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„Ich bin ein Star“ stärker als am Sonntag, aber weiter massiv unter den Vorjahren

„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“: Angelina Heger bei der Dschungelprüfung
"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus": Angelina Heger bei der Dschungelprüfung

Der RTL-Dschungel kommt nicht aus seiner Quotendelle. Zwar sahen am Montag 6,68 Mio. zu und damit 1 Mio. mehr als am Sonntag, doch im Vergleich mit der jeweils vierten Folge der früheren Staffeln, sind die 6,68 Mio. der schwächste Wert seit 2009. Um 20.15 Uhr kämpften Günther Jauch und Heino Ferch um den Sieg.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Montag wissen müssen:

1. „Ich bin ein Star“ 1,4 Mio. Zuschauer unter Vorjahr

Man muss es immer wieder dazu sagen: Es ist ein Jammern auf sehr hohem Niveau: „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus“ ist mit 6,68 Mio. Zuschauern und 28,6%, sowie 3,56 Mio. 14- bis 49-Jährigen (39,2%) und 4,90 Mio. 14- bis 59-Jährigen (35,1%) auch 2015 ein riesiger Erfolg, das stärkste RTL-Format und auch am Montag der klare Tagessieger. Aber: 2014 sahen die vierte Folge – ebenfalls an einem Montag – noch 8,09 Mio. Leute, 2013 waren es 7,66 Mio., 2012 immerhin 6,83 Mio. und 2011 sogar 7,34 Mio. Seit der 2009er-Staffel – 2010 gab es keine – erreichte „Ich bin ein Star“ also an seinem vierten Tag nicht mehr so wenige Menschen. Von Krise zu sprechen, wäre wohl übertrieben, eine Quotendelle lässt sich aber nicht weg diskutieren.

2. Dschungel pusht auch Jauch- und „Undercover Boss“-Quoten

Erstaunlich ist in jedem Jahr wieder die Erkenntnis, dass in den zwei „Ich bin ein Star“-Wochen das gesamte RTL-Programm profitiert. So auch am Montagabend. 5,74 Mio. Leute machten „Wer wird Millionär?“ um 20.15 Uhr zum Marktführer, 5,08 Mio. sahen um 21.15 Uhr den „Undercover Boss“ – starke Marktanteile von 17,5% und 16,2%. Zum Vergleich: Vor einer Woche kamen die beiden Sendungen noch auf 5,28 Mio. und 4,01 Mio. Seher. Vor allem der „Undercover Boss“ profitierte also deutlich vom anschließenden Dschungel und gewann über 1 Mio. Zuschauer hinzu. Offenbar ist es also so, dass die hohe Aufmerksamkeit für „Ich bin ein Star“ vielen Zuschauern auch das restliche RTL-Prime-Time-Programm in die Erinnerung ruft. Problem: Nach den zwei Dschungel-Wochen ebbt dieser Sondereffekt schnell wieder ab.

3. ZDF stark mit „Spuren des Bösen“, ARD schwach mit „Abenteuer Alpen“

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Der stärkste RTL-Konkurrent war am Montagabend ganz eindeutig der sehenswerte düstere Thriller „Spuren des Bösen – Schande“ mit Heino Ferch. 5,64 Mio. schalteten ihn ein – starke 17,2% und Platz 3 der Tages-Charts hinter „Ich bin ein Star“ und „Wer wird Millionär?“. Überhaupt nicht mithalten konnte hingegen Das Erste: Die Doku „Abenteuer Alpen“ blieb mit 2,30 Mio. Leuten bei 7,0% hängen, „Hart aber fair“ kletterte danach mit 2,99 Mio. immerhin auf 9,5%.

4. „Big Bang Theory“ holt grandiose 18,6%, Sat.1 floppt mit Justin Timberlake

Im jungen Publikum war der größte Dschungel-Konkurrent die ProSieben-Serie „The Big Bang Theory“. Sagenhafte 2,18 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen die neue Folge um 21.15 Uhr – ein grandioser Marktanteil von 18,6%. Damit landete die Episode in den Tages-Charts noch vor RTLs „Undercover Boss“ (2,15 Mio. / 19,1%) auf Platz 2 hinter „Ich bin ein Star“. Die Wiederholungen drei älterer „Big Bang Theory“-Folgen erreichten ab 21.45 Uhr noch 16,7%, 12,2% und 11,3%. Selbst gegen den Dschungel konnte sich die Serie also mit ordentlichen Zahlen behaupten. Sat.1 blieb hingegen klar unter dem Soll: Nur 840.000 14- bis 49-Jährige entschieden sich um 20.15 Uhr für Justin Timberlake in „Freunde mit gewissen Vorzügen“ – schwache 7,5%.

5. „Geissens“ im Soll, Melanie Müller mies, „Chicago Fire“ okay, kabel eins zu schwach

In der Prime Time der zweiten Privat-TV-Liga setzten sich „Die Geissens“ von RTL II an die Spitze. Mit 920.000 14- bis 49-Jährigen und 8,0% besiegten sie sogar Sat.1 und blieben auch knapp vor dem ZDF-Thriller „Spuren des Bösen“. Vox kam mit der Serie „Chicago Fire“ immerhin auf Marktanteile von 7,0% und 6,8%, Zahlen also, die sich auf dem 12-Monats-Durchschnitt des Senders von derzeit 6,9% befinden. Klar unter seinem Normalniveau blieb kabel eins mit dem Film „Starsky & Hutch“: 490.000 junge Menschen entsprachen nur 4,3%. Bei RTL II ging es um 21.15 Uhr allerdings auch deutlich unter den Sender-Durchschnitt: Die Doku-Soap „Melanie Müller – Dschungelkönigin in Love!“ wollten nur 550.000 14- bis 49-Jährige (4,8%) sehen. Auch der Start der neuesten „Ich bin ein Star“-Staffel hat der RTL-II-Reihe also nicht geholfen.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums, der 14- bis 49-Jährigen und der 14- bis 59-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Spricht sich jetzt etwa doch langsam herum, was für ein geistloser, langweiliger Dreck der Dschungelrotz ist? Zeit wär’s…

    Ich fürchte nur, nach dem Ende dieses Mülls kommt ein RTL-Redakteursdarsteller auf die Idee, das „Millionenspiel“ zu spielen – aber diesmal in echt.

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