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Mit der „Zukunft des Lesens“: Spiegel am Kiosk so schwach wie nie zuvor

Der Spiegel 50/2014
Der Spiegel 50/2014

Für "Die Zukunft des Lesens" interessieren sich offenbar nur wenige potenzielle Spiegel-Käufer. Heft 50/20154 mit der Titel-Story über eBooks & Co. erreichte nur einen Einzelverkauf von 209.769 Exemplaren - ein historischer Minusrekord. Auch der stern blieb erneut klar unter dem Soll - mit dem Titel "Teure Verführung" über Kaffee-Kapseln.

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Der Spiegel nähert sich im Einzelverkauf, also in Kiosken, Supermärkten, etc. gefährlich nahe der 200.000er-Marke. Nur 209.769 Käufer – ein solcher Wert wäre vor nicht allzu langer Zeit noch völlig undenkbar gewesen. Noch im dritten Quartal 2012 lag der Einzelverkauf im Durchschnitt bei 329.154. Und auch der aktuelle 12-Monats-Durchschnitt liegt immerhin noch bei 250.300. Nun ging es also auf 209.769 herunter – mit dem ersten Heft nach dem Rausschmiss von Chefredakteur Wolfgang Büchner. Der Gesamtverkauf der Ausgabe 50, also inklusive Abos, Bordexemplaren, Lesezirkeln, etc. lag bei 831.512 Exemplaren, darunter 49.945 ePapern. Auch dort – auf dem elektronischen Weg – erreichte „Die Zukunft des Lesens“ also einen schwächeren Wert als in den Wochen davor.

Auch der stern blieb erneut klar unter dem Soll: Mit 192.859 Einzelverkäufen fiel er am Kiosk ein weiteres Mal unter die 200.000er-Marke, der historische Minusrekord, auf den er drei Wochen vorher fiel, wurde nur um rund 6.700 Exemplare verfehlt. Das Thema „Der Siegeszug der Kaffee-Kapseln: Wie Nespresso & Co. Milliarden verdienen und unser Leben verändern“ mit der Headline „Teure Verführung“ kam bei den potenziellen stern-Käufern also nicht sonderlich gut an. Einen kleinen Anteil an der Zahl könnte auch der eine Tag weniger haben, an dem der stern am Kiosk lag, es waren nur sechs statt sieben. Im Gesamtverkauf erreichte Heft 51/2014 eine Zahl von 716.639.

Die aktuellen Focus-Zahlen fehlen unterdessen erneut. Inzwischen ist der Focus mit seinen Heftauflagen-Meldungen schon drei Wochen in Verzug. Sobald die Daten nachgemeldet werden, greifen wir sie in unserem Cover-Check natürlich auf.

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Kennen Sie unser Cover-Check-Tool? Damit können Sie jederzeit sehr flexibel die vergangenen und aktuellen Einzelverkäufe von Spiegel, stern und Focus analysieren.

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Alle Kommentare

  1. Es stört die Zensur an der Meinungsvielfalt. Einen freien Meinungsaustausch, ehrliche Diskussionen, nicht ausgesparte oder nicht ideologisch beleuchtete heikle Themen und divergente Meinungen sucht man oft vergeblich. Als Leser ist die Chance auf eine freie Meinungsbildung und einen breiten Informationsgewinn bei manchen „Qualitätsmedien“ marginal.
    Viel eher fühlt man sich berieselt von einer Erziehungsanstalt eines totalitären Staates, deren streng festgelegten, alternativlosen, ideologischen Vorgaben man nachbeten soll. Staatsmedien kann man wegschalten, private ebenso. Nicht jeder Leser lässt sich erziehen und lenken und zahlt auch noch freiwillig dafür.

  2. Ich lese den SPIEGEL nicht mehr, denn dort herrscht ein Geist der Anbiederung an die das Land (D) regierenden „Eliten“, der mit Ekel erfüllt.
    Außerdem das ständige Mainstreaming, es nervt einfach!
    Sollte ich einmal die Schnapsidee haben, ein linkes Blatt lesen zu wollen, was Gott und Lenin verhüten mögen, kaufe ich das ND.
    Abonniert habe ich die Preußische Allgemeine Zeitung – die kann man lesen!!! und man wird informiert.

  3. Das Lesen über das Lesen ist wahrscheinlich genauso unsexy wie das Schreiben über das Schreiben. Man ahnt doch schon journalistisches Jammern über das Wegbrechen des Astes, auf dem man sitzt. Und wenn die Auflösung über die Auflösung lamentiert, verflüchtigt sich eben das Interesse, verdampft und beschlägt den Spiegel. Aufmerksamkeit gewinnt man durch echte Themen. Und Kaffeekapseln gehören nun mal in die Maschine, nicht ins Heft (höchstens als Anzeige). Kein Stern für dieses Thema!

  4. Ist der schlechte Verkauf eines schlecht gemachten Heftes etwa verwunderlich? Bei dem Titel „Die Zukunft des Lesens“ verhält es sich wie beim „Ebola“-Titel: abgehangene Stories, dünne Interviews, oberflächlichbis nachlässig recherchiert, mässig bis schlecht geschrieben – im müden Spiegel-Stil: interessant anfangen und von Zeile zu Zeile dünner – und offenbar nur zum Titel aufgemotzt, weil kein anderer verfügbar war. Wer diese beiden Spiegel-Titel gelesen hat, ist bedient und wirft die Hefte in hohem Bogen in den Altpapiercontainer.

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