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Nackter Protest: Dänische Journalistin reagiert mit Aktfotos auf Racheporno

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© Emma Holten

Eine Frage der Zustimmung: Die dänische Journalistin Emma Holten war das Opfer eines Rachepornos. Ihr Ex-Freund hatte Nacktbilder, den Namen und ihre E-Mail-Adresse ins Netz geladen, die schnell die Runde machten. Unbekannte terrorisierten sie über Jahre mit obszönen Mails. Holten reagierte mit einem freizügigen Fotoshooting, das nun im Netz die Runde macht.

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Dafür arbeitete sie mit der Fotografin Cecilie Bødker Jensen an einer Fotoreihe namens „Consent“ (Engl.: Zustimmung). Für den Blog „Hystericalfeminism“ schrieb Holten ihre Beweggründe auf. Mit Erfolg. So brachte nicht nur das Magazin Friktion die Bilder, zuletzt griff auch die Elle Holtens Fotos auf und beschäftigte sich mit dem Thema Rachepornos. Seitdem erfahren die Bilder, die bereits im September veröffentlicht wurden, enorme weltweite Aufmerksamkeit.

In ihrem Blogbeitrag teilt die Journalistin ihre Erfahrungen der vergangenen Jahre. Auch lange Zeit, nachdem ihr Exfreund die Nachktaufnahmen hochgeladen hatte, erreichten sie noch Mails von Jugendlichen, sogar verheirateten Männern, die sie etwa fragten, ob ihre Eltern wüssten, dass ihr Kind eine Schlampe sei.

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Rachepornos, also Nacktbilder von Personen, die der Veröffentlichung nicht zugestimmt haben, haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Berüchtigt war die Seite isanyoneup.com“ des Amerikaners Hunter Moore, bei der zumeist Männer intime Bilder von ihren Ex-Partnerinnen hochluden. Die betreffenden Aufnahmen kursieren nach dem Upload auf einer Webseite schnell auch auf einschlägigen Pornoseiten, die ohne Zustimmung der Abgebildeten mit den Inhalten Geld verdienen.

Die Opfer haben in den meisten Fällen keine Chance, sich dagegen zu wehren. Umso erfreulicher ist das, was Holten erreicht hat: Durch ihr gelungenes Kontra auf die ungewollte Veröffentlichung privater Aufnahmen hat die Journalistin die Hoheit darüber, was im Netz über sie berichtet wird, zurückgewonnen. Nun sind vor allem die Bilder im Umlauf, denen sie zugestimmt hat.

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Alle Kommentare

  1. Lehre aus der Existenz von Rachepornos: Selbst wenn man ein ungetrübtes Verhältnis pflegt, sollte man es nicht für ewig gültig halten. Wer intimen Fotos zustimmt, auf denen er oder sie identifizierbar ist, geht ein vermeidbares Risiko ein.

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