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Arianna Huffington will künftig 50 Prozent Video bei der Huffington Post

Gründungsmitglied Arianna Huffington will sich aus dem Unternehmen zurückziehen
Gründungsmitglied Arianna Huffington will sich aus dem Unternehmen zurückziehen

Die Huffington Post wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Gründerin Arianna Huffington sagte der Süddeutschen Zeitung ein paar Dinge, die sie sich für das Jubiläumsjahr für die "HuffPo" vorgenommen hat. So soll die Internationalisierung vorangetrieben werden, die Seite soll personalisierbarer sein, es soll mehr lange Stücke geben und Videos sollen eine viel größere Rolle als bisher spielen.

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Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Donnerstagsausgabe,m nur Print) sagte Huffington: „Wir haben uns auch das Ziel gesteckt, mehr Bewegtbildinhalte auf die Seite zu bekommen – wir planen ein Verhältnis von 50 Prozent Text und 50 Prozent Video.“ Außerdem soll die Huffington Post persönlicher werden. So gibt es in der US-Version bereits eine Spalte mit empfohlenen Artikeln, die auf dem Nutzerverhalten der Leser basieren.

Vorantreiben will Huffington auch die internationale Expansion der Marke HuffPo. Die Huffington Post sei mittlerweile in 13 Ländern präsent. Im Frühjahr 2015 sollen Länder im Nahen Osten sowie Australien hinzukommen. Mit dem Ableger in Deutschland, der gemeinsam mit Burda herausgegeben wird, sei sie sehr zufrieden: „Die Kollegen hier in Deutschland machen zum Beispiel einen phantastischen Job.“

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Auch so genannter Long-Form-Journalism, also etwa lange Reportagen, soll künftig bei der HuffPo eine größere Rolle spielen. Dafür würden neue Leute eingestellt und die Redaktion würden versuchen, mit Hilfe von Social Media ein größeres Publikum für lange Stücke zu gewinnen.

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Alle Kommentare

  1. Ignorieren statt propagieren

    Hut ab vor der unternehmerischen Leistung von Arianna Huffington. Dennoch ist mir nicht ganz klar, warum Branchendienste und etablierte Verlage dieser Dame fast sklavisch hinterherrennen, um sie immer prominenter und ihr Geschäftsmodell immer nachahmenswerter zu machen.

    Meiner Ansicht nach ist Mrs. Huffington der beklagenswerte Prototyp eines selbstsüchtigen Verlegers – sie steht im Vordergrund ihres Unternehmens und lässt Heerscharen von Journalisten quasi gratis für sich arbeiten – was für eine fürchterliche Art der Gewinnmaximierung. Die soziale Verantwortung, die die Verlage in Deutschland vorleben, sieht anders aus.

    Was bliebe von dem glaubwürdigen Qualitätsjournalismus übrig, den die Öffentlichkeit fordert und unsere Branche angeblich Tag für Tag abliefert, wenn es mehr von der Sorte einer Frau Huffington gäbe?

    Welchen Bestand hätte ein traditioneller Verlag, der seine Redaktion bislang fair entlohnt, wenn er künftig inhaltsleere Promo-Stories a la Huffpo statt investigativer Geschichten brächte?

    Was würden die Berufsständler und Gewerkschafter erzählen, käme auch nur ein Verlag auf den Gedanken, die Huffpo nachzuahmen?

    Ich kann die Huffington-Seite aufrufen so oft ich will – etwas weiterführendes habe ich dort noch nie entdeckt. Denjenigen Text- und Bildlieferanten, die dort selbst von Lousy Pennies nur träumen können und an die Mär vom Sprungbrett in den Top-Job glauben, kann ich nur viel Glück wünschen.

    Modelle wie die Huffington Post sind nicht die Vorreiter unserer Branche, sie sind deren Totengräber. Dürre, inhaltslose Geschichtlein, billig zusammengestoppelt, dazu ein paar bewegte Bilder – das ist nicht der Stoff, der die Leser klüger macht und weiterbringt.

    Es geht nicht darum, Modelle wie die Huffpo zu bekämpfen. Aber anstatt ein solches Modell zu propagieren, sollte man es besser ignorieren.

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