Anzeige

Helmut Markworts Probleme mit dem falschen Moritz Rodach bei Twitter

Echte Kerle in diesem Wochenrückblick
Echte Kerle in diesem Wochenrückblick

Focus-Gründer Helmut Markwort ist auf sein falsches Twitter-Alter-ego Moritz Rodach aufmerksam geworden. Und es gefällt ihm gar nicht. Die Bild ließ aufwändige Image-Filme mit Reportern drehen. stern.de tut in Sachen Fast-Bundespräsident Walter Freiwald schrecklich investigativ. Und Klaus Boldt und Jörg Kachelmann geben es sich deftig auf Twitter - der MEEDIA Wochenrückblick.

Anzeige
Anzeige

Bild-Reporter Paul Ronzheimer mit Stahlhelm und Schutzweste, wie er im Kugelhagel von Haus zu Haus rennt. Promi-Reporterin Dora Varro, wie sie auf der Fashion Week Naomi Campbell hinterherhechelt. Die Bild hat von Top Produzent Nico Hofmann ein paar Image-Filmchen mit Top-Reportern drehen lassen. Das kann man natürlich für furchtbar eitel oder angeberisch halten, letztlich ist es aber konsequent. Typen wie Ronzheimer muss man nicht sympathisch finden aber der Mann riskiert was und stellt sich mit seiner Weste da hin, wo die Kugeln fliegen. Der unrasierte Ronzheimer mit Schutzweste und Bild-Mikro ist schon eine eigene Bild-Marke für die Bild. Er hat Wiedererkennungswert. In Zeiten der Austauschbarkeit von Nachtrichten ist das ein absolut wertvolles Asset.

Helmut Markwort ist auch ohne schusssichere Weste schon lange eine Marke. Gelegentlich hat der Focus-Erfinder früher mal unter dem Pseudonym Moritz Rodach geschrieben, auch im Focus über seinen Verein, den FC Bayern München. Damit hatte er kein Problem. Jetzt hat er aber ein Problem mit Twitter. Dort treibt schon seit einiger Zeit ein unbekannter Scherzkeks unter dem Namen Moritz Rodach sein Unwesen und twittert allerhand Frechitäten jenseits der Wahrheitsschwelle aus dem Markwort-Kosmos.

 

 

 

Letzteres ist übrigens eine Reaktion auf diesen Tweet von Focus-Chefredakteur Uli Reitz:

Wie wir erfuhren, wurde der falsche Moritz Rodach von dem Einen oder Anderen im Hause Burda schon für den echten Helmut Markwort gehalten und der wurde darauf angesprochen, was er da für einen Unsinn twittern würde. Das findet der Focus-Herausgeber natürlich gar nicht gut. Bloß: Was kann man machen? “Moritz Rodach” ist als Medienmarke nicht geschützt und ein eingetragener Künstlername war das auch nie. Allerdings verwendet der Twitter-Frechling offenbar ein Jugendfoto von HM als Profilbild. Da könnte sich doch was drehen lassen, oder? Helfen könnte eventuell Henning Dorstewitz, der ist seit kurzen neuer deutscher Kommunikationschef bei Twitter und hört dort auf den Namen @HenningD.

Eine der meiner Meinung nach bislang besten Pegida-Parodien grafischer Art lieferte diese Woche übrigens der liebe Kollege Peter „Bulo“ Böhling ab mit einer genialen Fusion des Pegida-Schriftzuges mit der Cover-Gestaltung der Hitler-Parodie „Er ist wieder da“. Ich bin nicht der einzige, dem das gefiel. Über tausend Mal wurde das Pegida-Logo weitergeleitet und favorisiert.

Den Bulo kann man jetzt übrigens auch mieten Auf seiner Homepage unter bulo.de hat er die Männchen Manufaktur gestartet und bereits Männchen u.a. für Bild am Sonntag (einen Tichy), G+J (einen „Sugarman“) und das ZDF (ein Düsseldorfmännchen) gemalt. Wer mal in die Verlegenheit kommt, ein Männchen zu brauchen, ist beim Bulo gewiss in allerbesten Händen.

Sie haben es bestimmt noch nicht gemerkt, aber bei RTL läuft gerade wieder das Dschungelcamp. Die einen lieben es, die anderen hassen es und wieder andere hassen die, die es lieben. Ich selbst gehöre eindeutig zu der Fraktion, die das Camp toll findet. Dass jetzt so viele meckern, es sei so langweilig dieses Jahr, ist ein bisschen unfair. Es kann nicht jedes Jahr eine Larissa geben. Und sooo übel ist der Unterhaltungswert von Fast-Bundespräsident Walter Freiwald nun auch wieder nicht. Es gilt: Selbst eine schwache Dschungel-Staffel ist immer noch besser als 90 Prozent von dem Kram, der sonst so läuft. Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi wollte diese Woche auch ein Bisschen vom Dschungelfame abhaben und hat auf ihrer Facebook-Seite das ungelenkige Bewerbungsschreiben von Walter als Bundespräsidenten-Kandidat öffentlich gemacht. Dürfen die Sozen das überhaupt? Sind bei dieser Hallodri-Partei unsere sensiblen Daten in guten Händen? Auch solche Debatten stößt das Dschungelcamp an, denken Sie mal drüber nach! In den Kommentaren zu ihrem Posting wurden die SPD und Frau Fahimi für die Veröffentlichung jedenfalls scharf kritisiert.

Bei stern.de waren sie in dieser Sache ganz investigativ unterwegs. Statt einem Reporter einen Stahlhelm aufzusetzen und ihn mit Filmteam in ein Krisengebiet zu schicken, haben die Onliner vom stern das Walter-Freiwald-Schreiben mit dem ulkigen Verweis “Copyright: Screenshot” veröffentlicht und dazu geschrieben:

Anzeige

Dem stern liegt die E-Mail an den Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel vor. Mit folgenden Worten wollte Freiwald Bundespräsidenten-Kandidat der SPD werden.

Boah: Dem stern liegt die Mail vor. Klar, die hat ja die Fahimi auf ihrer Facebook-Seite ja auch veröffentlicht. Weiter heißt es:

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagte dem stern zu dem kuriosen Bewerbungsanschreiben: „Es ist natürlich schade, dass die SPD und Herr Freiwald nicht zueinander gefunden haben. Gleichwohl fühlen wir uns in unserer Entscheidung bestätigt, damals wie zwei Jahre später auf Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten gesetzt zu haben.

Ah ja. Und was hat sie kurz bevor der stern mit dieser Enthüllungsstory online ging öffentlich auf Facebook mitgeteilt:

Da sie es auf Facebook quasi öffentlich der ganzen Welt mitgeteilt hat, was sie von Walters E-Mail hält, hat sie es irgendwie ja auch stern.de gesagt.

 Beim Dschungelcamp habe ich übrigens immer stärker den Eindruck, dass Gag-Autor Micky Beisenherz die Witze, die zu hart fürs TV sind, auf Twitter raushaut. Beispiele gefällig:

 

 

Und weil wir gerade bei Twitter-Lästereien sind: Am Freitag haben es sich Bilanz-Chefredakteur Klaus Boldt und Wettermann Jörg Kachelmann, der aus bestimmten und bekannten Gründen den Springer-Verlag, wo Bilanz erscheint, nicht mag, es sich auf Twitter so richtig deftig gegeben. Das wollte ich Ihnen nicht vorenthalten:

 


In diesem Sinne: ein friedfertiges und wunderbares Wochenende!

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Ronzheimers YouTube-Kanal / Canon-Advertorial ist das widerlichste was der deutsche Journalismus in letzter Zeit produziert hat. Und das will schon was heißen.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*