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Wegen Sparprogramm: FAZ-Finanzchef soll das Weite gesucht haben

FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner
FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner

Wie die Werbe-Fachzeitschrift Kontakter in ihrer Print-Ausgabe berichtet, soll der Finanzchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Gerd Baustian, das Haus im Streit mit Geschäftsführer Thomas Lindner verlassen haben. Grund sei ein geplantes Sparprogramm, bei dem bis 2017 200 Jobs bei der FAZ abgebaut und 20 Mio. Euro gespart werden sollen.

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Das seit Herbst vergangenes Jahr bekannte Sparprogramm sei von der Unternehmensberatung Roland Berger entwickelt worden, so der Kontakter in seiner Print-Ausgabe. Die FAZ befindet sich einiger Zeit in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. 2012 und 2013 wurden Verluste erwirtschaftet. Für 2013 soll sich der Fehlbetrag allein für die Print-FAZ auf zehn Mio. Euro belaufen haben, rechnete das manager magazin vor. Die Rücklagen der Fazit-Stiftung, die die Zeitung herausbringt, schmelzen dahin.

Auch inhaltlich wirkte die selbst ernannte Zeitung für kluge Köpfe schon mal frischer. Der unerwartete Tod von Herausgeber Frank Schirrmacher ist ein nicht ersetzbarerer Verlust für die Zeitung. Die Berufung von Jürgen Kaube als Schirrmacher-Nachfolger und seine erklärte Abkehr vom Debatten-Feuilleton, ist für FAZ-Fans kein gutes Zeichen. Auch das Abziehen fast aller Auslands-Kultur-Korrespondenten wurde von treuen FAZ-Lesern kritisch beäugt.

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In dem Sparplan ist die Rede davon, dass 40 Redakteursstellen abgebaut werden sollen und 160 Stellen im Verlag. Laut Kontakter übernimmt Michael Spankus, Geschäftsführer der Fazit-Stiftung, übergangsweise die Rolle des Finanzchefs bei der FAZ.

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Alle Kommentare

  1. mir kommt es so vor als ob sie alle so weitermachen –müssen– , gleichgeschaltet in den untergang oder sie werden tatsächlich ausgelutscht wie eine zitrone und dann entsorgt.. die faz hätte eine chance gehabt, die euro berichterstattung war vorbildlich, aber da gibt es ja leider noch diese nato-hörige aussenpolitik die nun wirklich kein –echter europäer– gutheissen kann (eu fans vielleicht, aber das ist das gegenteil von europa und von den rest 2%-5% kann kein blatt leben ))) schade drum.. ob man so knapp vor dem wasserfall noch das segel rumreissen kann, jeder tag bringt sie näher in die starke strömung, das rauschen ist = „lügenpresse“ (sz, zeit, tagesspiegel halte ich für irreperabel unglaubwürdig, kaputt.. spon kann mehr yellowpress machen.. bild wird auch überleben)

  2. Der Kollaps der FAZ wundert mich nicht. Ich war langjähriger Abonnent und habe manches weggesteckt, weil die Zeitung ein gewisses Niveau hielt und weniger orthographische und grammatische Fehler machte als andere Printmedien. Sie war ihr Geld wert. Ab dem 21.2.2014 jedoch schien die Berichterstattung zunehmend abzugleiten. Zwei Tendenzen trafen zusammen: 1. Zunehmendes „Überlaufen“ von Lesern an den Bildschirm, wo es Vieles umsonst gibt. 2. Die Ukraine- und Russland-Berichterstattung war und ist noch immer nicht objektiv und scheint damit gewissen Vorgaben zu folgen. Der Lauf der Welt …

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