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eBay kündigt 2400 Mitarbeitern, PayPal weiter Konzerntreiber

eBay-CEO John Donahoe wird nach der Aufspaltung in den Verwaltungsrat wechseln
eBay-CEO John Donahoe wird nach der Aufspaltung in den Verwaltungsrat wechseln

Einen Tag nach den starken Quartalszahmen von Netflix verkündete Internet-Dino eBay sein neuestes Zahlenwerk für den Weihnachtszeitraum, der solide, aber unspektakulär verlief. Für mehr Aufregung sorgte die Ankündigung eines massiven Stellenabbaus – Noch-eBay-Chef John Donahoe kündigt sieben Prozent der Belegschaft.

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Neues von der Großbaustelle: eBay steckt mitten in der Abspaltung seiner Bezahltochter Paypal und der damit verbundenen Aufteilung in zwei Konzernteile. 2400 Arbeitsplätze werden der Restrukturierung zum Opfer fallen, teilte der noch amtierende Konzernchef John Donahoe nach Handelsschluss im Rahmen der Vorlage der Geschäftszahlen für das vierte Quartal mit.

Die Bilanz fiel im Rahmen der Erwartungen aus: Der weltgrößte Online-Auktionator gab eine Umsatzsteigerung von knapp 9 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar bekannt. Die Konzerngewinne zogen um 10 Prozent auf 936 Millionen Dollar an. In Reaktion auf die Quartalsbilanz legte die eBay-Aktie im nachbörslichen Handel um drei Prozent auf wieder 55 Dollar zu.

PayPal erlöst fast schon soviel wie eBay, wächst aber 18 Mal schneller

Die beiden großen Konzernbereiche Marketplaces und PayPal entwickelten sich weiter höchst unterschiedlich, obwohl die Umsätze mittlerweile fast ähnlich hoch ausfallen. Das Auktionsgeschäft brachte 2,33 Milliarden Dollar ein, legte aber nur noch um ein Prozent zu, während es die Bezahltochter PayPal nach Zuwächsen von 18 Prozent immerhin schon auf Erlöse in Höhe von 2,16 Milliarden Dollar brachte.

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Die Abspaltung von Paypal, das als das Filetstück des Intetnet-Pioniers gilt, soll im zweiten Halbjahr 2015 über die Börse erfolgen. Vorausgegangen war eine Dauerfehde mit Großaktionär Carl Icahn, bei der Konzernchef Donahoe gegen die Investmentlegende den Kürzeren zog und am Ende klein beigeben musste.

Aufspaltung nach Fehde mit Carl Icahn

„Verwaltungsrat und das Management glauben, dass Unabhängigkeit ab 2015 das Beste für die Unternehmen ist, um zusätzliche Werte für die Aktionäre zu schaffen“, begründete Donahoe Anfang Oktober den Schritt.

Der 54-Jährige wechselt an die Spitze des Verwaltungsrats bei einer der beiden Firmen, Devin Wenig, Leiter der Sparte Marketplaces, wird neuer eBay-CEO. Paypal wird künftig vom früheren American Express-Manager Dan Schulman geleitet.

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