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Nach Verkaufsstopp: Jetzt soll „iPod-Vater“ Fadell Google Glass neu erfinden


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Neues Prestigeprojekt für den Erfinder des iPods: Tony Fadell, nach dem Ausstieg bei Apple dann Gründer und Chef des Smart Home-Anbieters Nest, soll Googles Prestigeprojekt Glass neuen Schwung verleihen. Die Datenbrille wird aus der Forschungs-Unit Google X herausgelöst und als eigener Konzernbereich künftig Fadell unterstellt.

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Alles zurück auf „Los“ bei Googles Prestigeprojekt Glass, das vor zwei Jahren noch so aussah wie die Zukunft. Anno 2015 ist indes klar: Die Zukunft von Googles einst hochgehypter Datenbrille scheint ungewisser denn je. Nur noch bis zum Montag kommender Woche haben Verbraucher in den USA Zeit, die Betaversion für enorme 1500 Dollar zu erwerben, dann ist Schluss – eine neue Version soll es erst zum Jahresende geben.

Wie Reuters Ende vergangenen Jahres berichtete, scheint die Moral in Mountain View ohnehin längst angeschlagen: Schlüsselmitarbeiter des Glass-Teams haben den wertvollsten Internetkonzern der Welt verlassen, App-Entwickler würden aus Mangel an Perspektiven ihre Arbeit einstellen, während der weltweite Verkaufsstart der Google-Brille immer wieder verschoben wurde. Längst stellte sich die Frage: Wer wartet eigentlich noch auf Google Glass?

Fadell soll Googles Datenbrille so massenmarkttauglich machen wie einst den iPod 
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Eine Antwort auf diese für Google ziemlich drängende Frage soll nun ein ehemaliger Apple-Mitarbeiter finden. Vor einem Jahr stieß Tony Fadell zu Google, als sich der bedeutendste Internetkonzern den Smart Home-Anbieter Nest für stolze 3,2 Milliarden Dollar schnappte – und mit ihm seinen Gründer. „Für mich ging es nie ums Geld, sondern darum, was wir zusammen auf die Beine stellen können“, adelte der einstige Apple-Spitzenmann ausgerechnet den Silicon Valley-Rivalen.

Google schien der große Innovator der kommenden Jahre zu sein. An diesem Anspruch muss sich Fadell nun doppelt messen lassen – in seiner Karriereentscheidung und an vorderster Front. Ausgerechnet Googles Prestigeprojekt (inklusive dem bisherigen Chef Ivy Ross) wurde dem Hardware-Mann jetzt unterstellt: Fadell soll die offenkundig in die Sackgasse geratene Datenbrille nun so massenmarkttauglich machen wie einst den iPod.

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