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Eigene Filme: Amazon sucht die Konfrontation mit Netflix

Amazon-Gründer Jeff Bezos
Amazon-Gründer Jeff Bezos

Das TV-Format ist nicht genug. Nur eine Woche nach der Verpflichtung von Woody Allen als Regisseur einer neuen Serie legt CEO Jeff Bezos nach – der Online-Gigant produziert in Zukunft sogar Kinofilme! Gleich zwölf pro Jahr sollen auf die Zelluloid-Leinwand – und wenig später den eigenen Streaming-Dienst Prime Instant Video kommen. Leider aber vorerst nicht in Deutschland.

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Jeff Bezos braucht neue Argumente. An der Börse läuft es für Amazon im neuen Jahr so bescheiden wie im alten – die Aktie, die 2014 um 22 Prozent an Wert einbüßte, liegt 2015 schon wieder um 6 Prozent hinten. Positive Schlagzeilen kann der weltgrößte Einzelhändler also nur allzu gut gebrauchen.

Erstaunlicherweise liefert sie Amazon in den vergangenen Wochen ausschließlich abseits des Kerngeschäfts – nämlich aus Hollywood! Vor einer Woche erst sicherte sich der Internetriese bei der 72. Golden Globe-Verleihung den prestigeträchtigen  Preis für die beste „Fernsehserie einer Komödie“ für die Eigenproduktion „Transparent“, die sich direkt gegen den Internet-Rivalen Netflix durchsetzte.

Indie-Produktionen mit Produktionskosten von 5 bis 25 Millionen Dollar
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Tags darauf überraschte Amazon mit dem nächsten hollywoodreifen Coup: Altmeister Woody Allen entwickelt im Auftrag des Internet-Riesen aus Seattle seine erste TV- bzw. Webserie, die 2016 exklusiv bei Instant Video, Amazons Video-on-Demand-Angebot für Prime-Kunden, in den USA, Großbritannien, Deutschland und Österreich ausgestrahlt werden soll.

Doch das TV-Format ist Jeff Bezos offenbar nicht genug. Gestern gab Amazon bekannt, zukünftig auch auf eigene Filmformate zu setzen. Gleich zwölfmal im Jahr will sich der Seattler Internetkonzern an unter der Regie von Ted Hope an Eigenproduktionen wagen, die zunächst auf der Filmleinwand und schon 30 bis 60 Tage später im eigenen Streaming-Dienst Prime Instant Video zu sehen sein sollen – allerdings zunächst nur in den USA.

Laut dem Branchendienst Variety, sollen sich die Kosten für die Eigenproduktionen im Rahmen halten und die Konzernbilanz eher marginal belasten – die Rede ist von 5 bis und 25 Millionen Dollar pro Film. Zum Vergleich: Allein die ersten zwei Serienstaffeln von „House of Cards“ kosteten den großen Streaming-Rivalen Netflix, der unlängst vier Filme mit Adam Sandler ankündigte, kolportierte 100 Millionen Dollar.

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