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YouTuber und Multichannel Netzwerke: Das sind die wichtigsten deutschen Player

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Simon Unge (Foto: dpa), LeFloid und Y-Titty (Fotos: picture alliance) gehören zu den fünf erfolgreichsten YouTubern in Deutschland

Die YouTube-Szene ist um Umbruch, Multichannel Netzwerke (MCN) wie Mediakraft stehen zunehmend in der Kritik. Nach den Stars Simon Unge und Florian Mundt alias LeFloid hat auch das Comedy-Trio ApeCrime seinen Vermarkter verlassen. Doch wie funktionieren diese Netzwerke und welchen Stellenwert haben erfolgreiche YouTuber wie Unge und Mundt für die MCNs?

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Dieses Video sorgte Ende des vergangenen Jahres für Wirbel: Simon Unge, der auf seinen beiden YouTube-Kanälen „ungespielt“ und „ungefilmt“ insgesamt knapp zwei Millionen Abonnenten hat, rechnete in einem 13-minütigen Clip mit dem MCN Mediakraft ab. Die Vorwürfe: Das Netzwerk würde ihn nicht unterstützen und habe ihm gedroht, ihn in die Privat-Insolvenz zu schicken. Mittlerweile reden die beiden Parteien nur noch über Anwälte miteinander. Auch LeFloid verkündete im Oktober 2014 seinen Ausstieg bei Mediakraft und übte im Vice-Magazin ebenfalls harte Kritik an dem Vermarkter. Die drei Jungs von ApeCrime folgten ihrem Beispiel nur wenige Wochen später, haben jedoch noch kein offizielles Statement abgegeben.

Das sind die Top-YouTuber in Deutschland

Die Vertragsauflösung mit den drei Künstlern dürfte für Mediakraft einen großen Verlust bedeuten. Simon Unge und Florian Mundt gehören nach Angaben des Verbraucherportals Vergleich.org zu den erfolgreichsten deutschen YouTubern. Neben den beiden zählt das Portal außerdem Gronkh aka Erik Range (3,4 Millionen Abonnenten), Philipp Laude, Matthias Roll und Oguz Yilmaz von Y-Titty (ebenfalls über 3 Millionen Abonnennten) sowie Die Außenseiter alias Alexander und Dimitri Koslowski (ca. 2 Millionen Abonnenten) zu den erfolgreichsten YouTubern. Doch auch PietSmit (über 1,7 Millionen Abonnente), DagiBee (knapp 1,5 Millionen Abonnenten) und BibisBeautyPalace (ebenfalls knapp 1,5 Millionen Abonnenten) müssen hier genannt werden.

So funktionieren Multichannel Netzwerke

Wie Netzpiloten.de schreibt, liegt die Entstehung der Multi-Channel-Netzwerke noch nicht lange zurück: 2007 startete das erste MCN Next New Networks, das 2011 von YouTube aufgekauft wurde. Next New Networks hatte das Ziel, „ein Webvideo-Netzwerk aufzubauen“, das eigene Programme produziert und „andere Videocreator bei der Distribution unterstützte.“ Das erste deutsche Network Mediakraft wurde erst 2011 gegründet, in den letzten Jahren kamen zahlreiche weitere Netzwerke dazu. „Mit den bei ihnen unter Vertrag stehenden YouTubern erreichen sie tagtäglich ein Millionenpublikum sowie monatliche Videoaufrufe im dreistelligen Millionenbereich“, heißt es weiter bei Netzpiloten.de.

MCNs verbinden die Kanäle verschiedener Künstler und helfen ihnen bei der Konzeptentwicklung, der Vermarktung, der Finanzierung und vermitteln Partnerschaften. Die YouTuber und die MCNs profitieren durch einen solchen Zusammenschluss von einer jeweils größeren Reichweite, mehr Klicks – und damit höheren Werbeeinnahmen. Doch offensichtlich bleibt dabei die individuelle Betreuung der Künstler zugunsten des Wachstums auf der Strecke – zumindest nach dem Empfinden von LeFloid und Simon Unge. Beide beklagen vor allem die mangelhafte Unterstützung und nennen ihre Sehnsucht nach „Freiheit“ und Unabhängigkeit ohne „Knebelverträge“ als Gründe für die Vertragsauflösung.

Die größten Multichannel Netzwerke in Deutschland
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Mediakraft
Das Netzwerk wurde 2011 gegründet und zählt nach eigenen Angaben 2500 Kanäle, der größte ist der von Y-Titty mit über drei Millionen Abonnenten. Die monatlichen Views von Mediakraft liegen bei 420 Millionen.

Divimove
2012 gegründet, verzeichnet Divimove mittlerweile 1.600 Kanäle. Nach Angaben von Broadmark.de liegen die monatlichen Views bei 650 Millionen. Seit 2013 kooperiert die RTL-Tochter FremantleMedia mit dem Multichannel Netzwerk und stieg mit 26 Prozent bei Divimove ein.

Endemol Beyond
Endemol Beyond ist das Premium Channel Netzwerk von Endemol Deutschland. Mit Büros in Köln, Berlin, London, LA, Paris, Madrid, Mailand und Sao Paulo kommt das Netzwerk weltweit auf 460 Mio. Views pro Monat und ca. 350 Kanälen.

Allyance
Das Gaming-Network mit Sitz in Berlin umfasst 260 Kanäle, zu den größten gehört PietSmiet mit über 1,7 Millionen Abonnenten. Das MCN wurde 2010 gegründet, hinter dem Netzwerk steht die IDGPS Media Network GmbH, eine Tochtergesellschaft der IDG Communications Media AG. Die monatlichen Views liegen bei 130 Millionen.

Studio71
Auch Studio71 sitzt in Berlin, wurde allerdings erst 2013 gegründet. Das Netzwerk hat nach Angaben von Broadmark.de mittlerweile 230 Kanäle und 226 Millionen monatliche Views; der Gaming-Kanal Gronkh gehört mit knapp 3,5 Millionen Abonnenten zu den größten. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent der ProSiebenSat.1 Media AG.

TubeOne Networks
Das Netzwerk wurde im März 2014 gegründet und hat bisher 150 Kanäle (zum Beispiel von DieAussenseiter und Dagi Bee), die monatlichen Views liegen bei 175 Millionen. Die Stroer Media Group hat sich 2014 in das Netzwerk eingekauft.

Update (14. Janaur 2014, 13:20 Uhr)
In einer früheren Version stützen wir uns hauptsächlich auf Zahlen des Verbrauchsportals Vergleich.org. Diese Angaben waren jedoch zum Teil unvollständig oder nicht korrekt. Wir haben den Beitrag dahingehend aktualisiert beziehungsweise um andere Quellen ergänzt.

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Alle Kommentare

  1. Ja, aber irgendwie hat ja jeder hier gesagt, dass das alles etwas schlecht recherchiert ist…bissel komisch ist das ja dann schon!

  2. Hallo Lukas,
    vielen Dank für dein Feedback. Wir haben auch deine Website broadmark.de, die wir im Übrigen sehr empfehlen können, bei unseren Recherchen berücksichtigt. Wenn Du noch weitere konkrete Anmerkungen oder Vorschläge für unsere Übersicht hast, kannst du mir gerne unter presse@vergleich.org schreiben. Ich werde sie dann direkt prüfen und ggf. einarbeiten.
    Vielen Dank!
    LS, vergleich.org

  3. Normalerweise schreibe ich hier keine Kommentare, aber bei so einem Artikel bleibt mir einfach nichts anderes übrig.

    Angefangen davon, dass sowohl die Auflistung der YouTuber als auch der Multi-Channel-Netzwerke falsch ist (eine Blick auf die Websites der jeweiligen Netzwerke oder eine kurze Anfrage hätte nicht geschadet), finde ich es sehr verwerflich einen gesamten Artikel mehr oder weniger auf den (falschen) Informationen von Vergleich.org (dort sind sämtliche Informationen in keiner Weise belegt) aufzubauen.

    Anstatt einen gesamten Artikel nur auf Sekundär-Quellen aufzubauen und so die unwissentlichen Leser mit falschen Informationen zu versorgen, tut es gut ein wenig selbst zu recherchieren.

    1. Hallo Lukas,
      auf Deiner Website finden sich ja auch Zahlen. Woher die kommen, sagst Du aber auch nicht. Kannst Du sagen, worauf sie basieren?
      Viele Grüße,
      Daniel

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