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Noch ein Verlust für Mediakraft: Nach ungespielt verlässt auch ApeCrime das Netzwerk

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ApeCrime wechseln zu TubeOne Networks

2014 war kein leichtes Jahr für Mediakraft: Nach den YouTube-Stars LeFloid und Simon Unge (ungespielt) verlässt auch das Comedy-Trio ApeCrime das Multichannel Netzwerk. Vor allem der Ausstieg von Simon Unge sorgte Ende des vergangenen Jahres für Wirbel: In einem knapp 13-minütigen Video übte Unge scharfe Kritik an seinem Vermarkter.

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Der Vertrag mit ApeCrime sei Ende 2014 ausgelaufen, bestätigt Mediakraft gegenüber der WirtschaftsWoche. Christoph Krachten, Präsident von Mediakraft, kündigte außerdem an, wegen des des Weggangs gleich mehrerer Topstars Konsequenzen ziehen zu wollen. „Wir nehmen die aktuelle Diskussion zum Anlass, darüber nachzudenken, wie wir die Beziehung zu unseren Partnern verbessern können“, sagte Krachten dem Magazin. Den Partnern sei teilweise nicht bewusst, was Mediakraft für sie leistet. Alle Kanäle der Künstler seien erst im Netzwerk deutlich gewachsen. Ein Insider habe der WirtschaftsWoche außerdem mitgeteilt, auch weitere Top-Partner hätten ihren Vertrag mit Mediakraft gekündigt.

In seinem Video beklagte Simon Unge im Dezember 2014 vor allem, dass Mediakraft ihn nicht unterstützt und ihm gedroht habe, ihn in die Privat-Insolvenz zu schicken.

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Auch Florian Mundt aka LeFloid äußerte in einem Interview mit dem Vice-Magazin Kritik an dem Vermarkter. Er habe erkannt, dass ein Netzwerk „nichts mehr als ein hart gewinnorientiertes Unternehmen“ sei. Dabei ginge es nicht darum, die kleinen YouTuber zu unterstützen, sondern „die Großen noch größer zu pumpen, um den eigenen Netzwerk-Wert zu erhöhen“.

Der YouTube-Channel des Comedy-Trios ApeCrime hat über zwei Millionen Abonennten, damit gehören sie zu den meistabonnierten YouTubern in Deutschland. Cengiz Dogrul, Andre Schiebler und Jan-Christoph Meyer aka ApeCrime haben sich noch nicht offiziell zu ihrem Ausstieg bei Mediakraft geäußert.

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Alle Kommentare

  1. Diese Entwicklung war abzusehen. Verwundert bin ich über die blauäugige und naive Argumentation einiger YT „Stars“. Was bitteschön soll Mediakraft anderes sein als ein „hart gewinnorientiertes“ Unternehmen!? Etwa ein Venture Capital finanziertes Non-Profit Unternehmen oder die Heilsarmee. Come on!
    Wir bei cobra youth communications beschäftigen uns seit langem mit den YT Entwicklungen im Bereich Jugend und hatten Christoph Krachten bereits letztes Jahr auf unserem jährlichen Marketing Kongress Kid On. Genau über die (potenziellen) Interessenskonflikte hatten wir damals mit ihm gesprochen. Damals war die Aussage „Alles kein Problem“. Das haben wir damals schon in Frage gestellt. Nun geben uns die Entwicklungen Recht…

  2. … Dabei ginge es nicht darum, die kleinen YouTuber zu unterstützen, sondern “die Großen noch größer zu pumpen, um den eigenen Netzwerk-Wert zu erhöhen” …

    Wahsinnserkenntnis!

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