !!!!!!!!!

  5. User sagt:
    Lass mich nicht mehr nerven. Ich stelle diese Sender einfach nicht mehr an. Vielleicht merken sie dann mal, welchen Schwachsinn sie dort platzieren.
    Ich halte es mit Tommy Jaud: Einen Scheiß muss ich.
    Hab mir den Fire TV Stick besorgt und schau entspannt, was ich will – ohne nervige Werbung.

  6. Ich kann dem nur zustimmen. Die Check24-Werbung ist die dümmste, blödeste und nervigste Werbung, die jemals gemacht wurde. Ich kann nicht verstehen, warum sich diese „Schauspieler“ für ein solche Erniedrigung hergeben. Soviel Geld wird es dafür auch nicht geben, aber das Ansehen dieser Leute ist für immer dahin. Hoffentlich nutzt keiner mehr dieses dumme Vergleichsportal. Es gibt andere, die viel seriöser sind. Firmen, die keine Werbung auf Check24 machen, werden eh nicht oder wenn, dann am Ende der Wertung aufgeführt.

  7. Tatsache ist, dass nervige Werbung in anspruchsvolle bzw. niveauvolle Fernsehanstalten nichts zu suchen hat. Sind Einschaltquoten für das TV nebensächlich geworden. Ist die Gier der Fersehanstalten größer als das Bestreben zum anspruchsvollen Programm? Ist Dass der erste Schritt zum Aussterben des TV’s? Ist es sooo schwer nur neveauvolle Werbung wie für „Wahrsteiner“ auszustrahlen. Werbemüll wie auf diesen Portal viel zu oft erwähnt sollte von FA abgelehnt bleiben.

  8. Zählt doch mal nach, wie oft der Name dieser Firma genannt wurde. Diese Menschen wurden für den Artikel genauso bezahlt.

  9. Stellt diese Schwachsinnige Werbung mit dem tanzenden Porkyschweinchen ein. Check 24 ist nicht mehr mein Vavorit.

  10. Als ich diese nervige Werbung zum Jahreswechsel 2014/15 zum ersten mal hörte, sind bereits sämtliche Nackenhaare aufgestanden. Der Protagonist bekam bei mir die Schublade: Burger-Fresse mit Eunuchenstimme. Man muss diesen Typen (real betrachtet) bewundern oder bedauern. Er typisiert die weit verbreitete „Prolo-Gesellschaft“ ohne Hirn. Wie erkennt man einen „Prolo“? Sprich mit ihm, er beginnt seinen Satz mit: ICH persönlich würde sagen,…keine Ahnung, weißt schon, was ich meine oder so.
    Alle anderen meiden check24, denn das durch die Werbekampagne hervorgerufen „branding“ funktioniert auch negativ nach dem Ausschlussverfahren. Das kapieren diese Mangement-Experten nur noch nicht. Etikette oder Anstand (für deutsche) ist diesen Typen fremd. Sie gehen jedem v o r s ä t z l i c h auf den Geist. Wer mich ständig nervt ist in einem möglichen Bedarfsfall der letzte, wenn nicht der allerletzte, der in die Auswahl kommt. Es gibt immerAlternativen.

  11. Klar kommt mir bei einem Preisvergleich durch die Werbung sofort Check24 in den Sinn. Da ich aber kein konditionierte Laborratte bin, sondern ein denkender Mensch, erinnere ich mich an die miserable Werbung und verzichte auf einen Besuch der Seite weil ich kein Bock habe auf noch mehr Generve durch die bloße Präsenz der unangenehmen Marke.

    69 Nanosekunden später fällt mir auch schon die zweite Preisvergleichsseite ein und ich bin dann dort.

    Eigentlich ganz easy.

  12. Die werbung sowas von zum kotzten, dazu kommt noch das mich die typen ständig mit ihrem blöden reisegutschein nerven !
    Aber warum soll ich den was buchen was teuer ist als woander um 50EUR einzulösen ?
    Auch die Verischerungsvergleiche sind teuerer !

  13. Allein wegen der zuschauerverachtenden und zuschauerbelastenden und geschmacklosen Werbung würde ich und alle Menschen, die ich kenne, niemals Check24 nutzen.

  14. Also ich finde den Spot erfrischend, dazu lustig und kreativ. Andere Werbung, wie z. B. Pro-D… etc. zeigen in Super-Slow-Motion lächelnde Gesichter, die generationsübergreifend genau diesen Kaffee bekömmlich finden. Die scheint Tante Jakobine aus dem 14. Jahrhundert anzusprechen. Ist leider tot. Die ganze Game-Werbung lässt mich ebenfalls vomieren (kotzen), weil kein normaler Mensch so einen Müll braucht. Der Autor scheint ein Experte auf dem Gebiet von Müllansammlung zu sein.

  15. Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Weltschmerz-Kranke durch diesen medialen Müll erst vermittelt bekommen haben, dass diese Gesellschaft wirklich nicht mehr zu retten ist und dadurch erst den entscheidenden Impuls zum Suizidversuch bekommen haben – wenn ich als bis zum Auftauchen dieser Schrott-Werbung (das treffendere Wort mit Sch… verbietet die Netiquette) rundum glücklicher und zufriedener Mensch regelmäßig mit dem Kopf gegen die Wand rennen möchte, sobald die Werbung für check24 anläuft!

    Richtige Igitt-Werbung! Pfui!

  16. Vergleichsportale sind für mich ausnahmslos ein Fall für den Staatsanwalt.
    Jeder halbwegs intelligente Mensch wird schnell feststellen, dass die Informationen gefiltert sind. Wer bitte soll hier glauben, es wäre unabhängig, wenn nur die Firmen angezeigt werden, mit denen Check24 auch Provisionsverträge hat?
    Oder hat schon mal jemand beim Autoversicherungsvergleich die HUK24 gefunden?
    Wer nur 2g seines Primatengehirns einschaltet, wird auch weiterhin seine Vergleiche „selber“ durchführen und sich „selber“ informieren.
    Warum in Gottes Namen sollte ich dort einen Vergleich durchführen, dann am Ende auf einen Button klicken um check24 eine Provision zu sichern, der im Endeffekt nur meinen Vertrag teurer macht?

  17. Die Werbung passt in die heutige Zeit. Grell, bunt, inhaltsleer und irgendwie Mainstream und spiessig.
    Dumme Werbung auf tiefem Niveau.

  18. Ich liebe die Werbung und zuerst denkt man, oh je, wer ist den der Pumuckl und plötzlich rockt er und geht ab wie Schmitz Katze.
    paul – we love you!!!
    Werbung, die mal im Kopf bleibt. Die Agentur hat ihre Aufgaben mehr als gemeistert!!!

    1. Heike, Warum heiratest Du die Fettschwarde nicht. Mein Tipp: Schaffe Dir ein funktionierendes Hörgerät an und setze die Hornbrille auf.Lass Dich im Oberstübchen untersuchen!!!

  19. Einfach nur peinlich und abstoßend diese Werbung von Check 24. die nervt mich so das ich aus Prinzip nie wieder dieses Portal besuchen werde.

    Und an die Werbeagentur. Nehmt beim nächsten Mal hübsche Menschen. Der Fettsack ist ekelig und dieses schwarzhaarige Mann- Weib geht ja garnicht !

  20. Interessant an dieser Stelle wäre mal zu berichten, wie sich der Umsatz nach dem Schalten dieser (hirntötenden) Werbung geändert hat. Einer der Vor-Kommentatoren schreibt es ja bereits: Bei dem krass hohen Werbebudget und dem nur geringfügig darüberliegenden Umsatz (nicht gleich Gewinn) frage ich mich wirklich wo da die unternehmerische Nachhaltigkeit bleibt?!

    Aber ich bin nicht Zielgruppe dieser „Schweinebauchportal-Werbung“ insofern nur hier mein Appell an die Verantwortlichen bei Havas (http://www.wuv.de/agenturen/havas_spot_everybody_dance_now_mit_check24): WENN Ihr schon so viel Geld budgetiert bekommt und das Ding so professionell aufziehen dürft, dann gebt Euch auch Mühe. Die Tanzbodenfeger (*hüstel*) aus den Neunzigern mit einem übergewichtigen Unsympathen zu kreuzen und in einer Gute-Zeiten-Schlechte-Zeiten-Kunstkonsum-Umgebung zu platzieren ist NICHT kreativ. Und selbst wenn es „handwerklich“ gut gemacht ist: „Gute“ Werbung verführt mit Humor und Witz, siehe z. B. Zalando …

  21. Wie lange sollen unsere Augen mit Ihrer Werbung mit dem supper-peinlich-kreischend -herumhopsenden Fettpolster-Mops noch vergewaltigt werden. Finden Sie es ästhetisch, oder haben Sie gar keinen Geschmack für angenehmes?

  22. Die Check24 Werbung ist einfach nur schlecht. Der Transport der (eigentlich guten alten Musik) in diese doofe Darstellung mit dem Herumgewackel nervt tatsächlich….. und zwar schon derart, dass ich den Sender wechsle:
    Über diesen Effekt sollten die Sender auch mal nachdenken.
    Die anderen Werbetreibenden (insbesondere die jenigen, die direkt nach der Check24 Werbung dran sind) müssten eigentlich ihr Geld zurück verlangen.
    Ich bin für eine Besteuerung der Werbeminuten auch im privaten Fernsehen.
    Analog bei Plakaten und Bandenwerbung: Besteuerung nach Fläche.
    Eine Besteuerung die ausnahmsweise mal dem Wohle der Bevölkerung dienen würde…

  23. Diese Werbung ist einfach nur nervig!!!!
    Irgendwelche Clowns, die sich echt miserabel präsentieren…. 🙂
    Lasst es einfach… ES NERVT!!!!!!!!!!!!!!

  24. Mag sein, dass die nervige Check24-Werbung funktioniert. Das ist aber auch sehr teuer erkauft! Allein im vergangenen Jahr hat Check24 lt. Nielsen über 83 Mio. Euro für Werbeschaltungen ausgegeben und da ist die starke Werbepräsenz vom Januar diesen Jahres noch nicht eingerechnet. Ich weiß nicht, wie hoch der Jahresumsatz der Firma im vergangenen Jahr war, aber 2011 betrug er nur 115 Mio. Euro. Da frage ich mich, ob sich die Firma mit der Dauer-Werbebeschallung nicht finanziell ein bisschen übernommen hat und ich bezweifle, dass Aufwand und Gewinn hier in einem sinnvollen Verhältnis stehen.

  25. Früher die Goodgame Empire Werbung ich könnt kotzen vorallem weil das Spiel so ein Müll ist. Check 24 nerft mich aber nicht hab immer Spaß das anzuschauen 😀

  26. Interessant, dass es weder Herrn Winterbauer noch einem Kommentator hier aufgefallen ist, dass CHECK24 den Begriff „(Preis-)Vergleichsportal“ zwar in der Werbung in den Vordergrund stellt, sich im Hintergrund aber zum Verkaufsportal entwickelt – zumindest in Teilbereichen wie in der Kategorie Elektronik/Haushalt; und auch Hotelzimmer lassen sich buchen. Ein Unternehmensbereich heißt dann treffender Weise auch „CHECK24 Vergleichsportal Shopping GmbH“. – Also von wegen „Klickbude“ 😉

    Ich vermute, dass man mit dem massiven und nervigen Werbehammer Reichweite und Bekanntheit aufbauen möchte, um damit auch sogenannte „Premium“-Partner für den Shopping-Bereich zu gewinnen. Die brachiale Fernsehwerbung versucht zudem, den Begriff „Vergleichsportal“ in die Köpfe der Zuschauer zu pflanzen, weil der bei den meisten Internet-Usern mit positiven Assoziationen wie „Neutralität“, „Vertrauen“, „günstigste Preise“, „Schnäppchen“ etc. besetzt ist.

    Nach dieser Art von „Gehirnwäsche (Danke, Herr Winterbauer!) dürften es sehr (?) viele Standard-User äußerst komfortabel finden, dass man das „günstigste“ Produkt bei CHECK24 auch sofort bestellen kann. Für CHECK24 ist diese Art der Vermittlung (provisionsmäßig) wesentlich einfacher nachzuweisen und sicherlich auch lukrativer, als die simple Weiterleitung auf die Webseite des Anbieters.
    Unterm Strich scheint sich CHECK24 (in Teilbereichen?) zu einer Mischung aus Vergleichsportal, Preissuchmaschine und Anbieterportal (ähnlich wie z. B. MeinPaket.de) zu mutieren. Und so etwas macht mich misstrauisch.

    Ich habe testweise mit CHECK24 und der Preissuchmaschine Idealo nach einem Produkt gesucht, das ich im Auge habe: die externe 3,5″-Festplatte Intenso Memory Center mit 3 TB
    Ergebnis (Stand der Angaben: 28.1.2015, 0.30 Uhr):
    Bei beiden hieß der günstigste Anbieter „Digitalo“. Aber: Bei CHECK24 kostete das Produkt 90,70 Euro, während Idealo 88,49 Euro als Direktbestellung im Shop des Anbieters fand (immer inkl. Porto und ohne Zahlungsaufschlag außer bei Paypal). Idealo fand noch ein preisgleiches Angebot im Shop von Notebooksbilliger.de mit 88,49 (inkl. Versand u. Bezahlart Vorkasse oder Kreditkarte). Über CHECK24 bezahlt man für die Festplatte vom selben Anbieter für 93,33 (inkl. Versand und alle Zahlungsarten).

    Fazit: Mein Misstrauen hat sich zumindest in einem Fall bewahrheitet. Ich werde CHECK24 vielleicht wieder einmal benutzen, die Resultate aber mit anderen Portalen und Preissuchmaschinen vergleichen.
    Ich bin gespannt, ob die „Mutations“-Strategie von CHECK24 aufgehen wird.

  27. Ist vermutlich wie mit der Seitenbacher-Radio-Werbung. Da wird auch auf nervigste Art und Weise zehnmal pro Spot der Name Seitenbacher-Müsli erwähnt – aber es bleibt wohl hängen…

    1. Seitenbacher würd ich auch nie kaufen und ich multiplizier meine Meinung dazu auch oft im Bekanntenkreis. Wer die Menschen mit so etwas terrorisiert hat die Pleite verdient – ganz einfach.

      1. Und woher weißt du, dass dein Bekanntenkreis wegen deiner „dahinmultiplizierter“ Meinung, das Müsli, welches sie eventuell noch gar nicht kannten, nicht doch kauft?

  28. moin, moin,

    1. Ich bin ja echt froh zu lesen, dass es mir genauso geht wie offensichtlich sehr, sehr vielen – mich nervt die Werbung auch total.

    2. Es würde mich schon mal interessieren, wie das funktioniert, dass man etwas nervig findet, aber dann trotzdem nutzt. Sie schreiben in dem Artikel: „Für eine Klickbude, die auf Provisionsbasis arbeitet und daher auf Masse setzt, ist diese Strategie vermutlich genau richtig. Check24 und die Werbeagentur Havas haben also nichts falsch gemacht.“

    Check24 ist ein Vergleichsportal. Das soll hier beworben werden. Man soll doch auf eben dieses Portal gehen und was-weiß-ich-für-Preisvergleiche anstellen.
    Genau das aber dürfte doch genau nicht passieren nach solch einer bescheuerten Werbung. Ich nehme doch an, dass nach dieser Werbung garantiert niemand mehr auf dieses Vergleichsportal geht. Damit also hätte diese Werbung doch genau das Gegenteil dessen bewirkt, was sie wollte. Oder sehe ich da jetzt etwas falsch?

    Jan-Bernd Meyer

    1. Meine These ist, dass der Nutzer vor dem Rechner die Genervtheit „vergisst“, bzw. einem wegen der Penetrierung nur noch dieses eine Vergleichsportal einfällt. Es geht – wie gesagt – hier ja nicht um Markenbildung und Image. Es ist vielmehr so eine Art Gehirnwäsche.

      1. Dann steht es offensichtlich schlimmer um die Menschheit, als befürchtet. Man „vergisst“, dass man genervt ist???? Ist so etwas nicht mit generell mit Gefühlen verbunden, oder sehe ich das zu weiblich? Ich bekomme schlechte Laune und werde agressiv bei dieser Werbung; ich fühle mich fast persönlich angegriffen und schalte direkt weg. Und das soll ich vergessen? Wie (Bitte um Aufklärung, das würde viele meiner Probleme lösen!)? Ich würde mir lieber beide Hände abhacken, als dieses Portal zu besuchen. Das einzig Positive daran ist, dass ich nicht vergesse, wo ich keinesfalls nachsehen darf. Beängstigend und traurig, wenn solche Werbung wirklich „funktioniert“…

    2. Wenn ich an die Werbugn denke, dann denke ich an „I got the powwerrr“ und alberne Leute, die durch die Gegend tanzen. Das hat natürlich 0 mit einem Vergleichsportal zu tun. Es bleibt aber in Erinnerung. Und man muss auch davon ausgehen, dass die wenigsten Konsumenten die Werbung derartig reflektieren.

      Werbung muss einfach, provokant oder auch einfach dämlich sein. Dann funktioniert sie.

      1. So, So – muss sie das!? Jeden Kack lassen wir uns aber nicht bieten.

  29. Ich finde die Werbung super. Nicht, weil sie so intelligent ist, sondern weil sie eben in Erinnerung bleibt. Ich mag 90er-Mucke und so zaubert mir das immer ein Lächeln ins Gesicht. Da ich jetzt nicht so super viel Fernsehen schaue, ist der „Nervgrad“ noch nicht erreicht 🙂

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*