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Dschungel-Auftakt nach Maß: Wenn die fette Made grüßt

Bon Appetit und auf ein Neues!
Bon Appetit und auf ein Neues!

Verehrte TV-Zuschauer: Nachrichten vom bevorstehenden Siechtum des Dschungelcamps sind stark übertrieben. Die Auftaktfolge der neunten Staffel "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" präsentierte sich in gewohnter Stärke. Die Besetzung stimmt, die Witze sitzen, die Hubschrauber waren betankt. Und mit der neuen Sarah K. und dem Urwald-Jammerlappen Walter haben wir schon die ersten Lieblinge.

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Von dem Moment an, wenn die Strech-Limousine in den Urwald knallt, fühlt man sich wie zu Hause. Die Zweifel ob sie es diesmal auch wieder schaffen, Unterhaltungs-TV auf höchstem Niveau (jawohl!) zu bieten, waren verflogen wie der Kakerlaken-Mief nach einer ausgiebigen Dschungel-Dusche. Es gibt im Prinzip nix Neues im Camp – und das ist gut so. Warum sollten die Produzenten das zig-fach bewährte und psychologisch verfeinerte Format mit grober Nadel umstricken, wo es doch immer noch so spitze läuft?

Immer wieder aufs Neue ist faszinierend, wie sehr die „Prominenten“ überrascht sind, wie es im TV-Camp so zugeht. Als die fette Made grüßte – für Zuschauer eine alte Bekannte – waren Sarah Dingens, die Neue, und Italian Stallion Aurelio wie vom Donner gerührt – gerade so, als hätten sie zum ersten mal davon gehört, dass hier lebende Tiere verspeist werden. Na sowas! Während in früheren Staffel der Made von Leuten wie Désirée Nick beherzt der Kopf abgebissen wurde, winkten Aurelio und die sehr übel gelaunte Sara schnell ab. Prüfungs-Verweigerung gilt seit Larissa offenbar als gesellschaftsfähig.

Die neue Generation Camper – eine Generation der Weicheier? Die Jammer-Stufe, die Walter Freiwald bereits in der ersten Folge zündete, war früher erst zur Staffel-Mitte erreicht. Kopf leicht angestoßen! Von einer harmlosen Qualle erwischt! Keine Extra-Ration Zigaretten! Mein Gott, Walter!

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Einige Kandidaten – namentlich Sara Dingsbums und Iffi Zenker – bauen schon mal bauernschlau auf einen möglichen freiwilligen Ausstieg vor, indem sie scheinbar beiläufig erwähnen, wie superdolle sie ihre Familie, bzw. ihr Kind vermissen. Die plötzlich erwachte Mutterliebe war schon in vergangenen Staffeln immer schon mal wieder ein gerne genommener Grund, für freiwilliges Austreten aus der Camper-Gemeinschaft. Kannste nix sagen, sind ja KINDER! Ähnlich, wie wenn man eine plötzliche Kindergrippe vorschützt, wenn man nicht zum Grillfest der doofen Nachbarn erscheinen will. Kinder gehen immer. Und Maren Gilzer, die noch vor der Show „ich mache Alles“-Töne spuckte, spuckte in der ersten Folge ganz was anderes. Diagnose: Brech-Migräne. Dr. Bob, hilf!

Die erste Prüfung lief ganz nach bewährtem Best-of-Ekel-Muster ab: Aurelio zeigte sich – wie in der vergangenen Staffel der Wendler – standhaft und sympathischer als vermutet. Aber das kann sich alles ja noch ändern, wie wir nur allzu gut wissen. Und die bedauernswerte Sara jammerte rum, dass sie nun bestimmt immer in die Prüfungen gewählt würde. Jammer, jammer, jammer. Das arme Mädchen. Hat die denn auch keine Folge dieser Sendung geschaut? Ihr Verhalten prädestiniert sie geradezu als Dauer-Prüfungs-Kandidatin. Inklusive der herzerfrischend naiven Zuschauer-Beschimpfung („Diese bösen Menschen, die 50 Cent ausgeben!“)

Wir Dschungelfans wissen: Die Auftaktfolge ist erst die Overtüre für das Drama, das folgen wird. Die Bühne ist bereitet. Die ersten Eimer Aalschleim sind verschüttet. Die Nerven liegen blank. Jetzt kann es richtig losgehen.

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Alle Kommentare

  1. Lieber Herr Stefan Winterbauer, ich habe keine „Sarah“ gesehen, sondern eine Sara…, oder haben Sie die vergangenen Sendungen angesehen…!
    MfG

    1. Mist, Sie haben natürlich Recht. Ich habe das verbessert. Wohl zu sehr in Erinnerungen geschwelgt …

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