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„Honig im Kopf“ jagt Alltime-Rekorde, Eastwoods „American Sniper“ mit Mega-Start

Til Schweigers Blockbuster „Honig im Kopf“
Til Schweigers Blockbuster "Honig im Kopf"

Sie ist das wohl größte Kino-Phänomen seit "Ziemlich beste Freunde": die Tragikomödie "Honig im Kopf" von Til Schweiger. Am Wochenende sahen weitere 590.000 Leute den Film - mehr als am Wochenende davor. Insgesamt waren es nun schon 3,5 Mio, Til Schweiger und Dieter Hallervorden könnten Karriere-Bestleistungen aufstellen.

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Eine solche Entwicklung gibt es selten: Im Normalfall kann ein Kinofilm das Ergebnis seines Premieren-Wochenendes nicht wiederholen, er verliert von Woche zu Woche Besucher, bevor er ganz aus den Kinos verschwindet. „Honig im Kopf“ entwickelt hingegen echte Dauerbrenner-Qualitäten. So sahen ihn am vierten Wochenende 590.000 Menschen in den deutschen Kinos – mehr als am Wochenende davor. Insgesamt liegt der Film laut Blickpunkt: Film damit nach den vier Wochenenden bereits bei ca. 3,5 Mio. Zuschauern.

„Honig im Kopf“ jagt damit die Karriere-Bestleistungen von Til Schweiger und Dieter Hallervorden. Schweigers größter Erfolg, „Keinohrhasen“, ist mit 6,28 Mio. Besuchern zwar noch ein großes Stück entfernt, doch seinem vierten Wochenende erreichte er mit 475.000 Leuten ein deutlich kleineres Publikum als nun „Honig im Kopf“. Dieter Hallerordens größter Hit stammt schon aus dem Jahr 1986: „Didi auf vollen Touren“ sahen damals 5,03 Mio. – eine Zahl, die „Honig im Kopf“ schon in zwei bis drei Wochen erreichen könnte.

Die Nummer 2 war in den deutschen Kinos am Wochenende erneut „96 Hours – Taken 3“. Mit 240.000 Besuchern baute der Liam-Neeson-Thriller im Vergleich zur Vorwoche (389.000) aber deutlich ab. „Let’s be Cops – Die Party-Bullen“ erreichten weitere 160.000 Zuschauer, „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere“ weitere 130.000. Stärkster Neustart war Sonke Wortmanns „Frau Müller muss weg“. Die Komödie mit Anke Engelke sammelte in nur rund 170 Kinos 115.000 Besucher ein – ein stolzer Durchschnitt von fast 700 Zuschauern pro Location. „Unbroken“ und „Annie“ – in 360 bzw. über 400 Kinos angelaufen, erreichten zum Start ganze 65.000 Leute.

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In den USA feierte unterdessen Clint Eastwood eine Sensations-Premiere: Sein neuester Film „American Sniper“ mit Bradley Cooper in der Hauptrolle setzte am Wochenende gigantische 90,2 Mio. US-Dollar um. Zusammen mit den Feiertags-Zahlen vom Montag (Martin Luther King Day) wird der Film die 100-Mio.-Marke knacken. Für Clint Eastwood sind diese Zahlen die beste in seiner jahrzehntelangen Karriere als Regisseur. Die beiden Neustarts „Die Trauzeugen AG“ und „Paddington“ – der Film lief erst jetzt in den USA an – folgen mit soliden 21 Mio. und 19,3 Mio. US-Dollar mit weitem Abstand dahinter.

Dank des grandiosen US-Starts führt „American Sniper“ auch die Welt-Charts an. Zu den 90,2 Mio. aus den USA kommen noch 9,3 Mio. US-Dollar aus 8 weiteren Ländern und Territorien – in Deutschland läuft der Film aber erst Ende Februar an. Platz 2 des internationalen Rankings geht an „96 Hours – Taken 3“, der 45,5 Mio. US-Dollar in 50 Regionen einspielte, dahinter folgt „Paddington“ mit 23,3 Mio. aus 27 Ländern. „Der Hobbit“ übersprang unterdessen nun auch die 800-Mio.-Marke und belegt in der Alltime-Umsatz-Tabelle damit nun schon Platz 44.

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Alle Kommentare

  1. Honig im Kopf ist der beste Film den ich seit Jahren gesehen haben .tolle Schauspielerische Leistung von der kleinen Emma und Diddi Hallervorden.

  2. Ich halte viel von Clint Eastwood. 90 % meiner Top-Anmachersprüche entstammen seinen Filmen. Aber „American Sniper“ hätte er sich nicht antun sollen. Eine vorhersehbare Geschichte eines kriegstraumatisierten Helden? Nicht schon wieder. Schuld und Sühe sollte man den russischen Dramtikern überlassen. Und was soll man dort auch anderes sehen als in den vielen US Filmen zuvor, die völlig voreilig das Label „Antikriegsfilm“ aufgedrückt erhalten haben? Aber der gute Clint meint es gut. Anders Til Schweiger. Okay, mich nervt, wie Leute, die in ihrem Leben absolut nichts bestellen (Politiker z. B.), sich über ihn und seinen Erfolg lustig machen. Die eine Seite. Aber solche Filme mit einem Opa, der auf dem Cover den Erzeuger der Keinohrhasen umarmt – nicht mehr witzig. Das Lamentieren über Demenz und Alzheimer kann man sowieso allmählich vergessen. Wer zeigt denn mal, wie ein Demenzkranker sich einkotet, später damit auf den Wänden der Station verewigt und dabei fröhlich das „Horst Wessel Lied“ singt? Mon Dieu, schonungslose Realität? Die ARD nicht, das ZDF nicht und auch Til Schweiger nicht. Bei denen wird das dementielle Stolpern nicht als Reise ohne Rückkehr in das Herz der Finsternis abgebildet, sondern als muntere aristotelische Landpartie ins Jenseits, wo es ja nicht nur laut islamischer Überlieferung uns Allen angeblich so viel besser gehen soll. Für beide Filme gilt daher: Nicht nur metaphysisch Geld sparen und sich davon reale Luftballons kaufen, würde ich jemanden raten, würde er mich danach fragen …

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