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Madsack verkauft weitere hessische Tageszeitungen an Ippen

Madsack-Chef Thomas Düffert
Madsack-Chef Thomas Düffert

Nach der Oberhessischen Presse nun die Waldeckische Landesleitung und die Frankenberger Zeitung: Die Madsack Mediengruppe hat rückwirkend zum 1. Januar 2015 drei Beteiligungen an hessischen Tageszeitungen verkauft. Grund sei der hessische Zeitungsmarkt, der es unmöglich mache, eine signifikante Größe zu erreichen.

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Vergangene Woche erst hatten die Hannoveraner verkündet, die Mehrheitsbeteiligung (51 Prozent) an der Oberhessischen Presse an den Verleger Wolfram Hitzeroth und seine Ehefrau Luise verkauft zu haben.

Nun gibt Madsack auch die Waldeckische Landeszeitung in Korbach und die Frankenberger Zeitung aus den Händen. Sie erscheinen in der Wilhelm Bing Druckerei und Verlag GmbH, die zu 100 Prozent zu Madsack gehörte. Neuer Eigentümer ist, rückwirkend zum 1. Januar, die MBG Medien Beteiligungsgesellschaft in Bad Hersfeld. Gemeinsam haben die Blätter eine Auflage von rund 22.000 Exemplaren.

Die Gewerkschaft ver.di Hessen kritisiert die Übernahme durch die MBG. Diese halte bereits Beteiligungen an mehreren Medienbetrieben in Nord- und Osthessen, darunter die Werra-Rundschau und die Hersfelder Zeitung sowie mehrere Anzeigenblätter. Geschäftsführer Daniel Schöningh wiederum ist ein Neffe des Zeitungsverlegers Dirk Ippen, der in Hessen die Hessische Allgemeine und die Offenbach Post verlegt. Manfred Moss, Fachbereichsleiter Medien im ver.di-Landesbezirk Hessen, sieht daher den Wettbewerb in Gefahr: „Ganz Nordhessen ist jetzt zeitungstechnisch Ippen-Land.“

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Madsack begründete den Verkauf der hessischen Tageszeitungen mit dem „heterogenen Zeitungsmarkt“, der es dem Konzern unmöglich mache, eine signifikante Größe in der Region zu erreichen. Der Medienkonzern hält in Hessen derzeit noch eine Beteiligung an der Gelnhäuser Neuen Zeitung.

 

 

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Alle Kommentare

  1. Waldecksche Landesleitung … ? Wohl kaum. Ihr braucht den Kommentar nicht veröffentlichen. Es reicht den Fehler zu beseitigen.
    Gruß!

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