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Glassdoor: US-Karriere-Plattform startet in Deutschland

Sonja Perry soll Glassdoor in deutschland etablieren
Sonja Perry soll Glassdoor in deutschland etablieren

Der nächste US-Player versucht, im deutschen Web eine Nische zu erobern. Das Silicon Valley-Job-Portal Glassdoor will nun auch hierzulande die Suche nach dem Traumjob einfacher, effektiver und vor allem transparenter gestalten. Dabei versteht sich das Angebot noch nicht als direkter Konkurrent zu Xing und LinkedIn.

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Im Gegensatz zu den Business-Networks setzt Glassdoor nicht auf Vernetzung, sondern auf die Community und das „give to get“-Prinzip. Ganz grundsätzlich heißt das: Nur wer bereit ist, Informationen zu geben, bekommt auch welche.

Der Einstieg in die Karriere-Community ist die Job-Übersicht. Über Kooperationen mit den großen Anbietern und einigen Unternehmen umfasst die Datenbank der US-Amerikaner in Deutschland zur Zeit mehr als 500.000 freie Stellen.

Der eigentliche Mehrwehrt von Glassdoor liegt nun aber nicht in den freien Stellen, sondern in den Hintergrundinformationen zu einzelnen Firmen. So gibt es Nutzerberichte aus erster Hand über die Gehaltstruktur einer Company, deren Einstellungsprozesse  und mögliche Fallstricke bei Vorstellungsgesprächen. Sowie eine Vielzahl weiterer Insider-Infos. Die Macher des Portals versprechen, dass alle Hintergrundinformationen stets völlig anonym angezeigt werden.

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An dieser Stelle kommt das „give to get“-Prinzip zum Tragen. Nur wer bereit ist, sein Wissen mit der Community zu teilen, der kann auch auf alle Einträge zugreifen. Dabei ist das gesamte Angebot für Nutzer kostenlos. Auch Firmen erhalten Zugang, allerdings müssen diese zahlen. So sollen die Unternehmen dann sehen können, welche Faktoren sich wirklich auf ihre Rekrutierungsmaßnahmen und ihre Marke auswirken.

Über einen freien Zugang für Arbeitgeber können die Unternehmen immerhin auf Bewertungen antworten, einfache Analysen zu potentiellen Bewerbern abrufen und unangemessene Bewertungen melden.

Jedes anständige Startup braucht seine eigene – leicht verklärte – Entstehungsgeschichte. Bei Glassdoor soll der Wille am Beginn gestanden haben, einen Dienst zu schaffen, der den Menschen helfen soll, die maximal beste Entscheidung für ihre Karriere zu treffen. Das gehe allerdings nur mit einer Transparenz der Firmen. „Was würde passieren, wenn jemand die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung für das gesamte Unternehmen im Drucker vergisst und diese dann ins Internet eingestellt werden?“, sollen sich die Macher zu Beginn gedacht haben.

Zeitgleich mit der deutschen Seite ging auch eine sprachangepasste Version der iOS- und Android-App im deutschen App-Store online.

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