IVW: die Auflagenentwicklung der 65 größten deutschen Regionalzeitungen auf einen Blick

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Publishing Deutschlands Regionalzeitungen verloren auch im vierten Quartal 2014 deutlich an Auflage. Die 65 Titel mit mehr als 80.000 Verkäufen verloren bei den Abos und Einzelverkäufen allesamt. Besonders die regionalen Boulevardzeitungen leiden: B.Z., Berliner Kurier, Hamburger Morgenpost, Express und Abendzeitung verloren zum Teil dramatisch.

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Beginnen wir unsere traditionelle IVW-Reise durch Zeitungs-Deutschland wie immer in Berlin. Der umkämpfteste Zeitungsmarkt des Landes ist auch diesmal der mit den größten Auflagenverlusten. Zwischen 4,3% und 9,9% büßten die fünf Hauptstadt-Titel ein. Am deutlichsten bergab ging es dabei für die Berliner Morgenpost, deren neuer Besitzer Funke defizitäre Auflagenbestandteile abbaut und das Minus so von sich aus erhöht. Am glimpflichsten davon gekommen ist auf den ersten Blick Springers Marktführer B.Z. Allerdings: Zieht man die im Vergleich zum Vorjahr zusätzlich verteilten Bordexemplare und sonstigen Verkäufe ab, bleibt in den wichtigen Kategorien Abo und Einzelverkauf ein Minus von 7,9%. Hier ergeht es stattdessen dem Tagesspiegel am besten: Über ein Minus von 3,8% wird man sich dennoch nicht freuen.

Verluste von meist 2% bis 3% verzeichnen die Tageszeitungen der fünf neueren Bundesländer. Die Lausitzer Rundschau hat ihr  Minus durch mehr sonstige Verkäufe gering gehalten, verzeichnet bei Abos und Einzelverkäufen aber einen Rückgang von über 3%, auch bei der Ostsee-Zeitung werden in den beiden wichtigen Kategorien aus dem 1,8%-Minus eins von 2,6%. Die drei größten Verlierer bei Abos und Einzelverkauf sind mit 3,9% bis 4,2% die Märkische Allgemeine, der Nordkurer und die Leipziger Volkszeitung. Abseits von unserer Liste, die alle Titel mit mindestens 80.000 Verkäufen enthält, verliert die Morgenpost für Sachsen sogar 6,9%.

Apropos Morgenpost: Auch die aus Hamburg gehört zu den ganz großen Verlierern. 7,3% sind es im Gesamtverkauf, 6,9% bei Kiosk-Verkauf und Abos. Da wird es die Mopo auch nicht trösten, dass der lokale Konkurrent Abendblatt in den beiden wichtigen IVW-Kategorien mit 9,1% einen noch größeren Auflagenverlust verzeichnet.

IVW 2014/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 1)
Platz Titel / Belegungseinheit verkaufte Auflage*
2014/IV vs. 2013/IV in %
Berlin
1 B.Z. 119.962 -5.345 -4,3
2 Berliner Zeitung 118.439 -8.381 -6,6
3 Der Tagesspiegel 107.739 -5.772 -5,1
4 Berliner Morgenpost 100.450 -11.056 -9,9
5 Berliner Kurier 83.647 -6.420 -7,1
Brandenburg
1 Märkische Allgemeine Gesamt 121.743 -6.293 -4,9
2 Märkische Oderzeitung Gesamt* 98.029 -3.310 -3,3
3 Lausitzer Rundschau Gesamt 82.008 -1.072 -1,3
Mecklenburg-Vorpommern
1 Ostsee-Zeitung Gesamtausgabe 139.577 -2.504 -1,8
2 Schweriner Volkszeitung Gesamt 86.926 -2.551 -2,9
Sachsen-Anhalt
1 Mitteldeutsche Zeitung Gesamt Sachsen-Anhalt Süd MZ-Gesamt + Naumburger Tageblatt 200.267 -7.482 -3,6
2 Volksstimme Gesamt 179.306 -4.495 -2,4
Sachsen
1 Freie Presse Gesamt 251.484 -7.073 -2,7
2 Sächsische Zeitung 010 Gesamt 238.156 -6.918 -2,8
3 Leipziger Volkszeitung Gesamt 196.243 -5.029 -2,5
Thüringen
1 ZGT Thüringen Gesamtausgabe (TA+TLZ+OTZ) 268.251 -9.012 -3,3
Bremen
1 Weser-Kurier Gesamtausgabe 154.693 -3.326 -2,1
Hamburg
1 Hamburger Abendblatt/Bergedorfer Zeitung 199.969 -13.883 -6,5
2 Hamburger Morgenpost 86.484 -6.828 -7,3
*: plus Oranienburger Generalanzeiger + Ruppiner Anzeiger + Gransee-Zeitung
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Relativ solide sehen die Zahlen der Mehrheit auf dem flachen Land Niedersachsens und Schleswig-Holsteins aus. In der Provinz entwickeln sich die Zeitungs-Auflagen noch etwas weniger schlecht als in den Metropolen, das werden wir gleich auch in Baden-Württemberg und Bayern sehen. Allerdings: Aus dem geringen 0,4%-Minus der Neuen Osnabrücker Zeitung wird bei Abos und Kiosk-Verkäufen auch eins von 2,2%, weniger als 2% büßte in den beiden Ländern einzig die sh:z Käufer ein.

In NRW verliert der Gigant Funke unterdessen weitere 6,3%. Ein Sondereffekt hat der Zeitungsgruppe Münsterland (Aschendorff) ein Plus beschert: Die Übernahme der Münsterschen Zeitung von Lensing bescherte den Aschendorff-Titeln, die nur gemeinsam ausgewiesen werden, insgesamt ein Plus – ohne den Kauf gäbe es auch hier ein Minus. Das Medienhaus Lensing verzeichnet umgekehrt einen größeren Verlust als ohne diesen Sondereffekt – durch den Weggang der Münsterschen Zeitung ging es hier um 14,1% bergab. Keine Sondereffekt können als Begründung für die deutliche Talfahrt von Express und Westdeutscher Zeitung angeführt werden: Aus den 7,5% und 5,9% werden bei Abos und Kiosk sogar Verluste von 9,3% und 6,0%.

Bitter läuft es auch für den Vermarktungsverbund RheinMainMedia, zu dem vor allem die Frankfurter Neue Presse und die Frankfurt Rundschau gehören. 6,1% im Gesamtverkauf und 5,4% bei Abos und Kiosk büßte man ein. Wie viel davon auf das Konto der FR geht, ist leider nicht bekannt.

IVW 2014/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 2)
Platz Titel / Belegungseinheit verkaufte Auflage*
2014/IV vs. 2013/IV in %
Niedersachsen
1 HAZ/NP Hannover* 430.756 -12.798 -2,9
2 Nordwest-Zeitung** 218.686 -3.933 -1,8
3 Neue Osnabrücker Zeitung [A-C] 216.759 -886 -0,4
4 Braunschweiger Zeitung Gesamtausgabe + Harz-Kurier Gesamtausgabe 155.141 -4.129 -2,6
5 Landeszeitung für die Lüneburger Heide 83.342 -1.023 -1,2
Schleswig-Holstein
1 sh:z Gesamtausgabe 200.622 -4.010 -2,0
2 Lübecker Nachrichten Gesamt 97.160 -1.836 -1,9
3 Kieler Nachrichten GAK Gesamt 95.774 -1.653 -1,7
Nordrhein-Westfalen
1 Funke-Mediengruppe Funke-Medien-G (WAZ+NRZ+WP+WR)+IKZ 615.368 -41.038 -6,3
2 Rheinische Post Gesamt 318.048 -10.205 -3,1
3 Zeitungsgruppe Köln Abozeitungen Gesamt (Kölner Stadtanzeiger/Kölnische Rundschau) 289.616 -13.942 -4,6
4 ZGM Ztg-Gr Münsterland 232.722 14.640 6,7
5 Zeitungsgruppe Neue Westfälische ohne Mindener Tageblatt 197.420 -6.962 -3,4
6 WA-Westfälischer Anzeiger Gesamtausgabe + Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen) 165.465 -4.663 -2,7
7 mrw Mediaregion Ruhrgebiet/Westfalen Gesamtausgabe 1000 ohne Recklinghäuser Zeitung und Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen) 146.928 -24.173 -14,1
8 Zeitungsgruppe Köln Express Gesamt 145.127 -11.788 -7,5
9 Westdeutsche Zeitung plus Gesamt 128.490 -7.993 -5,9
10 Westfalen-Blatt Gesamtauflage 116.541 -2.298 -1,9
11 Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten Gesamt 112.419 -4.265 -3,7
Hessen
1 RheinMainMedia Gesamt 211.775 -13.736 -6,1
2 HNA Regional Hessen 153.766 -4.478 -2,8
*: plus Schaumburger Nachrichten, Göttinger Tageblatt, Hildesheimer Allgemeine Zeitung, Aller-Zeitung-Wolfsburger Allgemeine, DEWEZET, Peiner Allgemeine Zeitung, Die Harke, Walsroder Zeitung, Täglicher Anzeiger, Einbecker Morgenpost, Alfeldr Zeitung, Schaumburger Zeitung, Neue Deister-Zeitung, Seesener Beobachter, Gandersheimer Kreisblatt, Schaumburg-Lippische Landeszeitung
**: plus Ostfriesen-Zeitung, Wilhelmshavener Zeitung, Jeversches Wochenblatt, Anzeiger für Harlingerland, General-Anzeiger, Ostfriesischer Kurier, Norderneyer Badezeitung
***: ohne Recklinghäuser Zeitung und Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen)
****: plus Hellweger Anzeiger Gesamtausgabe + Westfälische Rundschau (Unna / Kamen)
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Das überdurchschnittliche 4%-Minus der Rhein-Zeitung in Rheinland-Pfalz geht zum letzten Mal auf das Konto der Mainzer Rhein-Zeitung, die Ende 2013 eingestellt wurde. Ab dem 1. Quartal 2015 wird dieser Sondereffekt die Auflagenentwicklung nicht mehr beeinflussen. Im Saarland gewann die Saarbrücker Zeitung auf den ersten Blick sogar Käufer hinzu, das Plus geht aber auf das Konto der sonstigen Verkäufe, zu denen u.a. ePaper-Abos gehören, für die nicht der komplette Preis gezahlt wird – z.B. Zusatz-Abos von Print-Abonnenten. Ohne das 2.300-Plus bei den sonstigen Verkäufen läge also auch die Saarbrücker Zeitung unter den Vorjahreszahlen.

In Baden-Württemberg gelang es zwei Titeln, die Verluste unter der 1%-Marke zu halten. Schaut man auch hier nur auf die Abos und sonstige Verkäufe, so liegen alle Titel aus Baden-Württemberg zwischen 2,0% und 2,9% unter dem Vorjahr – kein Ausreißer nach oben oder unten also. Die gibt es dafür in Bayern. So büßte die tz im Gesamtverkauf 9,1% ein. Das liegt hier aber am massiven Abbau von Bordexemplaren und sonstigen Verkäufen, für die wenig Geld fließt. In den beiden wichtigen Kategorien Kiosk und Abos ist die tz mit einem Mini-Minus von 0,5% hingegen einer der wenigen Titel, die ihre Auflage fast stabil halten konnten. Profitiert hat sie dabei sicher auch von den Problemen der Abendzeitung. Deren neuer Besitzer baut weiter fröhlich defizitäre Auflagenbestandteile ab und schraubte die Verkaufszahl damit auf inzwischen nur noch 43.818 Exemplare. Das Plus des Donaukuriers hat ebenfalls mit sonstigen Verkäufen zu tun, doch auch bei Abos und Einzelverkauf ging es mit 0,5% nur minimal bergab.

IVW 2014/IV: Die größten Regionalzeitungen (Teil 3)
Platz Titel / Belegungseinheit verkaufte Auflage
2014/IV vs. 2013/IV in %
Rheinland-Pfalz
1 Die Rheinpfalz Gesamt inkl. Pirmasenser Zeitung 228.237 -3.655 -1,6
2 Rhein-Zeitung Gesamt 189.219 -7.903 -4,0
3 Rhein-Main-Presse Rheinland-Pfalz-Kombi 31 101.332 -1.710 -1,7
4 Trierischer Volksfreund Gesamtausgabe 85.354 -1.917 -2,2
Saarland
1 Saarbrücker Zeitung ohne Pfälzischer Merkur 132.176 671 0,5
Baden-Württemberg
1 Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten Gesamt* 337.583 -7.797 -2,3
2 Südwest Presse Gesamt** 317.317 -4.482 -1,4
3 Schwäbische Zeitung Gesamt 168.524 -3.382 -2,0
4 Badische Zeitung 104 Gesamtausgabe 143.030 -1.937 -1,3
5 Südkurier Gesamt 001 126.911 -1.141 -0,9
6 Badische Neueste Nachrichten Gesamt 220 125.323 -3.075 -2,4
7 Mannheimer Morgen Ausgabe B*** 122.306 -453 -0,4
8 Schwarzwälder Bote Gesamt 118.015 -2.748 -2,3
9 Rhein-Neckar-Zeitung Gesamt 86.397 -2.247 -2,5
10 Heilbronner Stimme Gesamt 85.928 -1.294 -1,5
Bayern
1 Augsburger Allgemeine mit Allgäuer Zeitung Gesamt 320.165 -2.427 -0,8
2 Nürnberger Nachrichten Gesamt 260.863 -6.020 -2,3
3 Münchner Merkur Gesamtausgabe 253.503 -5.637 -2,2
4 Main-Post 5 T Total 150.318 -3.330 -2,2
5 Passauer Neue Presse Gesamt ohne Trostberger Tagblatt 141.682 -2.269 -1,6
6 Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung 120.850 -1.263 -1,0
7 tz-München 120.147 -11.967 -9,1
8 Mittelbayerische Zeitung Gesamt 111.371 -2.504 -2,2
9 Fränkischer Tag Gesamt/ZRO Zeitungsring Oberfranken + Saale Zeitung 104.396 -3.342 -3,1
10 Donaukurier Gesamt 85.496 474 0,6
Abendzeitung München 43.818 -61.933 -58,6
*: plus Waiblinger Kreiszeitung, Nürtinger Zeitung/Wendlinger Zeitung, Kreiszeitung Böblinger Bote, Backnanger Kreiszeitung, Rems-Zeitung, Gäubote, Sindelfinger Zeitung, Mühlacker Tagblatt, Vaihinger Kreiszeitung, Heidenheimer Neue Presse, Murrhardter Zeitung
**: plus Der Teckbote, Bietigheimer Zeitung, Eberbacher Zeitung
***: plus Fränkische Nachrichten, abzüglich Bergsträßer Anzeiger (Hessen)
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die Zahlen der überregionalen Tages- und Wochenzeitungen finden Sie an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Die Mainstreampresse und linksgrüner Sozialismus, die sind beide toooot.

    Übrig bleiben nur hohle Phrasen und literweise rooooot.

    Und wer steht lächelnd an den Gräbern und hällt lächelnd noch die Spaten…

    Ja, Spezialdemokraten ….

    (frei nach Marc-Uwe Kling, Sozialdemokraten)

  2. Das sind immer noch viel zu viele Leser! Aber es werden ja Tag für Tag weniger! Die Zeit arbeitet gegen diese Schmierenpresse u nd die Hassprediger von Springer werden es auch noch erleben!

  3. DAs liegt wohl auch daran, dass man sich an das vermeintliche Niveau der Leser, siehe Vorkommentator, nach unten hin anpassen möchte und nur noch verminderte Qualität anbietet, Kürzest-Texte, miese Rechtschreibung und leider kaum noch intellektuell Ernstzunehmendes. Ich rede nicht von Lügenpresse, das ist kompletter Quark. Aber Praktikantenpresse!

  4. Beim ersten Mal, tats noch weh

    Beim zweiten Mal, nicht mehr so sehr

    Heute weiß man, man braucht euch nicht mehr

  5. Na da sind sich ja die kurzsichtigen Wutbürger wieder einig. Man muss schon über alle Maßen verblendet sein um zu denken, dass nur weil ein paar Deppen in Dresden „Lügepresse“ brüllen, die Zeitungsauflagen sinken. Wisst ihr was wirklich passiert, wenn Leute ihre Zeitung abstellen, ihr Helden? Eine schlichte Umverteilung: Anstatt durch Print holen sie sich ihre Infos Online, genau auf den Onlinepräsenzen die auch gedruckte Zeitungen verkaufen. Schaut euch die Klickzahlen an…ach nein das könnt ihr nicht, ihr seid blind vor Wut.

    1. @Radic

      Da ist so nicht ganz richtig! Die Zeitungen verlieren Ihre Kunden weil diese nicht mehr wie kleine Kinder erzogen werden wollen. Lügen und Propaganda kann mann überall auch umsonst bekommen.

      Das das Volk das Internet gefunden hat, in dem man auf einmal eine ganz andere Welt wieder findet, trägt sicher zum Sterben bei. Aber das ist nicht der Grund. Siehe die ganzen linken Internet Auftritte wie TAZ. Betteln förmlich um jeden Cent und das was dieses Blatt liefert befriedigt eben nur die ganz extremen linksverblödeten Möchtegerns.

      Das Volk (oder sagen wir einfach, die Mehrheit ) hat erkannt was seit 20 Jahren läuft und wählt es ab! So einfach ist das…

    2. @ Radic:

      Das stimmt! Blos verdient man online, außer mit Titten und Dschungel-Deppen-Scheiß, keine müde Kopeke. OK, ausser BILD…

      In der Tat sind wir wütend, enttäuscht, erfüllt von kaltem Hass. Aber nicht blind.

      Würden wir ja sonst die Qualitäts-Arroganzkotze der Medien-Fachkräft*Innen weiterhin bezahlen.

      Tun wir aber nicht.

      Zitiere „Howard Beale, Network“:

      IHR KÖNNT MICH ALLE AM ARSCH LECKEN, ICH LASS MIR DAS NICHT LÄNGER GEFALLEN

    3. „Übernehmen Sie, Herr Staatsanwalt!“ Es mag die Spitze des Eisberges sein, was viel eher an braunen und roten Faschismusmus erinnert und der Denunziant wieder zur Hochform in diesem Lande pusht! Mir wird schlecht, solche Lügenerzeugnisse noch aufschlagen zu sollen. Gleiche Hetze und Lügen lesen Sie in abgeschwächter Form quer durch die zwischenzeitlich monoton geschaltete Einheitspresse.
      Mit Genuss lese ich heute in Bords von z.B. Nicolaus Fest, ehem. Chefredakteur BamS. Das ist noch kritischer Qualitättsjournalismus, der sich nicht dem üblichen Presseschleim verpflichtet fühlt. Ja, ich bin froh für die Meinungsfreiheit, die uns heute wenigstens das Internet noch bietet. Noch!

  6. Am Ende hat man es als Leser satt, Tag für Tag den Erziehungsbemühungen der Kommentatoren ausgesetzt zu sein. Wobei viele Tageszeitungen eine einheitliche Linie zu vielen Fragen bilden. Die Leser werden wie kleine Kinder behandelt, denen man erklären will, wie sie sich zu verhalten haben und welche Ansichten sie haben müssen. Vom mündigen Leser, der sich selbst eine Meinung bilden kann, haben viele Redakteure noch nichts gehört. Da lese ich lieber die „Landlust“.

  7. Danke für die Übersicht!

    Die Gleichschaltung der Presse, getrieben von Springer, ist kaum zu übersehen.

    Bild: Jahrzehntelang Ausländerhetze.
    Volksverhetzung, die keine Staatsanwaltschaft verfolgt („der faule Grieche“, „der kriminelle Ausländer“, Pegidafreunlich usw.) .
    Seit einer Woche plötzlich pro islamische Masseneinwanderung.

    Die Politik hechelt wie gewohnt hinterher.

    Gut, dass wenigstens die Printauflagen dieser unsäglichen Schmierblätter sinken.

  8. Haben den ersten Bericht über Pegida Demos in Dresden bei news.com. au gelesen.
    Wollte uns da jemand was verschweigen?

  9. Seitdem in Bremen beim Weser Kurier die Redakteure gewechselt haben, ist der politische redaktionelle Teil nur noch Meinungskommentar. Die Leser werden noch mehr auf „links- grün“ getrimmt, als in den Jahren vorher. Der restliche Teil der Zeitung wird massgeblich von Praktikanten geschrieben, mit inhaltlichen Fehlern.
    Ich freue mich daher immer über die neuen Auflagenzahlen. Je tiefer, je besser.
    Denn diese, und viele andere Zeitungen, sind ihr Geld nicht wert.

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