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Kirch-Gläubiger erhalten weitere 250 Millionen Euro

Verstorbener Medienunternehmer Leo Kirch © dpa
Verstorbener Medienunternehmer Leo Kirch © dpa

Die nächste Tranche erreicht die große Schar der Kirch-Gläubiger. Nach Zustimmung des Gläubigerausschusses kann der Insolvenzverwalter nun die insgesamt achte sogenante Abschlagsverteilung durchführen. Die Gläubiger der seit April 2002 insolventen Kirch Media GmbH & Co. KG aA erhalten weitere 250 Millionen Euro.

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Damit steigt, wie der Insolvenzverwalter mitteilt, die Befriedigungsquote für die „ungesicherten und nicht absonderungsberechtigten Gläubiger“ auf nunmehr 26 Prozent. Mit dieser Abschlagszahlung erhöhen sich die Zahlungen an die Gläubiger der insgesamt 1.500 Insolvenzforderungen auf 1,3 Milliarden Euro. Diese Insolvenzgläubiger sollen bis zum Abschluss des Verfahrens noch weitere „erhebliche Zahlungen“ erwarten können, heißt es.

Insgesamt konnten bislang über 2 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Möglich geworden sei dies unter anderem durch die langjährige Verwertung der Film-Bibliothek, die erfolgreiche Veräußerung von Beteiligungen sowie durch die Restrukturierung und den Verkauf der operativen Bereiche.

Das Geld stammt hingegen nicht von den Zahlungen der Deutschen Bank an die Erben Kirchs. Kurz bevor das Medien-Imperium des Leo Kirch 2002 pleite ging, hatte der damalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer in einem TV-Interview dessen Kreditwürdigkeit angezweifelt: “Was man darüber lesen und hören kann, ist ja, dass der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder sogar Eigenmittel zur Verfügung zu stellen.” Damals war die Deutsche Bank der größte Kreditgeber Kirchs.

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Als dessen Medienfirma kurz danach zahlungsunfähig wurde, machte Kirch die Deutsche Bank, bzw. Breuer für die Pleite verantwortlich. Nach seinem Tod setzten seine Erben den Rechtsstreit fort. Anfang 2014 bekamen sie, nach nunmehr zwölf Jahren, Recht. Das Oberlandesgericht München sprach eine Zahlung von 775 Mio. Euro plus Zinsen und weiteren Kosten zu.

 

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