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#3sechzich: WDR startet Youtube-Kanal für junge Nachrichten

Mit #3sechzich startet der WDR sein eigenes Youtube-Format
Mit #3sechzich startet der WDR sein eigenes Youtube-Format

Der WDR wagt sich an Youtube: Ab Montag soll es auf dem Kanal WDR #3sechzich täglich Nachrichten in einem speziellen jungen Webformat geben. Der öffentlich-rechtliche Sender will damit seinem Programmauftrag nachkommen und auch junge Beitragszahler ansprechen, die man mit TV nicht mehr erreicht.

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Der Youtube-Kanal ist in der Programmgruppe Aktuelles Fernsehen angesiedelt und soll täglich kurze Clips zu aktuellen Nachrichtenthemen auf junge Art und Weise verpacken, sie diskutieren sowie Hintergrundinformationen und Quellen bereitstellen. Ein Vertrag zwischen der ARD und Youtube ermöglicht es dabei, die Videos werbefrei anzubieten. Neben dem Kanal betreibt #3sechzich ein eigenes Blog und wird auch auf den Social-Media-Plattformen FacebookTwitter und Instagram aktiv sein.

Das Moderatorenteam besteht aus Freddie Schürheck, Melek Balgün und Tim Schrankel. In einem Interview betont Schürheck die Unabhängigkeit des Formats, da man keine Sponsoren zufrieden stellen müsste: „Bei uns steht zum Beispiel definitiv keine Make-up-Linie im Hintergrund.“

Dabei wollen die Macher zwar junge, aber keineswegs belanglose Themen behandeln. „Es sollen Themen sein, über die man spricht. Das muss nicht immer was Leichtes, Witziges sein. Gerade bei Nachrichten, die vielleicht eher schwer verständlich wirken, wollen wir zeigen, was das für uns im Alltag bedeutet, wie Dinge zusammengehören“, sagte Moderator Tim Schrankel.

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Im Gespräch mit dem Portal Broadmark begründet Jonas Wixforth, Redakteur der Aktuellen Stunde, die Entscheidung zum Nachrichtenformat mit dem Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens: „Zu unserem Auftrag gehört es neben den Zuschauern vor dem Fernseher auch die Leute anzusprechen, die man mit linearem TV nicht mehr erreichen kann. Diese Menschen bezahlen uns ebenfalls, also sollen sie auch ein Produkt von uns erhalten. Wir können nicht länger warten bis die Leute wieder vor den Fernseher kommen. Wir wissen zwar, dass YouTube nicht auf uns wartet, es ist dennoch höchste Zeit und der Versuch ist es wert.“

Einen ersten Vorgeschmack auf die neue Web-Sendung gibt ein locker aufbereiteter Trailer, in dem auch WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn mitspielt. Im Internet entdeckt er einen Beitrag von Youtube-Star Sami Salami: „Das ist ja gut“, stellt er verwundert fest und fragt: „Wie heißt das? Youtube?“

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Alle Kommentare

  1. Finde ich richtig vom WDR! Besser spät als nie, auch wenn es schwer wird, die Zielgruppe zu erreichen. Trotzdem heißt der vermeintliche „You Tube- Star“ immer noch Sami Slimani!

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